„Wir wollen euch nicht als Fans unserer Tradition“Klares Statement der Iserlohn Roosters

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So seien Verantwortliche beider Klubs, sowie Journalisten, aufs übelste beleidigt und bedroht worden. Zudem sei Inhalt und Art einzelner Spruchbänder, Gesänge und Gesten nicht mit der öffentlichen Position vereinbar. Der Klub bezog im Vorfeld des gestrigen Spiels gegen die Thomas Sabo Ice Tigers (2:3) deutlich Stellung.

Hier lest Ihr das Statement der Roosters im Wortlaut:

„Liebe Fans,

diese Worte richten sich an diejenigen, die unseren Sport lieben, die die Faszination der Playoffs in all ihrer wunderbaren Art und Weise zelebrieren und den Iserlohn Roosters und der Sportart Eishockey zur Ehre gereichen. Es ist so wertvoll euch und eure Ideen zu erleben, euch feiern zu sehen. Dafür arbeiten wir auf allen Ebenen sehr hart und sind froh, dass unsere Mannschaft euch zum dritten Mal in Folge die Playoffs ins Sauerland holen konnte. Wir freuen uns über eure blau-weiße Freude!

Leider richtet sich der Post aber auch an all diejenigen, die gerade die letzten 36 Stunden, aber auch einige vorherige Momente dieser Playoff-Serie, vollkommen missverstanden haben und den Sport zu einer Abrechnung missbrauchen, die aus unserer Sicht unerträglich ist. Gerade in Tagen wie diesen, in denen Menschen anderen Menschen unfassbares Leid antun, sollten wir Werte wie Meinungs- und Lebensfreiheit oder Unversehrtheit besonders zu schätzen wissen. Drohungen, Zielscheiben, Angst einflößende und verhöhnende Gesten und Kommentare, abwertende und beleidigende Spruchbänder gehören nicht in den Sport und werden von uns nicht länger geduldet.

Die Iserlohn Roosters GmbH, gemeinsam mit unzähligen Anhängern, die dieses Verhalten nicht tolerieren, distanzieren sich von denen, die die Fairness nicht in den Vordergrund stellen, die Journalisten nach Spielende Angst zu machen versuchen oder den Hauptsponsor unseres Playoff-Gegners, Thomas Sabo, beleidigen. Dafür entschuldigen wir uns.

Wir wollen eure ´Unterstützung` in dieser Form nicht. Wenn ihr wirklich so denkt, wollen wir auch euch nicht als Fans unserer Tradition. Ihr habt nicht verstanden, worum es wirklich geht. Es geht um den großen Eishockey-Sport, der uns Spaß, Freude und Erfolg schenken soll. Keinesfalls soll er ein schlechtes Gefühl hinterlassen und dafür haben einige wenige auf beschämende Art und Weise gesorgt.

Sollte es am Montag ein siebtes Spiel geben, sollte es danach weitere Serien geben, werden wir dieses Verhalten, das auch unser Vertrauen in bestimmte Gruppen und Einzelpersonen unsagbar erschüttert hat, nicht mehr akzeptieren. Das gilt auch vom ersten Spieltag der kommenden Saison an.

Wolfgang Brück

Geschäftsführender Gesellschafter der Iserlohn Roosters

Matthias Schlüter

Fanbeauftragter der Iserlohn Roosters“