Zweiter Auswärtssieg in Folge für die Lions / 4:2 in Iserlohn

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit einer

geschlossenen Mannschaftsleistung und einem glänzend aufgelegten Ian Gordon (Foto) im

Tor haben die Frankfurt Lions die schwere Auswärtspartie bei den Iserlohn

Roosters mit 4:2 für sich entschieden und in der DEL-Tabelle mit nun 66 Punkten

zu den DEG Metro Stars auf Rang 4 aufgeschlossen. Die Tore für die Lions

erzielten Derek Hahn (2), Josh Langfeld und Jason Young; für die Roosters

trafen Robert Hock und Mark Ardelan.

Die

Dienstagspartie der Lions bei den Kölner Haien war zwar wirklich keine Werbung

für den Eishockeysport gewesen, aber der knappe 2:1-Sieg hat der Mannschaft

Selbstvertrauen gegeben, und das war am gestrigen Abend in der Iserlohner Eissporthalle

am Seilersee von der ersten Minute an zu spüren. Kein Vergleich mehr mit der

Leistung am 12. Oktober vergangenen Jahres, als das Team von den Roosters in

den ersten zehn Spielminuten förmlich überrannt worden war. Und im Gegensatz

zum munteren Scheibenschießen am 28. Dezember bei der 6:7-Heimniederlage nach

Penaltyschießen nahmen die Frankfurter diesmal die gefährlichste Roosters-Sturmreihe

um Bob Wren fast komplett aus dem Spiel. Die Gäste mussten dabei allerdings erneut

Ausfälle kompensieren: Die Verteidiger Chris Armstrong und Mathieu Biron sind

die neuesten Patienten im kaum noch überschaubaren Krankenlager der Lions. Dazu

hatte das Team von Trainer Rich Chernomaz kurz nach Spielbeginn eine Strafzeit gegen

Simon Danner zu überstehen. Danach kam Josh Langfeld zweimal im Iserlohner

Drittel in Schussposition: Beim ersten Mal konnte Sebastian Stefaniszin, der

für den indisponierten Norm Maracle im Iserlohner Tor stand, noch abwehren, aber

wenig später saß Langfelds zweiter Versuch hart und trocken im unteren Eck. Die

erste Sturmreihe der Lions, in den vergangenen Spielen nicht immer überzeugend,

setzte dreieinhalb Minuten später noch einen drauf, als Kapitän Jason Young auf

Zuspiel von Jeff Heerema und Chris Taylor Stefaniszin am langen Pfosten stehend

überwand.

Wer nun mit

wütenden Angriffen der Heimmannschaft gerechnet hatte, sah sich getäuscht: Solide

und sicher brachten die Frankfurter das erste Drittel zu Ende, die Roosters

waren noch überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Daran sollte sich auch im

zweiten Drittel zunächst wenig ändern. Die Roosters versuchten nun zwar, mehr

Druck auf Ian Gordons Kasten zu entwickeln, doch wirklich gefährlich wurde es

kaum. Dazu präsentierte sich der Frankfurter Goalie in Galaform - bis auf eine

Szene in der 39. Spielminute, als er etwas übermütig den Puck aus dem eigenen Drittel

schlagen wollte, dabei aber an Robert Hock hängenblieb, der wenig Mühe hatte, die

Scheibe am aus der Position geratenen Gordon vorbeizubringen. Mit diesem Patzer

hätten sich die Lions beinahe noch um den Lohn ihrer Arbeit gebracht, denn die

Roosters waren jetzt endgültig aufgewacht, scheiterten aber immer wieder an Torwart

Gordon, der besonders auf der Fanghandseite geradezu unbezwingbar war und die

von den Hausherren abgefeuerten Pucks wie lästige Fliegen aus der Luft fischte.

Doch in der 46. Minute war auch er bei einem verdeckten Schuss von Roosters-Verteidiger

Mark Ardelan bei Iserlohner Überzahl machtlos. Nun drängten die Sauerländer auf

den Führungstreffer, aber in der entstehenden Hektik unterlief ihnen knapp zehn

Minuten vor Spielende ein kapitaler Fehlpass im eigenen Drittel, als Lions-Center

Derek Hahn den Puck abfing und cool ins untere Toreck schoß; Torhüter

Stefaniszin hatte keine Abwehrchance.

In der Schlußphase

der Partie zeigte sich, warum die Roosters an diesem Abend gegen die Lions

nicht gewinnen konnten: Statt die Angriffe seines Teams zu koordinieren, musste

Bob Wren selbst zweimal auf die Strafbank, wobei der Frust so tief saß, dass er

wütend mit seinem Stock auf die Kühlboxtür einschlug. Als die Roosters

schließlich alles riskierten und ihren Torwart für einen weiteren Feldspieler

vom Eis nahmen, fing Derek Hahn erneut einen Pass der Iserlohner ab und traf

ins leere Tor.

Am morgigen

Sonntag erwarten die Lions in der Eissporthalle am Ratsweg die Hamburg Freezers; die Roosters beenden ihr hessisches Wochenende bei den Kassel Huskies (Spielbeginn

jeweils 14:30 Uhr).

 

Tore: 0:1

(4:14) Langfeld (Kavanagh, Hahn), 0:2 (7:39) Young (Heerema, Taylor), 1:2 (38:48) Hock (Wolf, Beechey), 2:2 (45:33) Ardelan (Wren, Ready/PP1), 2:3 (50:39) Hahn, 2:4 (59:52) Hahn. Strafen: Iserlohn 10, Frankfurt 16. Zuschauer: 4081. Schiedsrichter: Willi Schimm

(Waldkraiburg)

(Oliver

Stein)

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