Zuversicht ja – Euphorie neinDüsseldorfer EG

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Beim 5:2 gegen Iserlohn sangen die Fans am Freitag freudetrunken: „Ohne Gegner macht es keinen Spaß.“ Nach dem 2:0 in Krefeld skandierten sie: „Die Nummer eins am Rhein sind wir.“ Einer der wenigen Spieler im Kader, der die Situation durch seine langjährige Erfahrung seriös beurteilen kann, ist Daniel Kreutzer. Und der Kapitän warnt vor zu viel Euphorie.

 „Natürlich sind wir mit dem Stand der Dinge zufrieden. Auf der anderen Seite haben wir in der Vorbereitung aber auch kein echtes Top-Team zum Gegner. Iserlohn und Krefeld sind Klubs, die wir in der Tabelle hinter uns lassen können und das haben wir am Wochenende gezeigt.“

Seine vielen neuen Mitspieler muss der 32-Jährige allerdings nicht auf den Boden der Realität holen. Vielmehr versucht Kreutzer, die Erwartungshaltung im Umfeld zu dämpfen. „Unsere ausländischen Zugänge fragen mich schon nach der Qualität der Testspielgegner. Wir haben bereits einige Gespräche geführt, wo diese in der Liga einzuordnen sind.“

Es gilt das böse Erwachen zu verhindern, wenn sich die DEG dann in der Saison Berlin, Mannheim oder auch Nürnberg gegenüber sieht. Dennoch gibt jeder Sieg natürlich Selbstvertrauen. Daniel Kreutzer kann daher aktuell auch mehr Licht als Schatten erkennen. „Keiner der Neuen ist ein Fehleinkauf. Alle sind topfit und haben keine Angst, was für unser aggressives Spiel Grundtugenden sind. Je nach Situation müssen wir aber noch lernen, cleverer und ruhiger zu agieren.“

Bei seiner Angriffsreihe mit Andreas Martinsen und Michael Catenacci funktioniert das schon recht ordentlich. „Wir haben uns schnell gefunden und ergänzen uns gut.“ Für die Gegner könnte das Trio aufgrund seiner unterschiedlichen Physiognomie schwer zu greifen sein. Kreutzer ist robust, Martinsen ein Hüne und Catenacci ein kleiner Terrier. „Michael ist aber auch ein guter Bullyspieler und kann den Puck mit viel Übersicht verteilen, während Andreas schwer von der Scheibe zu trennen ist und durch seine Größe dem gegnerischen Torhüter die Sicht nimmt“, sagte Kreutzer. Zumindest ein wenig Zuversicht ist damit erlaubt.