Zach will Pauels auf die Reise schicken

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Der Held des Abends blieb trotz seines Hattricks bescheiden. Eduard Lewandowski, Nationalstürmer in Reihen der Kölner Haie, blickte kurz nach dem 8:2 seines Teams in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) über die Nürnberg Ice Tigers bereits nach vorne. Drei Treffer hatte Lewandowski beigesteuert, sich weitere gute Chancen erspielt. "Wir dürfen jetzt nicht überheblich werden, weil wir hoch gewonnen haben. Am Dienstag kommt Frankfurt, da fangen wir wieder bei Null an. Die sind defensiv stark und haben sehr gute Einzelspieler." Lewandowski war nicht entgangen, dass die Nürnberger eine wenig überzeugende Partie geboten hatten, ihr Trainer Benoit Laporte warf seinem Team nach dem Spiel gar "mangelnden Respekt gegenüber einander und dem Trainer" vor.

Sein Kölner Kollege Hans Zach nutzte die Gelegenheit des hohen Sieges zur Mahnung: "Wir hatten nur sechs Ausländer am Start, waren aber hoch motiviert, zudem hatten wir endlich auch Glück." Zach forderte KEC-Sportdirektor Rodion Pauels auf, selbst nach Nordamerika zu fliegen und dort Spieler für die Haie zu suchen. "Wenn hier zwei Spieler auf den Markt kommen, sind gleich 50 Vereine interessiert. Wir brauchen noch Spieler, die körperlich robust sind, das müssen keine Techniker wie Ivan Ciernik sein."


Zachs vermeintlich unterbesetztes Team trifft heute auf die Frankfurt Lions (19.30 Uhr, Kölnarena). Auch die Mannschaft des ehemaligen Kölner Meistertrainers Rich Chernomaz hat noch keine konstante Form gefunden. Vor zwei Wochen trafen Köln und Frankfurt bereits aufeinander, Köln gewann damals 3:1 bei den "Löwen" und Chernomaz attestierte seinem Team, "wie 21 Gummihühner" gespielt zu haben. Die Lions werden heute Abend bemüht sein, diesen Eindruck zu korrigieren, während Köln nach drei Siegen und drei Niederlagen zum Saisonstart endlich Tritt fassen möchte.

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