Zwei Burschen für ein Halleluja

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Da waren Sie wieder - diese zwei Wirbelwinde, von denen sie schon vor einem Jahr so geärgert wurden. Wie begossene Pudel schlichen die Spieler der Eisbären Berlin damals in die Kabine. Ungläubig schüttelten Sven Felski, Stefan Ustorf und Co. immer wieder den Kopf, nachdem sie aus den Play-offs ausgeschieden waren, weil sie vor allem Tyler Beechey und Connor James nicht in den Griff bekommen hatten. Damals spielten Beechey und James noch für die Augsburger Panther und gewannen die Viertelfinal-Serie gegen Berlin mit 1:2, 2:1, 5:3, 3:5 und 6:2. Nur zwölf Monate später können die beiden nun mit der Düsseldorfer EG zum erneuten Albtraum für das Team von Trainer Don Jackson werden.

 „Der Sieg im entscheidenden fünften Spiel war unglaublich. Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke. So viele Fans hatten uns in die Hauptstadt begleitet und es war ein unbeschreibliches Gefühl, mit ihnen zu feiern", sagt Connor James und erinnert sich mit funkelnden Augen an das 6:2 vom 7. April 2010. Angriffspartner Tyler Beechey gelang an diesem denkwürdigen Abend ein Tor. "Wir konnten es zunächst selbst nicht glauben, dass wir die Berliner geschlagen hatten, denn schließlich waren die ja mit 25 Punkten Vorsprung souveräner Hauptrundensieger geworden", sagt Tyler Beechey.

Zwischen den Eisbären und der DEG lag damals sogar eine Differenz von 33 Zählern. In dieser Saison sind es nach 52 Spielen lediglich deren drei gewesen. Diesmal allerdings zu Gunsten der Düsseldorfer, was Beechey und James optimistisch ins Halbfinale gehen lässt, auch wenn sie dem Gegner Respekt zollen. „Die Berliner sind sehr diszipliniert, haben gute Stürmer und eine ausgezeichnete Abwehr. Allerdings plagen die älteren Spieler auch immer mal wieder ein paar Verletzungsprobleme“, analysiert Beechey.

Beim 29-Jährigen sprießt der Play-off-Bart so üppig, dass jeder Regisseur eines Steinzeitfilms in Beechey derzeit die ideale Besetzung für eine Rolle sehen würde. Die aber möchte der Mann aus Edmonton lieber für die DEG gegen Berlin spielen und das natürlich wie im Vorjahr neben seinem Kumpel aus Calgary. Der sieht die Parallelen zwischen Augsburg 2010 und Düsseldorf 2011, mit denen die Eisbären zu bezwingen sind. „Wir hatten einen hervorragenden Torhüter, waren in allen Reihen gefährlich sowie bei Über- und Unterzahl stark. Da sind schon erstaunliche Ähnlichkeiten zur DEG zu erkennen“, sagt Connor James (28). Ähnlichkeiten, die aus Eisbären erneut begossene Pudel machen könnten.


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