Zwei Gästesiege zum Auftakt der ersten Play-off-RundeSiege für Berlin und Nürnberg

Die Eisbären Berlin. (Foto: dpa/picture alliance)Die Eisbären Berlin. (Foto: dpa/picture alliance)
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In Straubing war es ein erstes Drittel, das zwar intensiv geführt wurde, jedoch keine Tore sah. Dabei war es typisches Eishockeyspiel zwischen zwei Teams auf Augenhöhe, denn das Drittel verlief in Phasen und schwappte hin und her. Hierbei hatten die Gäste mehr Pech, denn immer wenn sie eine gute Phase hatten, wurde das Spiel unterbrochen. Sei es durchs Powerbreak, sei es durch Strafe oder sei es durch die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt war es zunächst ähnlich. Doch dann gelang den Tigers nach einem Konter das Führungstor. Der Ex-Berliner Sven Ziegler zog ab und Vladislav Filin verwertete den Rebound. Wenig später ging es hoch her. Louis-Marc Aubry ging Straubings Goalie an. Zu heftig für den Geschmack der Verteidiger, sodass daraus gleich mehrere Keilereien entstanden. Am Ende kamen trotzdem einige Spieler ohne Strafe davon, was wohl dem allgemeinen und unübersichtlichen Tumult geschuldet war. Nun war viel Unordnung auf dem Eis, was die Gäste zum Ausgleich durch Martin Buchwieser nutzten. Dies bedeutete auch den Stand zur zweiten Pause.

Doppelter Ortega wird Matchwinner

Kaum hatte das dritte Drittel begonnen, schon fälschte Berlins Bester, Austin Ortega, die Scheibe nach einem Schuss von Micki DuPont zur ersten Eisbären-Führung ins Netz ab. Abfälschen können auch die Niederbayern. Bei ihnen war es Antoine Laganière, der den Schuss von Steven Seigo die entscheidende Richtungsänderung gab. Einen Aufreger gab es rund fünf Minuten vor Drittelende, als Jonas Müller Vladislav Filin heftig im die Bande checkte. Für Filin war die Partie beendet und ob er am Freitag eingesetzt werden kann, muss sich erst zeigen. Ob es bei der kleinen Strafe für Müller bleibt, liegt jetzt in der Verantwortung von Tino Boos, denn in den Play-offs bedarf es nicht mehr eine großen Strafe auf dem Eis, damit der Disziplinarausschuss tätig werden kann.

Die Entscheidung fiel in der ersten Verlängerung. Zunächst schwappte es, wie inzwischen gewohnt, hin und her. Inzwischen war bei Straubing auch Kael Mouillierat nicht mehr mit dabei. Seine Position übernahm Jared Aulin. Genau diese neu gemischte Reihe war auf dem Eis, als ein Pass hinter dem gegnerischen Tor zu einem Berliner Konter wurde. Austin Ortega läuft mit viel Platz auf und davon, spielt mit Übersicht einen Doppelpass mit Brendan Ranford und vollstreckt dann mit seinem zweiten Treffer im Spiel.

Freddy Eriksson im Kurzinterview

Straubings schwedischer Verteidiger Freddy Eriksson meinte nach der Partie: „Es war wie erwartet – eng, es war ein Play-off-Spiel. Es ist natürlich hart, das erste Spiel zu Hause zu verlieren, aber es ist noch nicht vorbei.“ Chancenlos sah er seine Tigers natürlich nicht und meinte: „Es hätte in beide Richtungen ausgehen können, beide Teams hatten ihre Chancen. Einer muss gewinnen und das waren heute die Berliner. Aber es war ein 50:50-Spiel.“ Am Freitag muss man einfach genau da weitermachen: „Wir müssen unser Spiel spielen. Gut in der Defensive und vielleicht etwas besser unsere Chancen nutzen. Wir müssen keine neuen Sachen versuchen.“ Die Enttäuschung ist greifbar, wird aber wohl nicht lange anhalten: „Es ist nach einer Niederlage immer so, dass man down ist. Wir sind nicht glücklich. Jetzt geht es nach Hause, eine Nacht drüber schlafen und morgen ist ein neuer Tag.“

Tore: 1:0 (23:25) Vladislav Filin (Sven Ziegler, T.J. Mulock), 1:1 (29:08) Martin Buchwieser (André Rankel, Jamie MacQueen), 1:2 (40:42) Austin Ortega (Micki DuPont, Marcel Noebels), 2:2 (46:23) Antoine Laganière (Steven Seigo, Fredrik Eriksson), 2:3 (70:31) Austin Ortega (Brendan Ranford).

Schiedsrichter: Jamie Koharski, Gordon Schukies; Linienrichter: Kilian Hinterdobler, Andreas Hofer.

Strafminuten: 16:20 (4:4, 10:12, 0:4, 2:0).

Zuschauer: 4946.

Auch Nürnberg siegt auswärts

Im zweiten Spiel gewannen die Thomas Sabo Ice Tigers 3:1 (2:0, 1:1, 0:0) bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven. Früh brachte Chris Brown die Gäste in Front. Bei doppelter Überzahl baute Patrick Reimer diese Führung noch im ersten Drittel aus. Tim Bender legte im Mitteldrittel nach ehe Chad Nehring den Anschlusstreffer machte und damit schon in der 36. Minute das Endergebnis herstellte.

In der hitzigen Partie hagelte es reihenweise Strafen. Am Ende waren es 31 Minuten für Bremerhaven, plus 10 für Nehring, plus Spieldauerstrafe für Jensen. Nürnberg sammelte 34 Minuten, plus 10 für Lalonde.

Somit stehen die Straubing Tigers und die Fischtown Pinguins Bremerhaven am Freitag mit dem Rücken an der Wand und müssen unbedingt gewinnen.


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