Wolfsburg stoppt Berlins Weg aus der KriseWolfsburg - Berlin 8:0

Machte den Unterschied - Berlins Torwart Rob Zepp - Foto: www.stock4press.deMachte den Unterschied - Berlins Torwart Rob Zepp - Foto: www.stock4press.de
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Es sieht nach keiner entspannten Ligapause wegen des Deutschland-Cups für die Eisbären Berlin und Chefcoach Jeff Tomlinson aus. Mit der historisch anmutenden 0:8-Niederlage bei den Grizzly Adams Wolfsburg ist der Weg aus der Krise, mit zuletzt drei Siegen in Folge, jäh gestoppt worden. 

Die fast 1000 Berliner Fans, die schon fast traditionell zum geografisch nahen DEL-Standort in der Autostadt gereist sind, paarten die Niederlage eher mit Galgenhumor. Als die Mannschaft nach Spielende noch einmal in die Fankurve fuhr, mutete dies schon fast bizarr an. 

Ihre Fans waren wohl auch der einzig positive Eindruck, den die Eisbären bei ihrem Gastspiel hinterließen:

Die Grizzlys legten im ersten Drittel furios los. Nach zwei überstandenen Unterzahl-Situationen, in denen Berlin eher harmlos agierte, schossen die Wolfsburger innerhalb von gut drei Minuten eine 3:0-Führung heraus. Den Anfang machte Norm Milley, der eine klasse Vorlage von Tyler Haskins verwerten konnte (11.). Kurz darauf hieß es zum ersten Mal Powerplay Grizzlys, welches sofort den zweiten Treffer brachte. Jeff Likens zog ab, Tyler Haskins hielt die Kelle hin - 2:0 EHC (13.). Den Traumstart perfekt machte Armin Wurm mit seinem ersten Saisontor, nachdem er in den Torwinkel getroffen hatte (14.).


Nach dem dritten Gegentor war für Eisbären-Torhüter Rob Zepp der Arbeitstag beendet. Sebastian Elwing rückte zwischen die Pfosten. Saisonpremiere für für den Berliner Back-up-

Weiter Vollgas

Berlins Trainer Jeff Tomlinson schien in der Drittelpause nicht die passenden Worte gefunden zu haben. Wolfsburg legte kurz nach Wiederbeginn sofort nach. Chad Bassen markierte nach feinem Solo das 4:0 (22.). Nur wenige Sekunden später sorgte der an diesem Tag sehr agile Brent Aubin für den fünften Grizzly-Treffer (24.).

Danach entluden sich die Emotionen etwas, was einige Strafzeiten nach sich zog. Letztlich in Überzahl agierend, schloss Sebastian Furchner nach einem Hintertor-Pass von Brent Aubin zum 6:0 ab (38.).
Der Schlussabschnitt verlief auf dem Eis zunächst ruhiger. Auf den Rängen feierten die Wolfsburger Fans jedoch ihre Mannschaft, die Eisbären-Anhänger sich selbst. Hinein in die tolle Eishockey-Atmosphäre erzielte Marco Rosa im Powerplay das 7:0 (52.). Gerrit Fauser legte schließlich noch den Treffer zum 8:0-Endstand nach und besiegelte den höchsten Heimsieg in der laufenden Saison. Torhüter Sebastian Vogl konnte sich zudem über einen Shutout freuen - ein absoluter gelungener Tag aus Sicht der Grizzly Adams.

Trainerstimmen

Jeff Tomlinson (Berlin): "Es ist schwer, über so ein Spiel zu reden. Wolfsburg war heute sehr gut, hat sehr aggressiv gespielt. Das Beste auf unserer Seite waren heute unsere Fans. Bedanken möchte ich mich auch bei Pavel für diese Klatsche, die hoffentlich ein Weckruf für uns sein wird."

Pavel Gross (Wolfsburg): "Wir müssen auf dem Boden bleiben. Wir wissen selber wie es ist, so eine hohe Niederlage hinnehmen zu müssen. Wir haben heute unsere Chancen effektiv genutzt, das war auch schon in Augsburg der Fall. Ein Kompliment möchte auch ich gerade unseren, aber auch den Berliner Fans aussprechen, die hier für tolle Stimmung gesorgt haben."

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