„Wir sammeln Punkte, wir sind da“ 2:3 nach Verlängerung - Schanzer punkten auch gegen Pinguins

Bremerhaven bejubelte einen wichtigen Auswärtssieg in Ingolstadt. (Hockeyweb / ISPFD IFP UG)Bremerhaven bejubelte einen wichtigen Auswärtssieg in Ingolstadt. (Hockeyweb / ISPFD IFP UG)
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Doug Shedden, seit Weihnachten höchst erfolgreicher Trainer der Panther, brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Ich gratuliere Bremerhaven zu einem sehr soliden Auswärtsspiel. Wir haben sicher nicht unser bestes Eishockey gezeigt, aber manchmal muss man auch dem Gegner Respekt zollen und anerkennen, dass er uns vielleicht auch dazu gebracht hat, so zu spielen.“ In der Tat war das Spiel gegen die Pinguins nach dem Ingolstädter Champagner-Eishockey der letzten Wochen eher wie ein Glas abgestandenes Mineralwasser. Lauwarm. In den ersten beiden Dritteln ging nicht viel zusammen, erst im Schlussabschnitt konnten die Panther zeitweise an die zuletzt überragenden Leistungen anknüpfen „Heute waren es zu viele Spieler - die Namen werde ich nicht nennen -, die nicht ihre beste Leistung gebracht haben: Die Konzentration, der Fokus, unsere Entscheidungen im Spiel, die Scheibenkontrolle, das Passspiel und der Spielaufbau waren heute zu fehlerhaft. Dennoch freue ich mich, dass wir heute das zehnte Mal in Folge gepunktet haben und nicht an Boden verloren haben im Kampf um die Play-offs“, sagte ein - noch? - entspannter Doug Shedden, der aber ankündigte, in den nächsten beiden Tagen intensives Video-Studium zu betreiben.

Beispielhaft für das unrunde Spiel der Ingolstädter war Verteidiger Ville Koistinen. Der Finne ist die vielleicht beste Nachverpflichtung der Schanzer in den letzten Jahre, doch auch er leistete sich gegen Bremerhaven einige Ungenauigkeiten in seinem Spiel und bereitete das erste Tor der Nordlichter unfreiwillig vor, nachdem er direkt nach seiner Ankunft vor knapp drei Wochen zu einer der tragenden Säulen des Panther-Spiels geworden war.

Pinguins-Coach Thomas Popiesch hingegen lobte vor allem seinen Torwart Tomas Pöpperle: „Wir wollten die Geschwindigkeit aus dem Ingolstädter Spiel nehmen, das ist uns im ersten Drittel nur teiweise gelunden, da hat uns Tomas Pöpperle mit einigen wichtigen Paraden im Spiel gehalten. Insgesamt war es aber eine geschlossene Mannschaftsleistung.“ Mit Bremerhaven verbindet Ingolstadt eine ganz eigene Beziehung: Auf eigenem Eis konnten die Schanzer noch nicht gegen die Pinguins gewinnen, im Herbst gab es kurz vor dem Ende der Ära Samuelsson sogar eine 0:4-Pleite trotz 50 abgegebener Torschüsse gegen das nördlichste Team der Liga. Auch Mike Collins, der im Schlussdrittel für die Panther in Unterzahl den Ausgleich erzielt hatte, nachdem die Gäste kurz zuvor ebenfalls per Shorthander mit 2:1 in Führung gegangen waren, war nach dem Spiel ein bisschen ratlos: „Ich denke, wir haben heute zwei Punkte verloren. Ein Tor in Unterzahl, wie es mir heute gelungen ist, kann nochmal das Momentum verschieben, aber heute ist es irgendwie nicht für uns gelaufen. Das Gute ist, dass wir auch in solchen Spielen punkten, denn im Moment können wir jeden Punkt gut brauchen. Dennoch müssen wir in den nächsten wieder mehr fokussiert sein und härter arbeiten.“

Panther-Stürmer David Elsner wollte die Niederlage nicht zu hoch bewerten: „Wir waren heute nicht konzentriert genug, auch weil einige nicht ganz fit waren. Nach den sehr guten Spielen der letzten Wochen war es klar, dass es irgendwann mal wieder nicht so rund läuft. Aber ich denke, dass wir uns ein solches Spiel einmal auch erlauben können – zumal wir zumindest einen Punkt geholt haben.“ Aber auch der gebürtige Landshuter und Spezi von Pittsburghs Tom Kühnhackl sieht das Team in den nächsten Spielen wieder in der Pflicht.


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