0:5-Niederlage in HeilbronnEC Bad Nauheim

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"Wir haben heute erneut zu viele Scheibenverluste gehabt und kaum mal Checks gesetzt - also noch ganz anders als am Freitag im Heimspiel. Auch im Powerplay waren wir zu verspielt, während Heilbronn es einfach und unkompliziert gespielt hat. Die Leidenschaft hat uns darüber hinaus völlig gefehlt", analysierte EC-Coach Daniel Heinrizi die Partie. "Wir haben zu Recht verloren. Nächste Woche müssen wir als Team untereinander reden, denn mit einer solchen Leistung ist die Playoff-Teilnahme mehr als nur gefährdet. Nichtsdestotrotz steht das gesamte Team zu 120 Prozent hinter unseren Trainern, denn heute haben wir es als Mannschaft verbockt", sagte EC-Kapitän Patrick Strauch nach dem Schlusspfiff.

Die Gäste, bei denen Domenic Bartels absprachegemäß gegen seinen Ex-Verein von Beginn an zwischen den Pfosten stand ("Jan Guryca hat zehn Spiele in 23 Tagen gemacht, da braucht er einfach eine Pause und nachdem Domenic Bartels aus Heilbronn kommt und hier auch das letzte Spiel gut gespielt hat, hat das Trainerteam bereits am Montag entschieden, dass er heute spielen würde", so Daniel Heinrizi), mussten auf Dennis Reimer (Verletzung aus dem Freitag-Spiel) sowie die Verletzten Chris Heid, Dan Ringwald und Taylor Carnevale verzichten, so dass Heinrizi mit drei Blöcken plus Wechselstürmer agieren ließ. Die Hessen starteten motiviert in die Partie und hatten durch Beca und Dorr die ersten guten Gelegenheiten, die Heilbronns slowakischer Goalie Branislav Konrad jedoch entschärfte. Quasi mit dem ersten Angriff der Falken klingelte es auch gleich im Netz der Kurstädter, als Sachar Blank einen Rebound nach einem Krull-Schuss zum etwas überraschenden 1:0 verwerten konnte. Die Gäste wollten aber antworten und hatten ihre stärkste Phase ab der 10. Minute, nachdem Harry Lange und Kyle Helms den Falken-Torhüter zu zwei sensationellen Paraden zwangen. Als Gäste-Kapitän und Ex-Falke Patrick Strauch die erste und einzige Strafzeit in diesem Abschnitt hinnehmen musste, traf Heilbronns Förderlizenzspieler Marcel Kurth nach einer feinen Vorlage von Andersons gar zum 2:0, womit die Gastgeber eine unglaubliche Effektivität nach zwanzig Minuten demonstrierten.

Ähnliches Bild im zweiten Drittel: zunächst hatten die Roten Teufel durch den völlig frei stehenden Kyle Helms eine gute Gelegenheit, doch der Pass von Michael Dorr erreichte seinen Mitspieler nicht optimal. Besser machten es da die Hausherren, die einen Fehler von Sean McMonagle eiskalt ausnutzten und nach einem Scheibenverlust des EC-Verteidigers mit zwei auf null Domenic Bartels beim 3:0 von Adriano Carciola keine Abwehrchance ließen. Die Kurstädter erhielten in der Folgezeit gleich drei Mal die Möglichkeit, im Powerplay zum ersten Tor zu kommen, doch auch hier lief offensiv einfach nichts zusammen an diesem Abend für den Aufsteiger. Auch beste Chancen wie von Dorr, Beca oder Lange blieben ungenutzt, so dass es nach 40 Minuten mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Kabine ging.

Es waren nur 75 Sekunden im letzten Drittel gespielt, da markierte Heilbronns Torsten Fendt das vorentscheidende 4:0, nachdem Patrick Strauch seinen Torhüter unglücklich behinderte, so dass dieser nicht mehr eingreifen konnte. Der Glaube und der Wille, in der Käthchenstadt noch einmal etwas bewirken zu können, war somit gleich zu Beginn des Drittels dahin, das 5:0 durch Förderlizenzspieler Saeftel in der 45.Minute war die endgültige Entscheidung in einem Spiel, in dem den Gästen nach vorne einfach nichts gelingen sollte. Aufgrund des Punktgewinns der Lausitzer Füchse nach einer 2:3-Niederlage n.V. in Crimmitschau ist der Abstand auf den achten Platz von vier auf fünf Punkte angewachsen, in Anbetracht von noch 14 zu absolvierenden Spielen ist im Kampf um Platz acht jedoch noch nichts verloren. "In dieser Liga kann einfach jeder jeden schlagen. Am Ende gewinnen und verlieren wir gemeinsam als Mannschaft", sagte EC-Geschäftsführer Andreas Ortwein nach dem Schlusspfiff.

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