Wolfsburg schießt sich an die Spitze – Nürnberg verpasst DoppelsiegHartnäckigkeit wird belohnt

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„Irgendwann müssen wir ja treffen“, erklärte Björn Krupp in der zweiten Drittelpause. Und siehe da, seine Prophezeiung sollte sich bewahrheiten. Anderthalb Drittel hatten die Franken nach Patrick Reimers Tor (12.) geführt – bis Alexander Weiß (43.) und Sebastian Furchner (54.) Ice-Tigers-Goalie Andreas Jenike überwinden konnten und somit den Gästen einen Strich durch die Rechnung machten. Nichts wurde es mit dem ersten Nürnberger Doppelsieg dieser Spielzeit. Stattdessen marschierten die Wolfsburger als Spitzenreiter in die Kabine.

Heimsiege sind schön

Köln und München hatten ihre Heimpartien am Sonntag verloren, so dass die Grizzlys die Top-Position einnahmen. „Das ist eine schöne Momentaufnahme“, findet Furchner, „mehr aber nicht.“ Schließlich spiele der 34-Jährige lange genug in der DEL, um zu wissen, dass diese Platzierung nach zwölf Punktspielen nicht viel bedeutet. Den Grizzlys-Fans lag dieser Heimerfolg aber sehr am Herzen. Nur zwei hatten sie in dieser Saison vor dem jüngsten Triumph erlebt. Ein Problem, das auch die Franken kennen.

Der Nürnberger Marius Möchel gesteht: „Die letzten Heimspiele waren nicht so glücklich für uns.“ Daher sei der Erfolg gegen Schwenningen vergangenen Freitag sehr wichtig gewesen, erklärt Cheftrainer Rob Wilson. 5:2 bezwangen die Ice Tigers die Wild Wings vor 4.128 Zuschauern, die dementsprechend jubelten. Auch Jochen Reimer freute sich über den zweiten Heimdreier dieser Spielzeit – über die beiden späten Gegentreffer, die dem Ice-Tigers-Keeper den dritten Saison-Shutout vermasselten, allerdings weniger. Vor allem Jake Hansens Überzahltor (44.) ärgerte ihn. Bis dahin hatten die Franken nämlich ein leichtes Spiel mit den Schwarzwäldern, die schon am Dienstag in München ran mussten und dementsprechend abgekämpft wirkten. Das nutzten die Gastgeber aus. Und so gingen die Ice Tigers, wie bereits gegen Mannheim, mit fünf Treffern vom heimischen Eis. Diesmal jedoch als Gewinner.

Nürnberger Wochenend-Fazit

Sieg vor Heimpublikum, Pleite auswärts. Eine unbekannte Situation für die Nürnberger, die bislang ihre Punkte vorwiegend in fremden Hallen sammelten. Folgt jetzt die Wende? Nun, wer die Duelle zwischen den Ice Tigers und Grizzlys regelmäßig verfolgt hat, weiß, dass vor allem die Partien in Wolfsburg nicht überbewertet werden sollten. Daher bleibt das kommende Wochenende abzuwarten. Sicher ist: Am Freitag wird gefeiert. Denn gegen Iserlohn steht die alljährliche „Red Party“ an. Doch mit einem Sieg in den feuerroten Trikots tanzt und trinkt es sich natürlich besser.

So spielten die Ice Tigers am Wochenende:

Wolfsburg – Nürnberg 2:1 (0:1; 0:0; 2:0)

Tore: 1:0 (12.) Patrick Reimer, 1:1 (43.) Alexander Weiß, 1:2 (54.) Sebastian Furchner

Strafen: Wolfsburg 12, Nürnberg 12

Schiedsrichter: Markus Krawinkel, Gordon Schukies

Zuschauer: 2.061

Nürnberg – Schwenningen 5:2 (1:0; 4:0; 0:2)

Tore: 1:0 (8.) Steven Reinprecht (PP1), 2:0 (21.) Colten Teubert (SH), 3:0 (22.) Philippe Dupuis, 4:0 (28.) Leo Pföderl (PP1), 5:0 (40.) Andrew Kozek (PP1), 5:1 (44.) Jake Hansen (PP1), 5:2 (58.) Jerome Samson

Strafen: Nürnberg 8, Schwenningen 12

Schiedsrichter: Roland Aumüller, Markus Brill

Zuschauer: 4.128