"Wir müssen wieder in die Spur zurückfinden"

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Mario, das 1:3 gegen die Hamburg Freezers am Freitag war bereits die sechste Niederlage in Folge. Wie hast Du das Spiel erlebt?
Es ist schade, dass wir dieses Spiel verloren haben. Das Spiel gegen die Freezers war definitiv besser als die beiden voran gegangenen Matches. Die Jungs haben wirklich alles gegeben, aber leider hat der Gegner unsere wenigen Fehler genutzt. Wir hatten einige Torchancen, aber es hat nicht geklappt. Jeder hat 100 Prozent gegeben und wir hätten wirklich mehr verdient gehabt.

Das muss sehr frustrierend für das Team sein?
Ja, natürlich. Wir haben alles probiert und dann ist es schon bitter, wenn man nichts mitnehmen kann. Aber wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen und weiter zusammenhalten. Der  Teamgeist ist weiter intakt und ich bin davon überzeugt, dass auch das Glück bald wieder zu uns zurückkehren wird.

Wie sah es nach dem Spiel in der Kabine aus?
Es war sehr still und kaum jemand hat geredet. Gerade weil wir heute dran waren, aber unsere Leistung nicht in Tore umsetzen konnten, war das Spiel sehr bitter. Aber noch mal: Wir dürfen uns nun nicht selbst "killen", sondern müssen weitermachen. Wir haben jetzt eine ganze Woche vor dem nächsten Spiel und in dieser werden wir hart arbeiten.

Wie erklärst Du Dir die Negativserie der letzten Wochen?
Das ist ganz schwer zu beantworten. Das hat nichts mit Lustlosigkeit oder fehlendem Willen zu tun. Alle Jungs in der Kabine wollen spielen und natürlich auch gewinnen. Aber es läuft im Moment einfach überhaupt nichts zusammen. Wir müssen schauen, dass wir da bald wieder heraus kommen und wieder in die Spur zurückfinden.

Wie können die Adler denn konstanter werden und über 60 Minuten konzentriert spielen?
Das ist eine rein mentale Sache. Wir müssen uns einfach 60 Minuten nur auf das jeweilige Spiel konzentrieren, egal wie es gerade steht. Es ist das Schwierigste in einem Spiel, weil es nichts mit der Physis zu tun hat, sondern nur mit dem Kopf.

Es ist bisher eine schwierige Saison mit vielen Höhen und Tiefen. Wie schätzt Du die Spielzeit nach derzeitigem Stand ein?
Ich glaube nicht, dass wir nur schlecht gespielt haben. Die letzten Wochen waren natürlich frustrierend und wir haben viele Punkte liegen lassen. Aber wir hatten in dieser Saison auch Phasen, in denen es besser lief und an die wir anknüpfen müssen. Wir müssen nach vorne schauen und dürfen nicht alles nur negativ sehen. Also Kopf hoch und überlegen, wie wir es besser machen können.

Ein Schritt in die richtige Richtung könnten die Neuverpflichtungen in dieser Woche sein. Niko Dimitrakos spielt seit dieser Woche schon mit, Steven Reinprecht könnte nächste Woche einsteigen. Was hältst Du von den beiden?
Niko kannte ich schon sehr gut, bevor er hier her kam. Wir haben schon in der American Hockey League mehrfach gegeneinander gespielt. Er ist ein sehr guter Spieler und wird uns sicherlich weiterhelfen. Ich bin sehr froh, dass die Adler ihn nach Mannheim holen konnten. Über Steven Reinprecht kann ich wenig sagen. Aber er hat eine starke NHL-Statistik und ich hoffe, dass er das bei den Adlern auch zeigen kann. Außerdem bringen neue Spieler auch immer frischen Wind in die Kabine und sorgen für einen neuen Schub.

Es ist Deine zweite Saison bei den Adlern, aber Dein Vertrag läuft am Ende der Spielzeit aus. Wie stehen die Chancen, dass Du in Mannheim bleibst?
Ich würde gerne in Mannheim bleiben. Allerdings weiß man ja nicht, was noch passiert. Ich habe bisher noch mit niemandem geredet und bin geduldig was die Zukunft angeht. Die Adler sind ein guter Club und Mannheim eine tolle Stadt. Aber ehrlich gesagt, ich fokussiere mich im Moment nur auf diese Saison und möchte sie mit den Adlern erfolgreich beenden. Alles andere wird die Zeit zeigen.

(Das komplette Interview gibt es bei www.adler-mannheim.de)

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