0:2 Rückstand mit Kampf und Moral gedrehtRavensburg Towerstars

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Die Oberschwaben starteten vor 2700 Zuschauer selbstbewusst und Radek Krestan hatte schon nach 35 Sekunden die Führung auf dem Schläger. Doch Häkinen im Rosenheimer Tor parierte diesen Schuss genauso gekonnt, wie die Aktionen kurz danach von Cabana und Maloney wenige Minuten später. Erstmals auf der Gegenseite gefährlich wurde es in der 8.min, als Alex Katjuschenko eine Strafzeit kassierte, kurz danach folgte ihm Radek Krestan nach einer umstrittenen Regelauslegung nach. Die doppelte Überzahl nutzten die Gäste prompt und die Oberschwaben lagen mit 0:1 zurück. Zwar hatten die Towerstars gute Chancen auf den Ausgleich und auch NHL-Lockout Spieler Adam Hall hatte gute Szenen vor dem gegnerischen Tor, es ging allerdings mit diesem Spielstand in die erste Pause.

Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts bestrafen die Gäste eine kollektive Auszeit der gesamten Ravensburger Defensive mit dem Treffer zum 0:2, Strakhov hatte dabei wenig Mühe, ins leere Tor einzuschieben. Von Schockwirkung war auf Ravensburger Seite allerdings keine Spur, ganz im Gegenteil. Mehr und mehr erhöhten die Towerstars den Druck und in der 26.min ließ Tobias Bräuner mit einem knallharten Schlagschuss in den rechten Winkel den verdienten und wichtigen Anschlusstreffer folgen. Jetzt war der Startschuss für die Wende gegeben. Nach dramatischen Szenen auf beiden Seiten schaltete Andreas Gawlik in der 36.min dann vor dem Starbulls-Tor am schnellsten und machte den 2:2 Ausgleich. Die Eissporthalle stand Kopf und die tolle Stimmung übertrug sich auf die Eisfläche. Frederik Cabana ließ zweieinhalb Minuten mit einem Schuss durch die Schoner von Starbulls Keeper Häkinen die erstmalige Führung folgen. Es war die einzige Szene des Spiels, in der der Rosenheimer Schlussmann nicht gut aussah.

Im Schlussabschnitt stand dann Towerstars Keeper Christian Rohde im Brennpunkt. In der 43.min musste Matt Kelly bei einem Konter die Notbremse ziehen, der Schweizer Gastschiedsrichter entscheid zwangsläufig und korrekt in dieser Situation auf Penalty. Diesen konnte Zick aber nicht an Rohde vorbeibringen und es blieb bei der Ravensburger Führung. Die weiteren Minuten gestalteten sich dramatisch auf beiden Seiten. Rosenheim hatte hochkarätige Gelegenheiten auf den Ausgleich, doch den nächsten Treffer hatten die Towerstars für sich beansprucht. Und hier war es NHL-Crack Adam Hall, der sich hierfür verantwortlich zeigte. Schön wurde er von Kollege Maloney angespielt, umkurvte zunächst einen gegnerischen Abwehrspieler, ließ den zweiten mit einer Körpertäuschung ins leere Rutschen und vollendete dann im Fallen zum vorentscheidenden 4:2.  Rosenheims Trainer Franz Steer ging danach volles Risiko und nahm zweieinhalb Minuten vor Schluss den Torhüter vom Eis. Gleich drei „Empty net“ Distanzschüsse rutschten am rechten Pfosten vorbei, doch 20 Sekunden vor Schluss machte Radek Krestan dann mit dem 5:2 den Sack endgültig zu.

Nach dem Spiel wurde der prominente Gast aus der NHL euphorisch für das Tor und sein ansprechendes Debüt trotz Reise-Strapazen der beiden Tage zuvor mit stehenden Ovationen und mehreren Laola-Wellen gefeiert. In der Pressekonferenz zeigte  sich Adam Hall begeistert: „Das war phantastisch, auch wenn ich meine Kollegen erst mal fragen musste, was ich überhaupt machen soll“, scherzte Adam Hall. Als die übrigen Teamkollegen bereits auf dem Weg in die Kabine waren, wurde er nochmals von den Zuschauern aufs Eis geholt. „Das werde ich wohl nie vergessen, auf so eine Stimmung kann die NHL definitiv neidisch sein“, strahlte der 32-jährige.


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