Zwei wertvolle Punkte erkämpft und zwei „dumme“ Gegentreffer kassiert Eisbären auf Kurs

Florian Busch - Foto © Ice-Hockey-Picture-24Florian Busch - Foto © Ice-Hockey-Picture-24
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„Das sind Spekulationen“, meinte Eisbären-Cheftrainer Jeff Tomlinson. „Mich interessiert erst einmal, dass wir reinkommen. Dann schauen wir weiter.“Er konzentriere sich auf die Partie am Sonntag gegen Augsburg, denn da kann der Einzug in die Pre-Playoffs bei noch zwei Auswärtsspielen danach schon perfekt gemacht werden.

Am Freitag boten die Hausherren in der o2 World am Ostbahnhof gegen das Aufgebot des einstigen Eisbären-Erfolgsbegründers Pierre Page zwei Drittel lang eine überzeugende Vorstellung. Überraschten den Tabellensiebenten, der noch mit einem Auge zur direkten Play-off-Teilnahme der sechs Topteams schielen durfte, mit einer kompakten Mannschaftsleistung. Schossen nach zwei herausgespielten Toren von Darin Olver und Mads Christensen gegen eine 2:0-Führung heraus.

Kassierten dann aber zwei Treffer bis zum Ende der regulären Spielzeit, die nach Ansicht von Eisbär Florian Busch (vertrat den für eine Partie gesperrten Shawn Lalonde in der Abwehr) „nie hätten passieren dürfen“.

Zu Beginn des zweiten Anschnitts rechnete die Berliner Defensivabteilung fälschlicherweise mit einem Schiedsrichterpfiff wegen Icing bzw. Abseits. Doch die Unparteiischen ließen, wie so manches in der Begegnung, das Spiel laufen. Alex Barta nutzte die Gelegenheit. Zog ab und versenkte den Abpraller von der Bande: 1:2.

Sechs Minuten vor Ultimo lag die Scheibe im Netz hinter dem rechten Pfosten des Berliner Tores. Da können die Referees unterbrechen, müssen aber nicht. Und taten es nicht. Pages Protagonisten stocherten und drängten. Und drängten den wiederum sehr starken Rob Zepp samt dem schwarzem Hartgummi hinter die Torlinie.Aufregung. Videobeweis – und 2:2!

Was Busch meinte: Zepp hätte man vor dem Andrang der Bayern besser schützen müssen!

Hinterher gab sich der gebürtige Bayer cool. Ja, der Wechsel in die Abwehr sei so neu nicht für ihn. Außerdem: Ein Stürmer käme besser in der Verteidigung zurecht als ein Abwehrer im Angriff. Ja, er sei „ein bisschen enttäuscht, dass wir nicht drei Punkte eingefahren haben. Andererseits bin ich froh über den Sieg mit einem guten Torwart und TJ Mulock, der im Penalty getroffen hat. Nun müssen drei Punkte am Sonntag gegen Augsburg her. Das ist jetzt das wichtigste Spiel der Saison für uns.“

Sein Vorgesetzter Tomlinson warnt deshalb: „Die Augsburger sind ein sehr gefährlicher Gegner. Denn das ist ihre letzte Chance, noch dabei zu bleiben.“

Der Bankchef der Hauptstädter lobte das Spiel in Unterzahl und den Kampfgeist gegen „das beste Überzahl-Spiel der DEL.“ Unzufrieden war er mit eigenem Überzahl-Vorteil (im zweiten Drittel rund 1:30 sogar bei 5 gegen 3): „Da haben wir zu kompliziert gespielt, wollten einen Treffer zu schön herausspielen. Und im letzten Drittel haben wir zu oft zugeschaut. Haben uns nicht mehr genug bewegt und sind zu wenig gelaufen.“

Vermutlich eine Folge des immensen Aufwandes in den ersten beiden Durchgängen, in denen München von den Eisbären kontrolliert und dominiert wurde.

Was von RB-Coach Page insofern bestätigt wurde, dass er nur „ein gutes Drittel“ seiner Mannen erlebt hatte. Ansonsten verwies er auf eine „unglaubliche Saison“ in der DEL: Erst hätten Köln und der aktuelle Spitzenreiter Hamburg den Ton angegeben. Jüngst aber hätten sich Iserlohn, Krefeld und Berlin in den Blick geschoben. Sechs Siege in den letzten sieben Spielen - Berlin sei mit den zurückgekehrten Verletzten wieder zu beachten!

Page weiter: „Wir haben leider momentan drei, vier Spieler durch Krankheit/Verletzung verloren.“ Seine Mannschaft habe viel gelernt und müsse noch viel lernen: „Denn auch wir wollen die Besten sein.“ Ernst Podeswa


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