Ziel? Meisterschaft!Der DEL-Teamcheck - Heute: Adler Mannheim

Knaller-Neuzugang aus der NHL: Devin Setoguchi (vorne) kann einstecken. Foto:
picture alliance / AP ImagesKnaller-Neuzugang aus der NHL: Devin Setoguchi (vorne) kann einstecken. Foto: picture alliance / AP Images
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Am 8. September startet die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) in ihre 24. Saison. Wer muss um die Playoffs bangen? Schwenninger Wild Wings, Krefeld Pinguine, Iserlohn Roosters? Wer sind die Favoriten? Grizzlys Wolfsburg, Adler Mannheim, Kölner Haie, Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg? Oder starten die Eisbären Berlin wieder richtig durch? Die Jagd auf Meister EHC Red Bull München beginnt. Hockeyweb macht den großen Teamcheck, testet alle 14 Mannschaften auf Stärken und Schwächen.

Heute: Adler Mannheim

Zweite Chance für den Höhenflug — Adler setzen auf Altbewährtes

Wer wird Deutscher Meister? Diese Frage stellen sich Fans und Experten vor jeder Saison, egal in welcher Sportart. Im Eishockey gehören die Adler Mannheim jedes Jahr zum engsten Favoritenkreis. Das ist auch in der Saison 2017/18 nicht anders. Trainer Sean Simpson und Manager Teal Fowler schicken ein nahezu unverändertes Team ins Rennen. Das Ziel ist klar: Gewinn der Meisterschaft!


In der vergangenen Saison sah alles so gut aus. Mannheim überzeugte in der Hauptrunde und ging als Zweiter ins Play-off-Rennen. Dort warteten die Eisbären Berlin. Die Viertelfinalserie dauerte länger als gedacht und endete mit einer herben Enttäuschung. An den Gegentreffer von Charles Linglet in der Overtime in Spiel sieben erinnern sich die Adler noch sehr genau. Die Niederlage sei verarbeitet, beteuern die Verantwortlichen. Nun soll alles besser werden.

Hockeyweb-Mitarbeiter Michael Sender nimmt den Adler-Kader unter die Lupe.

Tor: Dauerbrenner Endras kriegt es mit Pickard zu tun

Stammgoalie Dennis Endras geht in seine sechste Saison bei den Quadratestädtern. Der 32-Jährige ist im besten Torhüteralter und ein Ausnahmekönner. Trainer Sean Simpson erwartet durchgängig herausragende Leistungen und scheut nicht davor ihn auf die Bank zu setzen. Als Ersatzmann wurde Chet Pickard von den Iserlohn Roosters verpflichtet. Durch seine Größe deckt der Deutsch-Kanadier einen Großteil des Tores ab. Wie zuvor der abgewanderte Drew MacIntyre soll nun Pickard Druck ausüben. Die Konkurrenzsituation machte Endras besonders in den Play-offs zu schaffen: In vier der sieben Viertelfinalspiele saß er auf der Bank.

Defensive: Nix Neues da hinten

Niki Goc, Mathieu Carle, Thomas Larkin, Denis Reul, Carlo Colaiacovo, Sinan Akdag und Aaron Johnson heißen die Verteidiger im Adler-Dress. So war es und so bleibt es. Warum auch nicht? Die Hintermannschaft wird eingespielt sein und sich nicht noch einmal lumpen lassen wollen. Colaiacovo ist mit 34 Jahren der älteste Spieler. Der Veteran (490 NHL-Spiele) ist einer der besten Offensiv-Verteidiger der Liga und zugleich Schlüsselspieler seines Teams. Die Talente Kevin Maginot (überwiegend bei den Kassel Huskies eingesetzt) und John Rogl (aus der Salzburger Nachwuchsakademie) ergänzen die Defensive. Nach den aussortierten Dominik Bittner (nach Schwenningen) und Daniel Richmond (Berlin) kräht kein Hahn.

Offensive: Knaller-Neuzugang Devin Setoguchi

183 Tore schossen die Kurpfälzer in der Hauptrunde 16/17 — nur München traf öfter (188 Tore). Es soll noch besser laufen. Dafür wurde mit Devin Setoguchi ein echter Knaller verpflichtet. Der 30jährige Kanadier ist 569-facher NHL-Spieler (286 Scorerpunkte). In der abgelaufenen Spielzeit war er noch 45 Mal für die Los Angeles Kings im Einsatz. Er ist eine Bereicherung für die Liga! Namen wie Plachta, MacMurchy, Kolarik, Wolf oder Adam hat jeder Eishockeyfan schon mal gehört. Wenn Marcel Gocs Knie mitmacht, ist Mannheims Offensive kaum zu bändigen. Der 23-jährige Perspektivspieler Phil Hungerecker (aus Kassel) soll an das DEL-Niveau herangeführt werden. Eine Lücke hinterlässt Ronny Arendt. Der nimmermüde Kämpfer macht als Fitnesscoach weiter, sein Einsatzwille auf dem Eis ist aber nicht zu ersetzen.

Fazit: Definitiv meistertauglich!

Was in Mannheim übers Eis flitzt, kann sich getrost sehen lassen. Rund 12,5 Millionen Euro Saisonetat sind eine hervorragende Basis. Dem Team eine zweite Chance zu geben kann sich auszahlen. Die Adler sind Titelanwärter und werden dies wieder zeigen. Die Niederlage in Spiel sieben im Viertelfinale gegen Berlin wird Sean Simpson und sein Team stärken. Der 57 Jahre alte Trainer weiß wie man Meisterschaften gewinnt. Mit Jochen Hecht und Colin Müller an der Bande weiß er das Ensemble zu dirigieren. Wer auf die Adler als Meister setzt, hat gute Karten am Ende der Saison mit einem vollen Geldbeutel nach Hause zu gehen. (Autor: Michael Sender) 


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DEL Hauptrunde

Donnerstag 02.02.2023
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
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Straubing Tigers Straubing
Freitag 03.02.2023
Eisbären Berlin Berlin
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EHC Red Bull München München
Augsburger Panther Augsburg
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Bietigheim Steelers Bietigheim
Iserlohn Roosters Iserlohn
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Düsseldorfer EG Düsseldorf
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
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ERC Ingolstadt Ingolstadt
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
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Kölner Haie Köln
Fischtown Pinguins Bremerhaven
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Löwen Frankfurt Frankfurt
Sonntag 05.02.2023
Eisbären Berlin Berlin
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Augsburger Panther Augsburg
Löwen Frankfurt Frankfurt
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Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
ERC Ingolstadt Ingolstadt
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Adler Mannheim Mannheim
EHC Red Bull München München
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Fischtown Pinguins Bremerhaven
Düsseldorfer EG Düsseldorf
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Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
Bietigheim Steelers Bietigheim
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Iserlohn Roosters Iserlohn
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