Zum Punkten verdammt Wichtiger Erfolg für die Adler

Jubel in Mannheim. Die Adler feierten einen wichtigen Sieg gegen die Eisbären Berlin. (Foto: Imago)Jubel in Mannheim. Die Adler feierten einen wichtigen Sieg gegen die Eisbären Berlin. (Foto: Imago)
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Die Punkteverteilung in der Tabelle (Abstände auf die Plätze acht bis zehn  sowie die Erreichbarkeit von Platz sechs bis vier) und der Blick auf die Zwischenergebnisse der vor dem Fernsehspiel begonnenen Spiele hieß für die Adler Mannheim nur eines: Es muss ein Dreier gegen die Eisbären Berlin sein. Das setzten sie um: Die Gastgeber gewannen mit 3:2 (1:0, 2:2, 0:0).

13.600 Zuschauer, also ausverkauftes Haus, bildeten den würdigen Rahmen für ein fulminantes Eishockeyspiel, in dem die Adler im Auftaktdrittel so ihre Schwierigkeiten hatten, gegen in dieser Phase läuferisch und technisch bessere Berliner. Erst ein von den Schiedsrichtern ungeahndeter unkorrekter Check an Danny Richmond, der für ihn das Ende des Spiels bedeutete, brachte die Adler in Fahrt. Da die Schiedsrichter nicht reagierten, klärten das der wieder genesene Jamie Tardif auf Kosten einer 2+10-Strafe und der diesmal grandios aufspielende Glen Metropolit als „Blocker“ kanadisch. Danach waren auch die Adler im Spiel, es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Hohe Puckgeschwindigkeit mit schnellem und gutem Pressing und Gegenpressing auf beiden Seiten, daraus entstehende technische Fehler inklusive, die zu Kontern einluden. Manko der Eisbären zwischen der zehnten und 30. Minute: Sie wollten zu schnell zu viel und ließen es durch diese ungestüme Spielweise an der Konsequenz in der Defensive fehlen. So konnte sich Ryan MacMurchy im Eisbären-Drittel unbedrängt seine Schussposition wählen und Petri Vehanen mit einem seiner gefürchteten Handgelenksschüsse überwinden. Es wirkte fast, als ob die Eisbären es nicht fassen konnten, dass ein Adler sich in ihrem Drittel aufhält, Reaktionsstarre inklusive. Entsprechend dieses Schemas fielen auch die Tore zum 2:0 (22. Christopher Fischer) und 3:0 für die Adler (27. Glen Metropolit).

Die Adler setzten nicht nach und brachten damit Berlin wieder ins Spiel. Die Defensive der Adler versuchte forthin den Druck spielerisch zu lösen, will heißen, kein Rausarbeiten der Scheibe auf einfachem Weg, z.B. über die Bande, sondern lieber mit Klein-Klein im eigenen Drittel, durch versucht schnelle, aber risikoreiche und wenig raumgreifende Pässe in der eigenen und neutralen Zonen Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen, Puckbesitz, Ergebnis halten war hier die Überschrift. Eine Spielweise wie zu besten Kreis´schen Zeiten. Für diese Nummer sind die Eisbären aber zu gut. Die Adler können sich bei Dennis Endras im Adler-Tor und bei der Glücksgöttin Fortuna bedanken, dass den Berlinern nicht mehr als zwei Tore im Mittelabschnitt (31. Mark Olver, 39. Laurin Braun) gelang. Im Schlussabschnitt besannen sich die Adler nach und nach darauf, dass Angriff wohl die bessere Verteidigung ist, die Adler gestalteten das Spiel wieder ausgeglichener. Sie überstanden auch die hektische Schlussphase in den letzten zwei Minuten, die Berliner gönnten den Adlern zudem eine zusätzliche Ruhepause, indem sie nach einem Icing der Adler eine Auszeit nahmen. So endete dieses hochspannende Spiel mit einem wichtigen Dreier für die Adler, wichtig um die Position zu halten, für die Berliner änderte sich nichts, zumindest in Puncto Tabellenführung.

Der Rauch scheint aus der Adler-Kabine abgezogen zu sein, die mentale Stärke in engen Spielen (auch oder gerade wenn selbst verschuldet) nimmt sichtbar zu. Die Mannheimer bestätigten mit diesem Spiel endgültig ihre Tendenz nach oben.

Tore: 1:0 (18:03) Ryan MacMurchy (Christoph Ullmann, Jochen Hecht), 2:0 (21:19) Christopher Fischer (Christoph Ullmann, Steven Wagner), 3:0 (26:16) Glen Metropolit (Ronny Arendt, Jamie Tardif), 3:1 (30:34) Mark Olver (Michael DuPont), 3:2 (38:43) Laurin Braun (Constantin Braun, Jens Baxmann). Strafen: Mannheim 10 + 10 (Jamie Tardif), Berlin 10. Zuschauer: 13.600.