Zwei Fäuste + vier Tore = drei PunkteIntensives Spiel gegen die Adler geht an München

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Sonntag, 13. September 2015, 16.30 Uhr. Zu dieser Zeit startete auch für die Red Bulls München das erste Heimspiel der Saison 2015/16 gegen die Adler Mannheim.

In der vergangenen Saison war es das Topspiel der DEL. Für einen Spieler im Münchner Kader sollte dieses Spiel ein ganz besonderes werden: Frank Mauer. Der 26-jährige Heidelberger spielte in den vergangenen sechs Spielzeiten für die Adler. In der letzten Saison wurde er mit Mannheim gar Deutscher Meister. Seit dem 27. April steht Mauer bei den Red Bulls unter Vertrag. Nun traf er auf seine ehemaligen Mannschaftskameraden, die heuer mit dem neuen Coach Greg Ireland unterwegs sind. In einer heiß umkämpften Begegnung bezwangen die Red Bulls die Adler Mannheim mit 4:2 (2:0, 0:1, 2:1) vor 4850 Zuschauern.

Doch auch im ersten DEL-Spiel musste sich Frank Mauer erneut nur mit der dritten Sturmreihe zufrieden geben.  Auch das zeigt erneut, wie ausgewogen das Münchner Team aufgestellt ist, wenn solch ein hochklassiger Akteur in der dritten Reihe eingesetzt wird.

Von Anfang an war die Partie ein offener Schlagabtausch, in dem das körperliche Spiel zum Teil mehr im Vordergrund stand als das taktische Spiel. Für den ersten Punch sorgten die Gastgeber mit einem Schuss wie ein Strich von Kapitän Michael Wolf. Von Frank Mauer war über weite Strecken nicht übermäßig viel zu sehen. Offenbar wollte er gleich im ersten Aufeinandertreffen mit seinem ehemaligen Team ein bisschen zu viel und wirkte teils ein wenig verkrampft. Richtig enthemmt wirkten gegen Mitte des ersten Drittels dann Steve Pinizzotto und Denis Reul, die das Eis zwischenzeitlich als Boxring nutzten. „Wenn sich zwei große Jungs hauen wollen, dann sollen sie das tun. Auch wenn es keine schöne Aktion war, hat es uns heute den nötigen Push gegeben“, so Kapitän Michael Wolf zum Faustkampf zwischen Pinizzotto und Reul. Das Schiedsrichtergespann hatte alle Mühe die beiden Streithähne zu trennen. Eishockey wurde natürlich auch noch gespielt. Für das zweite Tor der Red Bulls sorgte Jason Jaffray.

Trotz vieler unschöner Aktionen blieb es ein flüssiges und hochklassiges Eishockeyspiel. Nachdem Toni Söderholm die alte Zwei-Tore-Führung wiedergestellt hatte, hielt Mannheims Glen Metropolit mit seinem zweiten Tor die Gäste weiterhin im Spiel. Doch diese beiden Tore waren heute nicht genug, denn zwei Minuten vor Spielende sorgte erneut Kapitän Michael Wolf mit einem Empty-Net-Goal für die endgültige Entscheidung in einer bis in die Haarspitzen spannenden Begegnung.  „München hat heute sehr stark gespielt. Vor allem im ersten Drittel hatten wir Probleme, in die Partie zu kommen, was uns heute sicherlich den Sieg gekostet hat“, so Adler-Coach Greg Ireland.

Tore: 1:0 Michael Wolf, 2:0 Jason Jaffray, 2:1 Glen Metropolit, 3:1 Toni Söderholm, 3:2 Glen Metropolit, 4:2 Michael Wolf (ENG). Strafen: München 60, Mannheim 30.