Zwei Punkte für den ExIngolstadt - Köln 2:3 n.V.

Einen warmen Empfang bereiteten Ingolstadts Fans ihrem Meistertrainer Niklas Sundblad. (Foto: Imago)Einen warmen Empfang bereiteten Ingolstadts Fans ihrem Meistertrainer Niklas Sundblad. (Foto: Imago)
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In Ingolstadt hieß es  Stunden vor dem Spiel  „Tag der offenen Türen“, was aber pünktlich zu Spielbeginn nicht mehr galt.  Die Defensive der Panther stand und wehrte sich gegen die zahlreichen Angriffe der Gäste. Es war ein offener Schlagabtausch, ja fast ein wildes Treiben auf beiden Seiten. Eine hohe Fehlerqoute auf beiden Seiten ließ offensiv alles zu. Siebte Minute, Ryan MacMurchy verzeiht nur knapp und der Puck kommt über die Bande in die neutrale Zone, von wo aus Chris Minard und Alexander Weiß plötzlich alleine auf Timo Pielmeier losstürmen. Der aber wie eine Wand, diese Szene bezeichnend für die Möglichkeiten und Chancen auf beiden Seiten.  Die 1:0 Führung für die Hausherren durch MacMurchy in Überzahl (10.), nach dem ersten Drittel hätten es durchaus mehr Tore sein können.

Auch im Mittelabschnitt boten beide Teams Offensivaktionen am laufenden Band. Dabei erarbeiteten sich die Gäste vom Rhein ein kleines Übergewicht und konnten in der 33. Minute auch ausgleichen. Andreas Falk trifft zunächst nur den Pfosten, den Abpraller schickt Mike Iggulden auf die Reise, der unglücklich für Ingolstadt von einem Verteidiger  ins eigene Tor abgefälscht wird. Kurz darauf wird Petr Taticek von Danny aus den Birken zu Fall gebracht, den fälligen Penalty kann der Tscheche nicht verwandeln.  Doch ein genialer Pass von Derek Hahn bringt Benedikt Kohl in Position und den ERC wieder in Front (38.).

Dieser Spielfluss, der verantwortlich für das doch gute Niveau der Partie war, stockte im letzten Drittel durch einige Strafen auf beiden Seiten. Alleine Ryan MacMurchy hätte mit seinen Möglichkeiten das Spiel entscheiden müssen, so waren es die Special Teams. Der 2:2-Ausgleich für die Haie fiel bei 6 gegen 4, Aaron Brocklehurst saß wegen Spielverzögerung. Die Menge an Spielern vorm Ingolstädter Tor sorgte für viel Verkehr und unübersichtliche Momente, der Puck flog im hohen Bogen über Pielmeier und Ryan Jones musste aus kürzester Distanz nur noch die Kelle reinhalten. In der vorletzten Minute der regulären Spielzeit hätte der ERC mit zwei Mann mehr den Sack zu machen müssen, das Powerplay aber noch alles andere als meisterlich. Also ging es in die Verlängerung, die erste für die Panther in der laufenden Saison. Noch in Überzahl agierend traf Michel Periard nur den Außenpfosten, ehe Alexander Weiß seine Haie 19 Sekunden vor einem Penaltyschiessen rettete.

Für Ingolstadts Coach Larry Huras gab es wenig Positives als Resümee: „Wir hatten weniger Black Outs als in Krefeld.“ Das ist bezeichnend für die vielen kleinen Fehler. Patrick Köppchen sagte mit ernster Miene: „Wenn wir ein Topteam sein wollen, müssen wir auch wie ein solches spielen.“ So hat man zwei Punkte an den ehemaligen Trainer verschenkt, der so wieder mit mehr Selbstvertrauen bei seinen Spielern in die kommenden Aufgaben gehen kann und die Kölner dahin kommen, wo sie eigentlich hingehören und der ERC aktuell noch ist.

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