Wolfsburg im Konzert der GroßenDie Gegner der Grizzly Adams

Team Canada als elffacher Sieger ist erneut einer der Favoriten beim Spengler-Cup. Im vergangenen Jahr verloren Brett McLean (Mitte) und Co. im Finale gegen St. Petersburg. (Foto: swiss-image.ch / Andy Mettler / Spengler Cup)Team Canada als elffacher Sieger ist erneut einer der Favoriten beim Spengler-Cup. Im vergangenen Jahr verloren Brett McLean (Mitte) und Co. im Finale gegen St. Petersburg. (Foto: swiss-image.ch / Andy Mettler / Spengler Cup)
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Wenn die Grizzly Adams Wolfsburg in der Zeit „zwischen den Jahren“ am Spengler-Cup in Davos (26. bis 31. Dezember) teilnehmen, treffen sie bereits in den Gruppenspielen auf ein Großkaliber. Denn immerhin spielt die lettische Mannschaft Dinamo Riga in der KHL. Und seit Gründung der Kontinentalen Hockey-Liga im Jahr 2008 ging der Cup immer an den Teilnehmer aus der in Russland basierten Liga.

Nach Dynamo Moskau (2008), Dinamo Minsk (2009) und SKA Sankt Petersburg (2010) versuchen die Letten nun diese Serie fortzusetzen. In der KHL nehmen sie derzeit immerhin einen Mittelfeldplatz ein. In der Bobrov-Division steht Riga auf Rang drei von sechs Teams und in der West-Conference auf Rang sieben von elf. Mindestens der Trainer wird wissen, worauf es in der Schweiz ankommt, denn der Finne Pekka Rautakallio hat über viele Jahre Rapperswil-Jona, Bern, Ambri-Piotta und Zürich in der NLA gecoacht. Wenn es insgesamt in der KHL auch nur zu einem Mittelfeldplatz reicht, steht mit dem Kanadier Christopher Holt allerdings einer der besten Goalies im Team. Seine Fangquote liegt derzeit bei 91,6 Prozent. Lettlands Superstars Sandis Ozolins gehört nach 875 Spielen in der NHL und mit nun 39 Jahren ebenfalls zum Dinamo-Team. Insgesamt stehen 13 lettische Nationalspieler im Kader von Riga.

Der andere Wolfsburger Gegner sind die Kloten Flyers, die bislang eine der insgesamt vier möglichen Verstärkungen für das Turnier (drei Feldspieler und ein Torhüter) bekannt gegeben haben. Der Tabellenvierte der Schweizer Nationalliga A bietet zum üblichen Kader auch Alain Birbaum auf. Der schweizerische Verteidiger spielt ebenfalls in der NLA für den HC Fribourg-Gottéron. Zwei Spieler des fünffachen Meisters stehen in der Scorerwertung der Liga weit vorne. Der 32-jährige Finne Tommi Santala hat NHL-Erfahrung bei Atlanta und Vancouver gesammelt, spielt nun aber schon seit 2008 für Kloten. Mit sieben Toren und 26 Vorlagen ist steht er derzeit auf Rang fünf der NLA-Scorerwertung. Direkt hinter ihm kommt mit Micki DuPont ein ehemaliger Berliner. Auch er glänzt durch Vorlagen: Seine aktuellen Werte nach 34 Spielen: vier Tore und 28 Vorlagen. Die gefährlichsten Torjäger sind Viktor Stancescu. Der Schweizer Nationalspieler hat bislang 14 Mal getroffen; Michael Liniger hat zwölfmal jubeln können.

Wann Wolfsburg gegen wen spielt, ist noch nicht klar. Am 27. Dezember treffen die Grizzly Adams um 15 Uhr auf den Verlierer der Begegnung zwischen Riga und Kloten, einen Tag später zur gleichen Uhrzeit auf den Sieger. Da lohnt es sich Eurosport 2 einzuschalten. Der Sender berichtet ausführlich und live vom Spengler-Cup.

In der anderen Gruppe spielen neben dem HC Vitkovice aus der tschechischen Extraliga mit Gastgeber HC Davos (14 Erfolge) und dem Team Canada (11 Erfolge) auch die beiden Rekordsieger des Spengler-Cups. Bei den Tschechen sind Jiri Burger (12 Tore, 22 Vorlagen) und Jan Kana (13 Tore, 12 Vorlagen) die gefährlichsten Angreifer. Kurios: Mit dem 17-jährigen Nathan Walker gehört ein Australier zum Kader von Vitkovice, der allerdings schon seit seinem 13. Lebensjahr im Elite-Nachwuchs des Vereins spielt.

Mit 17 Toren und 13 Vorlagen ist der Tscheche Petr Sykora – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Spieler der New Jersey Devils – der Torpscorer des Gastgebers aus Davos. Der HCD hat zudem all seine vier Verstärktungen beisammen. Neben Goalie Reto Berra (EHC Biel) laufen auch der Topscorer der Red Bulls Salzburg Robbie Earl, der tschechische Stürmer Pavel Brendl und der finnische Verteidiger Janne Niinimaa (beide SC Rapperswil-Jona) für den Gastgeber auf.

Derweil gab es im Team Canada, das fast ausschließlich aus in der Schweiz aktiven Kanadiern besteht, eine Veränderung. Torhüter Nolan Schaefer (HC Ambri-Piotta) wird nun doch nicht mit dem Ahornblatt auf der Brust spielen; für ihn rückt Marty Turco nach. Der vereinslose Goalie mit der Erfahrung von 585 NHL-Spielen hat erst kürzlich beim Red Bulls Salute, dem Finalturnier der European Trophy, Salzburg verstärkt und mit den roten Bullen den Titel gewonnen. Im Kader der Kanadier stehen auch einige in Deutschland bekannte Spieler. Der Spengler-Cup ist übrigens im Mutterland des Eishockeys so bekannt, dass das Turnier auch dort im Fernsehen übertragen wird.

Der Kader der Kanadier:

Tor:
Marty Turco (vereinslos), Jake Allen (Peoria Rivermen, AHL).

Verteidigung: Mark Hartigan (SC Rapperswil-Jona), Ryan Parent (Chicago Wolves, AHL), Joel Kwiatkowski (SC Bern), Cory Murphy (Züricher SC Lions), Maxim Noreau (HC Ambri-Piotta), Jordan Henry (HC Lugano), Derrick Walser (SC Rapperswil-Jona), Shawn Heins (HC Fribourg-Gottéron), Travis Roche (SC Bern).

Sturm: Joel Perrault (HC Ambri-Piotta), Byron Ritchie (SC Bern), Pascal Pelletier (SC Langnau Tigers), Brett McLean (Rockford Ice Hogs, AHL), Kurtis McLean (SC Langnau Tigers), Jeremy Williams (EC Red Bull Salzburg), Stacy Roest (SC Rapperswil-Jona), Rico Fata (HC Servette Genf), J.P. Vigier (SC Bern), Eric Beaudoin (EHC Biel), Glen Metropolit (EV Zug), Brandon Reid (SC Rapperswil-Jona), Blaine Down (Züricher SC Lions).

Trainer: Marc Crawford.


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