Wolfsburg, Nürnberg und Berlin erreichen das HalbfinaleDEL kompakt

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Kölner Haie – Grizzlys Wolfsburg  0:1 (0:0, 0:1, 0:0)

Die Gäste aus Wolfsburg verpassten bereits zwei Matchbälle. Sollten die Haie nach dem 1:3 in der Serie mit 4:3 weiterkommen, wären sie erst das zweite DEL-Team, welches dieses Kunststück schaffen würde. Wolfsburg kam gut in die Partie, doch die besseren Torchancen hatten die Gastgeber. Nach dem ersten Drittel im Showdown stand es 0:0. In der 28. Minute war es dann soweit. Wolfsburg traf aus dem Nichts. Tyson Mulock schnappte sich die Scheibe von der Bande hinter dem Goalie, fuhr kurz nach links und schob den Puck dann mit Hilfe des Schlägers von Gustaf Wesslau hinter die Linie. Und die Wolfsburger wollten diese knappe Führung auch nicht mehr aus der Hand geben. So fielen im zweiten Spielabschnitt keine weiteren Tore. Köln kam zwar im Mittelteil mit ganz viel Druck aus der Kabine, scheiterte aber mehrfach. Es ging in das letzte Drittel. Doch auch hier konnte sich das Team von Trainer Pavel Gross über die Zeit retten. Die Gäste waren 40 Minuten lang das passivere Team in Köln, dennoch erzielten sie den entscheidenden Treffer und lösten somit ihr Ticket fürs Halbfinale.

Thomas Sabo Ice Tigers – Augsburger Panther 5:3 (1:1, 2:0, 2:2)

Den ersten Matchball in der eigenen Halle konnten die Augsburger am Sonntag nicht verwerten. In der neunten Spielminute nutzen die Gäste in Form von David Stieler ihre Chance. Doch noch in derselben Minute schlug Nürnberg sofort zurück. Der Doppeltorschütze von Sonntag, Yasin Ehliz, wurde im ersten Versuch noch geblockt, hämmerte aber sofort erneut drauf. Mit Erfolg. So war nach dem ersten Drittel wieder alles offen. Jesse Blacker nutze in der 34. Minute dann seine Chance. Rob Schremp zog von links außen flach ab und der Puck flog von Meisners Schoner in den Slot. Blacker war zur rechten Zeit am rechten Ort und traf. Nur zwei Minuten später erhöhte Patrick Reimer auf 3:1. Nach dem Doppelschlag der Gastgeber ging es in die Drittelpause. Und es ging direkt weiter mit den Toren. Das Schlussdrittel hatte gerade begonnen, da machte Marco Pfleger das 4:1. Augsburg kämpfte weiter – mit Erfolg. Nach einem feinen Querpass kam Justin Shugg in der 50. Minute an den Puck. Nur 50 Sekunden später schlug Augsburg erneut zu. Thomas Holzmann fälsche einen Schuss von der „Blauen“ ab – 4:3. Inzwischen waren die Nürnberger wieder am Zug. Marius Möchel stellte den Zwei-Tore-Vorsprung für die Gastgeber wieder her. Nach einem wilden Gestochere vor Ben Meisner war die Scheibe wieder frei,  Möchel haute die Scheibe über den Innenpfosten in das Tor.

Adler Mannheim – Eisbären Berlin 1:2 (0:0, 0:0, 1:1, 0:1) n.V.0

Dank des Sieges am Sonntag gingen die Gäste hochmotiviert in die heutige Partie. Die Mannheimer hingegen mussten die Niederlage erst einmal verkraften. Das erste Drittel war gespielt, beide Mannschaften hatten gute Chancen, machten jedoch keine Tore. Dennoch war es ein sehr unterhaltsames Drittel, bei dem der Gastgeber spielbestimmend auftrat. Doch auch im zweiten Drittel wartete man vergebens auf die Tore und die damit verbundene Entscheidung. Mannheim verpasste es, in einer guten Phase zur Mitte des Drittels das Tor zu schießen. Kaum hatte das Schlussdrittel angefangen, machte Marcus Kink in der 42. Minute das 1:0 für die Adler. Aber die Eisbären gaben nicht auf. Tallackson hatte einen Pass von DuPont von der blauen Linie mit dem Körper über Drew Macintyre ins Tor gelenkt – 1:1. Das Schlussdrittel war beendet und alles wieder offen, so ging es in die Overtime in dem Eishockeykrimi. In der neutralen Zone verloren die Adler den Puck, Berlin schaltete schnell und schickte Charles Linglet mit einem Super-Pass frei durch. Der Kanadier ließ sich die Chance nicht nehmen und zielte den Puck in der 70. Minute in die rechte obere Ecke. Ende. Am Sonntag dauerte die Partie noch 101 Minuten, heute „nur“ 70.