1:4 - das Aus der Falken in Spiel sieben - Ravensburg zieht ins Halbfinale ein

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Heilbronn trat wieder mit Ryan MacDonald im Kasten und ohne Bryan Marshall als überzähliger Ausländer an und startete engagiert. In einem frühen Powerplay hätten Urquhart und Léveillé die Falken in Führung bringen können, wenig später zielte Lemieux frei stehend daneben. Ravensburg hatte in der 6. Minute durch Kimmel seine erste Möglichkeit und bekam dann entscheidende Unterstützung durch Falken-Verteidiger Kozhevnikov, der in Unterzahl die Scheibe völlig unnötig an McLeod verlor. Der Hüne ließ sich nicht lange bitten und traf per Schlagschuss zum 0:1 - womit gleich drei Faktoren, die letztlich ausschlaggebend für Ravensburg waren, genannt wären: individuelle Fehler der Falken, Chancenverwertung der Towerstars, Special Teams. Denn auch das zweite Tor der Gäste resultierte aus einem Überzahlspiel, diesmal jedoch eines der Falken. Dieses hatte gar nicht mal schlecht ausgesehen, bis man an der blauen Linie die Scheibe verlor und einen Alleingang durch Vogt zuließ, der nur noch regelwidrig gestoppt werden konnte. Den anschließenden Penalty verwandelte Vogt souverän (12.). Trotzdem ließen die Falken nicht nach und drängten im nächsten Powerplay auf den Anschlusstreffer, den Adriano Carciola nach schöner Vorarbeit von Léveillé in der 15. Minute erzielte.

Auch im zweiten Drittel konnte man den Spielern mangelnden Einsatz keineswegs vorwerfen. Es ging fast nur in eine Richtung, den Kasten von EVR-Keeper Christian Rohde. Doch der stand immer richtig und hielt glänzend, während MacDonald auf der Gegenseite kaum etwas zu tun bekam. Doch die Chancenverwertung war in dieser Phase das große Manko, insbesondere Cory Urquhart hätte in der 33. Minute den Ausgleich praktisch erzielen müssen. Zu diesem Zeitpunkt war Thomas Gödtel nach einem Bandencheck schon mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe unter der Dusche, und fast im direkten Gegenzug zeigte sich Ravensburg wieder einmal als das cleverere Team. Die Falken waren bei vier gegen vier zu weit aufgerückt und ließen sich ausspielen, auf einmal standen drei Towerstars frei vor MacDonald, und Champagne erhöhte auf 1:3. Drei Minuten später legte Thomson in Überzahl das 1:4 nach, wobei auch der Falken-Keeper nicht gut aussah. 1:4 nach 35 Minuten - das entsprach nicht dem Spielverlauf, aber die entscheidenden Kleinigkeiten machte Ravensburg im Gegensatz zu Heilbronn eben richtig und verdiente sich das Glück, das in der ein oder anderen Szene dazu kam.

Nachdem Fabio Carciola einen Puck ins Gesicht bekommen hatte und Blut auf dem Eis war, bat Schiedsrichter Steinecke beide Teams vorzeitig zur Drittelpause. Carciola konnte anschließend wieder mitwirken, doch einen entscheidenden Impuls konnte auch der Topscorer der Vorrunde seinem Team nicht mehr geben. Heilbronn war weiter bemüht, aber man hatte nicht mehr den Eindruck, als könnte das Team von Rico Rossi dem Spiel noch einmal die Wende geben. Ravensburg stand defensiv sicher und leistete sich den Luxus, einen Alleingang von Schmidle und ein zweiminütiges doppeltes Überzahlspiel ungenutzt verstreichen zu lassen.

Am Ende jubelten die Oberschwaben, die nach einem 0:3-Serienrückstand und trotz vieler verletzter Spieler nie aufgegeben haben und unterm Strich verdient in die nächste Runde einziehen, während Heilbronn in der entscheidenden Phase der Saison sein Potenzial nicht ausschöpfen konnte.


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