"Wir sind tief betroffen und von Trauer erfüllt"

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Ganz Eishockey-Deutschland ist betroffen von dem Tod des Nationaltorhüters Robert Müller. Der gebürtige Rosenheimer ist am gestrigen Donnerstag mit nur 28 Jahren an einer Krebserkrankung verstorben.

Aber nicht nur die Fans, sondern auch ganz speziell die Klubs, in denen Robert Müller aktiv gespielt hatte, bekunden offen ihrer Trauer. Neben dem Statement von Thomas Eichin in der Todes-Benachrichtigung der Kölner Haie, wenden sich auch die beiden Klubs, mit denen Müller Deutscher Meister wurde, an die Öffentlichkeit.

Bei den Krefeld Pinguinen heißt es: “Robert hat sich uns als Mensch mit untadeligem Charakter gezeigt und war ein herausragender Sportler”, so Pinguine-Geschäftsführer Wolfgang Schäfer. Aufsichtsratvorsitzender Wolfgang Schulz, den die traurige Nachricht im Urlaub erreichte, ergänzt: “Auch während seiner schweren Krankheit war er anderen Menschen stets ein Vorbild. Robert war ein Vorzeigesportler”. Robert Müller war 2003 der Garant für den Gewinn der Deutschen Meisterschaft der Krefeld Pinguine.

Die Adler Mannheim wollen wie die Kölner Haie die Rückennummer 80 in Gedenken an Robert Müller nicht mehr vergeben. Müller gewann mit den Kurpfälzern zwei Meisterschaften (2001 und 2007).

Voll Trauer zeigt man sich ebenfalls in Duisburg, wo der Keeper in der Spielzeit 2007/08 vor dem Wechsel von Mannheim nach Köln ein Intermezzo gab. Füchse-Boss Ralf Pape rang um Fassung. „Ich bin völlig geschockt, auch wenn es sich über so einen langen Zeitraum angekündigt hat”, beschrieb der Chef des EV Duisburg seine Gefühlslage und die aller Füchse. „Robert war ein vorbildlicher Sportler”, sagt Pape über Müller, der einem Gehirntumor erlag. „Ich kannte ihn schon zu seiner Zeit in Mannheim. Er hat sich beispielsweise immer um die jüngeren Torhüter gekümmert, war immer ehrlich, immer aufrichtig.” Während der Saison 2007/08 wechselte Müller von Mannheim nach Duisburg, ehe er einen Vertrag bei den Kölner Haien erhielt, denen er bis zuletzt angehörte. Müller war deutschlandweit Publikumsliebling. Etwas, das Pape nicht überrascht. „Robert ist einer der angenehmsten Profisportler, denen ich je begegnet bin.”

Auch die Fans und Verantwortlichen der Starbulls Rosenheim, wo Robert Müller das Eishockey erlernte, sind über diese Nachricht tief betroffen und sehr traurig. "Der sympatische Rosenheimer hat vielen Menschen imponiert und war für viele nicht nur sportlich ein gutes Vorbild. ", heißt es auf deren Website.

Sichtlich bestürzt zeigten sich DEB-Sportdirektor Franz Reindl und Bundestrainer Uwe Krupp:

Franz Reindl: "Wir sind tief betroffen und von Trauer erfüllt. Robert Müller war ein großartiger Mensch und eine starke Persönlichkeit. Er hat uns alle sehr beeindruckt und war nicht nur aus sportlicher Sicht ein Vorbild. Gleichzeitig inspirierte er mit seinem starken Willen und Durchhaltevermögen viele Menschen in ihrem eigenen Kampf gegen diese schreckliche Krankheit. Er hat uns allen gezeigt, was es bedeutet, niemals aufzugeben. Robert Müller wird eine große Lücke hinterlassen. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie, der wir jetzt viel Kraft wünschen. Wir trauern mit Ihnen gemeinsam und ich spreche auch im Namen des Präsidiums des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. hiermit unsere aufrichtige Anteilnahme und unser tiefstes Mitgefühl aus."

Uwe Krupp: "Ich fühle tiefe Trauer über den Tod von Robert Müller, der viel zu früh von uns gegangen ist. Wir verlieren durch seinen Tod nicht nur einen tollen Teamkameraden, sondern einen großartigen Menschen. Ich denke, ich kann für die gesamte Nationalmannschaft sprechen, wenn ich der Familie mein Beileid ausdrücke. Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen und hoffen, dass sie diese schwere Zeit überstehen."