„Wir wussten, dass uns ein Tor nicht schlägt“Uwe Krupp über die 2:0-Serienführung gegen Mannheim

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3:2 in der 79. Minute gewonnen, 2:0-Serienführung gegen Mannheim. Ihre Haie liefen einem 0:1-Rückstand hinterher – was hat Ihnen am meisten imponiert am Sieg Ihrer Mannschaft?

Wir haben konzentriert begonnen, waren aber nicht so locker. Wir haben im ersten Drittel nicht so viel zugelassen, haben uns offensiv aber auch nicht so gut in Szene setzen können. Im zweiten Drittel, besonders nach dem Rückstand sind wir etwas offener geworden – nicht im Spielsystem, sondern wir haben einen größeren Druck ausgeübt – und uns damit einen Vorteil verschafft. Das Team hat sich immer an das System gehalten und sich immer wieder nach oben gearbeitet haben. Es war heute körperlich sehr fit, konnte bis zum Schluss Gas geben. Die Moral der Mannschaft stimmt und sie kämpft – was man aber auch von unserem Gegner sagen kann.

War die Reaktion Ihrer Haie spielentscheidend?

Ja, ich denke schon! Wir wussten, dass uns ein Tor nicht schlägt – es war kein Tag, an dem man mit einem Tor verliert. Wir wissen auch, dass wir mehr Qualität in der Kabine haben, um mehr als ein Tor zu schießen. Es geht halt nur darum, das auch umzusetzen.

Stichwort Qualität in der Kabine – mit seinen zwei Toren war es sicherlich auch Andreas Falk, der wieder einmal bewiesen hat, dass er ein richtiger Play-off-Spieler ist!

Ja, Falk ist schon ein richtiger Krieger, der kämpft und arbeitet wie ein Berserker – er ist aus unserer Mannschaft einfach nicht wegzudenken. Er hat einen unbändigen Willen zu gewinnen und dies ist in den Play-offs eine sehr wichtige Komponente.

Es war, genauso wie in Mannheim, ein sehr intensives Spiel. Wir hatten das Gefühl, dass Mannheim in der Verlängerung mehr am Drücker war – waren die Haie platt?

Ja, aber wir hatten so eine Phase, in der wir zwei, drei richtig gute Torchancen nicht verwertet haben. Es war eine Phase, in der wir richtige Großchancen hatten. Die Mannheimer haben da einfach gut hinten drin gestanden und haben kein Tor zugelassen. Und als wir keine der Chancen verwerten konnten, haben wir etwas nachgelassen und die Adler fingen an zu drücken. Es ist wie in einem Boxkampf, der eine landet mal einen Treffer, muss sich wieder sammeln und finden. Dies ist uns heute ganz gut gelungen – die Spiele sind alle eng und unberechenbar.

Welche Rolle spielte der Videobeweis bei diesem Sieg?

In dieser Situation hatten wir ein wenig Glück – aber Mannheim hatte in anderen Spielszenen das Glück auf sei Seite. Der (Dennis) Endras konnte mehrere Male einen Gegentreffer nur mit schier unglaublichen Paraden und Reflexen verhindern. Da war das Glück auf Seiten der Adler, während wir beim Videobeweis auf der glücklicheren Seite standen.

Haben Sie als Trainerfuchs den Videobeweis beantragt? – die Mannheimer waren am Drücker und nach den Videobildern kamen Ihre Haie wieder besser ins Spiel!

Nein! Bei so Videobeweisen kann schon mal alles Mögliche passieren. Ich war froh, dass das Ergebnis positiv für uns ausfiel, der Puck nicht drin war. Aber ich muss zugeben, dass die Pause eigentlich ganz gelegen kam. Wir haben das ganze Spiel mit vier Reihen gespielt und die Belastung war für alle ungefähr gleich groß – vielleicht mit Ausnahme von Tjärnqvist und Krupp!

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