Zwei knappe Niederlagen gegen Spitzenteams

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Keine 48 Stunden nach der 2:3-Heimniederlage gegen Mannheim hat es die Nürnberg Ice Tigers mit demselben Ergebnis auch in Hamburg erwischt. Die Standortbestimmung gegen zwei Spitzenteams geriet nach dem erfolgreichen Saisonstart damit zur Nullnummer. Sieht man es positiv, bleiben Trainer Greg Poss noch einige Bereiche an denen man in naher Zukunft weiter intensiv arbeiten kann.

War es gegen die Adler vor allem die Chancenauswertung im ersten Drittel, die einem Erfolg im Wege stand, brachten die Ice Tigers Undiszipliniertheiten in Hamburg auf die Verliererstraße. Innerhalb von 50 Sekunden kassierten die Ice Tigers gleich zu Spielbeginn vier Strafzeiten und gerieten dadurch durch den Ex-Nürnberger Plachta frühzeitig in Rückstand.

Mit zunehmender Spieldauer befreiten sich Ice Tigers und kamen selbst zu einigen Aktionen. Und wie so oft in den vergangenen Spielen, funktionierte das Überzahlspiel. Gleich bei der ersten Gelegenheit mit einem Mann mehr auf dem Eis, gelang Fical im Nachschuss der Ausgleich. Den Freezers gelang jedoch fast im Gegenzug die erneute Führung als Reid und Johnson am schnellsten reagierten und die Nürnberger Hintermannschaft schlecht aussehen ließen - sicher zu diesem Zeitpunkt kurz vor Drittelende, ein Treffer zu ungünstigstem Zeitpunkt.

Auch der zweite Spielabschnitt begann schlecht für die Franken. Eine Strafzeit von Kapitän Martinec nutzte Plachta zu seinem zweiten Treffer. Dabei profitierte der Pole von einem Abpraller von Keeper Svoboda. Im weiteren Verlauf kamen beide Teams zu wenig gefährlichen Aktionen, man neutralisierte sich im Mittelabschnitt - eigentlich nicht das Spiel der Ice Tigers, aber die Hamburger staffelten sich geschickt.

Ähnlich wie im Mannheim Spiel, als man ebenfalls mit einem 1:3-Rückstand in den Schlussabschnitt ging, versuchten die Ice Tigers jetzt noch einmal alles. Man deckte Freezers-Keeper Rousson insgesamt mit 18 Schüssen ein, aber es gelang nur eine Resultatsverbesserung durch Trepaniers platzierten Schuss ins obere Eck. Den Freezers-Fans lag nur einmal der Torschrei auf den Lippen, als Brandon Reid einen Penalty mit der Rückhand vergab. Aber auch das letzte Aufbäumen, mit einem weiteren Feldspieler für Svoboda, brachte - wie am Freitag - nichts mehr ein, so dass die Poss-Truppe zum ersten Mal in der noch jungen Saison mit leeren Händen dasteht.

Sicher kein Beinbruch für die jüngste Mannschaft der Liga, sondern eher eine wichtige Lehrstunde für den weiteren Saisonverlauf. Man weiß nun, dass man leistungsmäßig an den Spitzenteams dran ist, aber noch ein Quäntchen Konzentration und Intensität fehlt, um auch gegen die Topteams der Liga zu punkten. Vor allem muss man weiter daran arbeiten, Fehler und Schwächen in der eigenen Zone zu minimieren, seine Chancen besser auszunutzen und über die gesamten 60 Minuten konstant zu agieren.


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