14 Tore am Pferdeturm

Erster Neuzugang der IndiansErster Neuzugang der Indians
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Spektakulärer

als die Partie zwischen den Hannover Indians und dem ESV Kaufbeuren, hätte das

Comeback von Joe West als Indians-Trainer nicht ausfallen können. 4:0, 4:6, 6:6

und letztendlich 6:8 lauteten die Zwischen-, bzw. Endergebnisse am gestrigen

Abend, in einem Spiel in der auch Hauptschiedsrichter Fischer eine mehr als

zweifelhafte Figur machte.

Spiel

Eins nach Craig Streu sah eine Indians-Mannschaft, die von der ersten Minute an

fightete und bereits in der ersten Minute drei Mal innerhalb nur weniger

Sekunden an Florian Hechenrieder im ESV-Tor scheiterte. Weitere Gelegenheiten

auf beiden Seiten blieben ohne Erfolg. Die Hausherren zeigten sich deutlich

verbessert und engagiert, hatten das Überraschungsteam der Liga unter

Kontrolle.

Das

gleiche Bild im Mittelabschnitt. Die Indians im Vorwärtsgang, und kamen nach 30

Minuten zum verdienten Erfolgserlebnis. Nach einem feinen Solo von D.J. Jelitto

vollendete P.J. Atherton vor dem Tor stehend zur Führung. Es war sowas wie die

Initialzündung für die West-Boys. Innerhalb von nur 173 Sekunden schossen die,

nun wie im Rausch spielenden, Pferdetürmler durch Jamie Chamberlain, Nick Martens

und Josh Olson drei weitere Treffer zur vermeintlichen 4:0 Vorentscheidung. Jedoch

machte man am Pferdeturm die Rechnung ohne den Wirt, der in dem Fall in der

Rolle von Hauptschiedsrichter Fischer steckte. Neun Mal in Folge schickte der

Hamburger einen Hannoveraner auf die Strafbank, in einer Partie, die bis zu

diesem Zeitpunkt alles andere als Hart oder Unfair zu bezeichnen war. Die Gäste

nutzten die sich bietenden Gelegenheiten zur Aufholjagd.  Robert Paule (35.), Mats Lindmark (37.) und

Petr Sikora (39.) verkürzten noch im zweiten Durchgang, vor der aufgebrachten

Kulisse, auf 4:3 aus Sicht der Gastgeber.

Im

Schlussdrittel zunächst das gleiche Bild. Das Heimteam weiterhin in

Dauer-Unterzahl, die Gäste setzten den Torreigen fort. Die Tore von Jordan Webb

(43.), Emil Ekblad (44.) und Dominic Krabbat (50.) sorgten für eine 6:4 Führung

für den ESVK, doch der Wahnsinn am Pferdeturm fand eine Fortsetzung. Innerhalb

von nur 43 Sekunden kamen die Niedersachsen zurück in die Partie. Kyle Doyle (53.)

und Daniel Huhn (54.) glichen vor den 3426 nun endgültig fassungslosen Zuschauern

aus. Die Freude sollte aber nur 67 Sekunden währen. Nachdem eine Strafe für die

Gäste nicht geahndet wurde, traf im Konter Mike Wehrstedt zur erneuten Führung,

und ließ dabei Indians-Keeper Marek Mastic unglücklich aussehen. Mit diesem

Treffer war die Moral der Hannoveraner endgültig gebrochen. Wehrstedt´s (56.) zweites

Tor bedeutete die endgültige Entscheidung, in einer Partie die am Ende drohte

auszuarten.

Indians

Trainer Joe West, der nach der Partie wie sein Team frenetisch gefeiert wurde,

zeigte sich auf der anschließenden Pressekonferenz gefasst. „Ich habe es heute

anders erwartet. Kein Vorwurf an meine Mannschaft, die Herz und Charakter

gezeigt hat. Die Jungs sind enttäuscht, sie brauchen ein Erfolgserlebnis. Wir

werden jeden Tag hart arbeiten und ich bitte dabei um Geduld. Wir kommen wieder

aus dem Keller raus“, so West. „Ich habe es in 18 Jahren Eishockey noch nie

erlebt, das ein Team nach einer 4:0 Führung so oft 3 gegen 5 Unterzahl spielen

musste, wie wir heute“, so der Indians-Coach weiter. Sein Gegenüber Ken Latta

freute sich das der Erfolgsweg eines Teams weitergeht: „Ich habe gewusst, dass

es ein Spiel mit großen Emotionen werden würde. Normal ist das Spiel nach einem

4:0 vorbei, aber ich habe eine Mannschaft mit viel Charakter. Ich bin froh und

stolz auf meine Mannschaft.“

Neben

der Niederlage müssen die Indians nun auch noch die Ausfälle von Stürmer Jamie

Chamberlain (Knochenprellung) und Torwart Marek Mastic (Innenbandriss)

hinnehmen.    

Statistik: 1:0 (29:01)

Atherton (Saggau, Jelitto); 2:0 (30:07) Chamberlain (Anderson, Priebsch); 3:0

(30:23) Martens; 4:0 (31:54) Olson (Del Monte, Mizzi) 5-4; 4:1 (34:36) Paule

(Körner) 5-3; 4:2 (36:43) Lindmark (Körner, Webb) 5-4; 4:3 (38:05) Sikora

(Körner, Webb) 5-3; 4:4 (42:15) Webb (Lindmark, Sikora) 5-3; 4:5 (43:23) Ekblad

(Wehrstedt, Webb) 6-5; 4:6 (49:25) Krabbat (Saal); 5:6 (52:29) Doyle (Del

Monte, Atherton) 5-3; 6:6 (53:12) Huhn (Wagner, Bagu) 6-5; 6:7 (54:17)

Wehrstedt (Paule); 6:8 (55:15) Wehrstedt (Webb, Körner)

Strafminuten:

Hannover 32 + 10 für Bagu 5 + Spieldauer für Olson – Kaufbeuren 18

Schiedsrichter:

Fischer (Hamburg)

Zuschauer:

3426

Jens

Wilke


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