Zweite Heimniederlage - Kollektives Versagen beim 0:4 gegen Mannheim

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Lesedauer: ca. 2 Minuten

Ohne echte Chance waren die Nürnberg Ice Tigers im dritten

Playoff-Viertelfinalspiel. Beim 0:4 gegen Mannheim passte von Anfang an gar nichts

zusammen und die Adler kamen letztendlich zu einem leichten Erfolg - dem zweiten

in der "best of seven"-Serie.


Ähnlich wie am Sonntag in Mannheim stand es nach 15 Minuten 3:0. Diesmal

allerdings für die Adler, die mit ihren ersten drei Chancen gleich erfolgreich

waren. Dabei wurden sie von der Nürnberger Defensive jedoch regelrecht

eingeladen. Dem 0:1 durch Podollan war ein kapitaler Fehlpass von Sonntagsheld

Kopitz vorausgegangen, das 0:2 fiel sogar bei eigener Überzahl, Stastny hatte

die Scheibe leichtfertig vertändelt und setzte nicht nach. Auch beim 0:3 sah

die Abwehr der Ice Tigers alles andere als gut aus, so dass Mannheims Youngster

Carciola wenig Probleme hatte, abzuschließen.


Anders als am Sonntag Mannheim hatten die Ice Tigers aber heute nicht die

nötige Klasse und genug Kampfgeist, um sich ähnlich wie die Adler ins Spiel

zurück zu arbeiten. Erst in der 18. Minute hatte Greg Leeb die erste gute

Gelegenheit für die Gastgeber, was bezeichnend für den lahmen Auftritt der

ansonsten so temporeichen Ice Tigers war. Mannheims Defensivabteilung hatte

wenig Mühe Nürnbergs Stürmer vom Tor fernzuhalten. Das änderte sich auch im

weiteren Spielverlauf nicht, so dass Gästekeeper Huet einen - für ein

Playoffspiel - relativ geruhsamen Abend verbringen konnte und seinen zweiten

Saison-Shutout feiern konnte.

Auch im zweiten Spielabschnitt vermisste man ein Aufbäumen. Im Gegenteil,

gute Torchancen blieben den Mannheimern vorbehalten. Allein Jochen Hecht hätte

das Ergebnis für sein Team deutlicher gestalten können, ja sogar müssen.

"Wir waren körperlich und mental nicht da. So eine Leistung ist

inakzeptabel", stellte Greg Poss nach der Partie fest. Auch das ansonsten

gute Überzahlspiel zeigte diesmal keinerlei Wirkung.


Die ersten Sekunden des Schlussabschnitts waren dann doch noch einmal aufregend:

Zunächst scheiterten Fical und Kopitz bei einem Break, dann krönte Jason

Podollan seine gute Leistung mit einem sicher abgeschlossenen Alleingang zum

0:4. Dies veranlasste Greg Poss seinen Keeper Adam Svoboda vom Eis zu nehmen und

Lukas Lang zwischen die Pfosten zu schicken. Lang hatte allerdings danach kaum

Gelegenheiten warm zu werden, da Mannheim sich nun verständlicherweise

zurückhielt. Für Poss stand aber direkt nach der Partie schon fest, dass auch

am Donnerstag Adam Svoboda das Nürnberger Tor von Beginn an hüten wird.

Schließlich hat der Tscheche schon während der ganzen Saison vor allem

auswärts häufig bewiesen, dass er gute Leistungen bringen kann.


Gästetrainer Stephane Richer sah sein Team insgesamt "wesentlich

kompakter" als in den ersten beiden Spielen. Dennoch warnte er seine

Mannschaft "mit beiden Füßen auf dem Boden zu bleiben", da er nach

wie vor von einer "langen Serie" ausgeht. Für Greg Poss gibt es bis

zu Spiel 4 viel zu korrigieren, aber auch er wusste keine wirkliche Erklärung

für "diese schwache Leistung". "Die Mannschaft muss jetzt

Charakter zeigen, mehr Laufbereitschaft bringen und vor allem kämpfen", so

seine Forderungen für das Spiel am Gründonnerstag.


Tore:

0:1 (05.18) Podollan (Ullmann, Healey)

0:2 (07.40) Edgerton (Delmore, Podollan) 4:5

0:3 (15.10) Carciola (Kink, Podollan)

0:4 (42.12) Podollan


Zuschauer: 7467

Strafen: Nürnberg 12 min. plus 10 min. Disziplinar (Tapper) - Mannheim

16 min.

Schiedsrichter: Schurr



 

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