Wolfsburg als erstes Team im Halbfinale

Grizzlies stärker als EisbärenGrizzlies stärker als Eisbären
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Drei Spiele - drei Siege. Was nach einer klaren Angelegenheit aussieht, war in Wahrheit eine eng umkämpfte und in allen drei Spielen spannende Viertelfinal-Serie, die der EHC Wolfsburg am Samstagnachmittag mit einem 3:1 (1:0/1:1/1:0) Erfolg bereits für sich entschied. Ken Magowan, Sebastian Furchner und Norm Milley trafen für die in allen Belangen überzeugenden Niedersachsen und machten den Einzug ins Halbfinale perfekt.

Zwei Siege hatten die Grizzly Adams schon auf ihrem Konto, mit dem dritten sollte am Samstag der Einzug ins Halbfinale sichergestellt werden. Aufgrund der Bedeutung des Spiels war die Spannung regelrecht greifbar unter den 3.302 Zuschauern in der VOLKSBANK BraWo EisArena. Die Grizzlys agierten wieder höchst konzentriert und schossen in der 16.Minute, wie schon in den ersten beiden Spielen, das erste Tor. Jason Ulmer hatte hinter dem Gästetor glänzend Ken Magowan in Szene gesetzt, der den Puck aus Nahdistanz zum 1:0 über die Linie schob.

Mit einem von Craig MacDonald abgefälschten Schlagschuss glich die DEG in der 23.Minute in Überzahl zum 1:1 aus. Wie die Grizzlys darauf in der Folgezeit Reaktion zeigten, war stark. Ulmer scheiterte zunächst mit zwei dicken Chancen an Jean-Sebastien Aubin (23./29.), dann traf Sebastian Furchner in Überzahl aus spitzem Winkel zum 2:1 (31.). Der EHC hatte das Momentum wieder auf seiner Seite und machte viel Druck auf das Düsseldorfer Gehäuse. Doch selbst eine doppelte Überzahlsituation konnten die Hausherren nicht nutzen, um das dritte Tor nachzulegen.

Dieses fiel dann auf sehenswerte Art und Weise in der 47.Minute. Wie schon in Spiel 1 war es Norm Milley, der mit einer fantastischen Einzelleistung die DEG-Abwehr austanzte und zum 3:1 einschob. In der Folgzeit standen die Grizzlys sicher in der Defensive und so war es erst eine Strafzeit gegen Sasa Martinovic, die den Gästen noch einmal Hoffnung gab (58.). Nach einer Auszeit nahm DEG-Trainer Lance Nethery seinen Torwart vom Eis und spielte 6-4 Überzahl. Mit aller Macht stemmten sich die Wolfsburger nun gegen ein weiteres Gegentor. Vor allem Magowan war es, der mehrfach Schüsse blockte und sogar mit dem Kopf das von Jochen Reimer wieder erstklassig gehütete Wolfsburger Tor verteidigte. Am Ende blieb es beim 3:1, das unter dem frenetischen Jubel der Fans den Einzug ins Halbfinale bedeutete.

"Es war eine großartige Serie. Düsseldorf hat hervorragend gekämpft und gespielt, jedes Spiel stand auf des Messers Schneide. Als Underdog ist zum Können auch Glück nötig, was wir hatten. Die Mannschaft hat die taktischen Aufgaben perfekt umgesetzt, sie ist vom Siegeswillen beseelt und hat einen riesigen Charakter. Wer dieses Jahr Meister werden will, der muss uns schon schlagen", sagte EHC-Trainer Toni Krinner nach der Begegnung.

Auf welchen Gegner die Grizzly Adams im Halbfinale treffen, steht noch nicht fest.

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