2. Bundesliga: Wolfsburg gewinnt Spiel drei

Grizzlies stärker als EisbärenGrizzlies stärker als Eisbären
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Der EHC Wolfsburg hat am Mittwochabend Spiel drei im Playoff-Finale um den Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga mit 3:1 (1:0/1:1/1:0) gegen den EV Landshut gewonnen. 2.700 Zuschauer im ausverkauften Wolfsburger Eispalast sahen erneut eine spannende Partie, die Christoph Paepke erst kurz vor dem Ende endgültig für die Grizzly Adams entschied.

Bereits nach 1:05 gespielten Minuten erhielt der Landshuter Dominik Hammer nach Ellenbogencheck gegen David Musial eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Als bei 3:24 Markus Hundhammer ebenfalls auf die Strafbank musste, nutzte Radek Vit die doppelte Überzahl per Direktschuss zum 1:0 (4.). Zwar hatte das Skoda-Team in der Folgezeit weitere gute Gelegenheiten, doch EVL-Torwart Vogl hielt seine Farben im Spiel.



Je einen Treffer auf beiden Seiten gab es im Mittelabschnitt zu sehen. Zunächst glich Kamil Toupal ebenfalls in Überzahl zum 1:1 aus (33.). Kurz vor der Sirene zur zweiten Pause konnte Vogl einen Vit-Hammer nur abprallen lassen, Todd Simon stand genau richtig und verwertete den Abpraller zum 2:1 (40.).



Auch im Schlussdrittel agierten beide Teams sehr defensiv, wollten Fehler vermeiden. Die beste Gelegenheit zum Ausbau der Wolfsburger Führung hatte Tobias Samendinger, doch sein Schuss landete nur am Pfosten (52.). Mit dem 3:1 nach 58:02 gespielten Minuten besiegelte Playoff-Top-Torjäger Christoph Paepke endgültig den Sieg der Niedersachsen. Das Skoda-Team geht somit 2:1 in der Serie in Führung, Spiel vier findet am Freitag in Landshut statt.



Zu einem tragischen Unfall kam es eine Minute vor Spielende. Nach einem Zusammenprall zwischen Ladislav Karabin und Kamil Toupal verlor der Landshuter Verteidiger seinen Helm und prallte mit dem Hinterkopf aufs Eis. Im Wolfsburger Krankenhaus wurde eine Fraktur im Ohrbereich (Felsenbein) sowie eine schwere Gehirnerschütterung diagnostiziert. Noch in der selben Nacht fuhr der sichtlich geschockte Karabin zu Toupal ins Krankenhaus, um sein Bedauern über den Vorfall auszudrücken. Am nächsten Morgen taten es ihm der Vorstand der Grizzly Adams und ein Großteil der Wolfsburger Spieler gleich.



Der EHC Wolfsburg und vor allem Ladislav Karabin bedauern den Zwischenfall sehr und wünschen Kamil Toupal auf diesem Wege gute Besserung. Ungefähr eine Woche wird Toupal zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben, momentan befindet er sich schon auf dem Weg der Besserung. Zusätzlich zur Betreuung durch das Krankenhauspersonal wird sich die Frau von EHC-Verteidiger Roman Veber um Toupal kümmern, um ihm den Aufenthalt im Krankenhaus zu erleichtern.