Wolfsburg siegt im Penaltyschießen gegen Krefeld

Grizzlies stärker als EisbärenGrizzlies stärker als Eisbären
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Durch ein Wechselbad der Gefühle mussten die Wolfsburger Fans am Freitagabend beim 5:4 (2:0/0:3/2:1) Sieg nach Penaltyschießen der Grizzly Adams gegen die Krefeld Pinguine gehen. Zunächst sah der EHC wie der sichere Sieger aus, dann die Pinguine. Erst 13 Sekunden vor dem Ende glich Todd Simon zum 4:4 aus, den entscheidenden Penalty verwandelte Rainer Suchan.



Deutlich mit 2:0 führte das Skoda-Team nach dem ersten Drittel. Als Marek Mastic bei einer angezeigten Strafe sein Tor zugunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte und KEV-Goalie Müller Ivan Cierniks Schuss nur abprallen lassen konnte, verwandelte Christoph Paepke den Nachschuss zum 1:0 (17.). Zweieinhalb Minuten später bediente erneut der wiederum starke Ciernik seinen Partner Jan Zurek mustergültig, dieser tanzte mit einer sehenswerten Aktion auch noch Müller aus und schob zum 2:0 ein (19.). Verdient ging es mit dieser Führung in die erste Pause.



Im Mitteldrittel brachte der EHC den KEV mit zwei dicken Abwehrfehlern wieder ins Spiel zurück. Zunächst schlenzte Ivo Jan völlig allein gelassen die Scheibe zum 1:2 unter die Latte (27.), ganze neun Sekunden später nahm Vadim Slivchenko einen Fehlpass dankend auf und glich zum 2:2 aus. Mit einem Break in Unterzahl hätte Paepke seine Farben wieder in Führung bringen können, doch er schoss über das Tor (36.). Stattdessen nutzte Scott King die dritte Krefelder Chance in diesem Drittel zum dritten Tor (39.) und stellte das Spiel damit völlig auf den Kopf.



Bitter wurde es für das Skoda-Team zu Beginn des letzten Abschnitts. Als Xavier Delisle zwei fragwürdige Strafminuten wegen Spielverzögerung erhielt, reklamierte Ciernik auf der Strafbank so vehement, dass er dafür seine zweite Disziplinarstrafe erhielt und damit automatisch für das Spiel am Sonntag gegen Nürnberg gesperrt ist. Doch auch ohne seinen Topscorer ist der Aufsteiger in der Lage, fast aussichtslose Spiele noch zu drehen. Nachdem Adrian Grygiel sogar noch auf 4:2 für den KEV erhöhte (49.), war die Begegnung praktisch schon entschieden. Doch mit einer unglaublichen Energieleistung kämpfte sich der EHC zurück ins Spiel. Zunächst verkürzte Todd Simon mit einem Gewaltschuss (49.), dann verwandelte er 13 Sekunden vor dem Ende mit seinem Ausgleich den Eispalast in ein Tollhaus. Im Penaltyschiessen parierte Mastic die Versuche von Jan, Brule, Selivanov und Guillet, nur King traf. Beim EHC traf zunächst Delisle, dann kullerte die Scheibe bei Suchans Penalty zum Sieg der Grizzlys über die Linie.



Gänsehautstimmung auch nach der Ehrenrunde, als die zahlreichen EHC-Fans minutenlang mit den Cracks "Wir wollen alle, eine neue Halle !" skandierten. Mit den seit Wochen gezeigten Leistungen liefern die Grizzly Adams die besten Argumente dafür.

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