Wolf trifft doppelt bei seinem ComebackHamburg – Iserlohn 4:1

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Gleich zu Anfang sorgten die Hamburger für eine Überraschung; Freezer David Wolf, der die vorigen Spiele noch wegen einer Knieverletzung ausfiel, stand, sehr zur Freude der Hamburger Fans, heute wieder auf dem Eis. Philippe Depuis fehlte.

Der Spitzenreiter ließ gegen den Tabellenzehnten kein Zweifel an seiner Favoritenrolle aufkommen. Nach nur 75 Sekunden landete bereits der erste Treffer durch Thomas Oppenheimer im Netz der Roosters und gerade mal vier Minuten später erhöhte Garrett Festerling auf 2:0 für die Hamburger. Doch auch vor dem Hamburger Tor ging es zur Sache; nicht mal eine Minute später versuchte Robert Raymond die Scheibe von hinter dem Kasten reinzubringen. Die Unparteiischen entschieden nach Videobeweis – kein Tor für Iserlohn. Trotz zahlreicher Angriffe der Iserlohner hielt Freezers-Goalie Sébatien Caron seinen Kasten sauber. Mit 2:0 Führung für die Hamburger ging es in die erste Pause.

Im zweiten Drittel erhöhten die Freezers noch mal den Druck aufs Iserlohner Tor und dominierten das Spielgeschehen. Vor 10.117 jubelnden Zuschauern gelang es ihnen immer wieder den Puck in der Zone der Gäste zu halten und einen Schuss nach dem anderen abzufeuern. Die Angriffe der Roosters erreichten, nicht zuletzt auch durch die hervorragende Leistung von Hamburger Schlussmann Caron, nicht ihr Ziel. Kurz vor Ende des Drittels legte Verletzungsrückkehrer David Wolf noch mal nach und erhöhte zum 3:0 für die Freezers, die vorherigen Torschützen Festerling und Oppermann assistierten diesmal. Kurz vor der Pause wurde es vor dem Tor der Gäste noch mal turbulent. Eine weitere Chance der Hamburger durch Wolf und Flaake endete in einer Rangelei, Folge waren Strafen für Iserlohner Brodie Dupont und Dieter Orendorz und den Hamburger Jerome Flaake.

Im Schlussdrittel nutzen die Hanseaten nach knapp fünf Minuten eine Unterzahl der Sauerländer, Alex Forster musste zu vor auf die Strafbank. Wieder war es David Wolf der den Puck am Iserlohner Goalie Mathias Lange vorbeibrachte, damit sein zweites Tor in dem Spiel machte und zum 4:0 erhöhte. Viel hatten die Roosters nicht mehr entgegen zu setzen. Lediglich eineinhalb Minuten vor Schluss gelang es ihnen durch einen Treffer von Thomas Gödelt in überzahl die Partie nicht zu null enden zu lassen.

Der zweimalige Torschütze des ersten Play-off-Spieles David Wolf  über das Spiel und seine Genesung: „Es war wichtig für die Mannschaft und die Fans, dass wir hier einen guten Start bekommen. Wir hatten es leichter, als ich erwartet hatte, wir waren im Spielrhythmus drin. Ich dachte, wir würden Anfangsschwierigkeiten bekommen, aber wir sind zügig ins Spiel reingekommen und haben dann auch überwiegend die 60 Minuten das Spiel dominiert und dann auch verdient gewonnen. Die zwei Tore sind schön – nach einer Verletzung sowieso. Allerdings ist es für mich wichtig, dass wir siegen. Da ist es egal, wer die Tore schießt. Ich bin froh, dass es geklappt hat und ich auflaufen konnte. Dem Knie geht es momentan ganz gut. Wir haben einen Super-Doktorenbereich und Physios – und die haben mich wirklich gut hinbekommen. Ich hatte zweimal am Tag Physio und ich bin heilfroh, nun bei den Play-offs dabei zu sein und der Mannschaft zu helfen.“

Trainer Benoit Laporte: „Wir haben unseren Rhythmus gefunden und Mittwoch geht es weiter in Iserlohn – das wird nicht einfach für uns in der Iserlohner Arena.“

Auch der Trainer der Iserlohn Roosters Jari Pasanen musste eingestehen: „Hamburg war besser und hat heute verdient gewonnen.“

Tore:
1:0 (1:15) Thomas Oppenheimer (Julian Jakobsen, Nicolas Krämmer)
2:0 (5:20) Garrett Festerling (Mathieu Roy, David Wolf)
3:0 (39:29) David Wolf (Garrett Festerling, Thomas Oppenheimer)
4:0 (44:31) David Wolf (Jerome Flaake, Mathieu Roy/5-4)
4:1 (58:23) Thomas Gödtel (Brodie Dupont, Tyson Mulock/5-4)

Strafen: Hamburg 10, Iserlohn 12
Schiedsrichter: Aumüller / Schütz
Zuschauer: 10.117

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