Wochenendsieger Frankfurt Lions

Lesedauer: ca. 1 Minute

Die Frankfurt Lions sind bis auf einen Punkt an Tabellenführer Hannover herangerückt und können sich nach dem Derbysieg gegen Mannheim und dem heutigen Erfolg gegen Krefeld zweifellos als Wochenendgewinner bezeichnen. Vor dem Spiel gegen die starken Rheinländer hatte Lions Manager Norris ein wenig Sorge, ob die Kraft für die 60 Minuten reichen würde. Im Gegensatz zu den komplett aufgestellten Krefeldern traten die Hessen nur mit 10 Stürmer und sechs Verteidiger an. „Wir werden diese Woche Sven Gerbig von Bad Nauheim im Training testen“, kündigte Norris an, um die personelle Situation ein wenig zu entspannen. Gegen Krefeld agierten die Hessen ökonomisch und sehr diszipliniert in allen Situationen. Die Lions spielten einfach und ließen die schnellen Angreifer der Pinguine kaum zur Entfaltung kommen. Im ersten Drittel erspielten sich die Lions ein leichtes Chancenplus, zählbares sprang allerdings nicht heraus.

Zu Beginn des Mitteldrittels schien es, als würde Krefeld besser in das Spiel kommen und hatte durch Loyns einen Pfostenschuss. In dieser Phase gelang aber den Lions der erste Treffer des Tages. Verteidiger Slaney konnte Krefelds Schlussmann Kovacic überwinden. In der Folge demonstrierten die Hessen warum sie aktuell die zweitbeste Unterzahlmannschaft stellen. Vier Minuten am Stück mussten die Lions mit einem Mann weniger auskommen, überstanden diese kritische Phase aber ohne Gegentreffer. Dieser fiel erst, als fünf gegen fünf gespielt wurde. Kapitän Vasiljevs wurde von Stephens gekonnt bedient und traf platziert ins lange Eck zum Ausgleich. Die Freude über den Treffer wehrte aber nur kurz. Vom Bulli weg dauerte es gerade einmal sieben Sekunden und die Lions lagen wieder in Front. Nach einem Schuss hatte Gawlik am schnellsten reagiert und den Abpraller an Kovacic vorbei gebracht.

Krefeld wurde im letzten Drittel offensiver, hatte aber Probleme gegen die gut verteidigenden Hessen zu Torchancen zu kommen. Die Lions ihrerseits waren selbst bei schnellen Kontern immer brandgefährlich. Da beide Torhüter stark hielten blieb es bis in die Schlussphase beim knappen 2:1 für die Lions. Bereits 96 Sekunden vor Schluss nahmen die Pinguine ihren Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Weil Ian Gordon den letzten Schuss von Blank aber hielt gewannen die Hessen das Spiel.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Christoph Gawlik (Foto by City-Press)

1:0 (23:59) Slaney; 1:1 (38:42) Vasiljevs; 2:1 (38:49) Gawlik

Strafminuten:

Frankfurt: 14 Minuten

Krefeld: 10 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Benedikt Schopper und Charlie Stephens

Zuschauer: 6.500

Schiedsrichter: Roland Aumüller

(Frank Meinhardt)


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