„Wir haben einen Punkt verschenkt“Nürnberg – Düsseldorf 4:3 n.V.

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„Wenn ich so zurückblicke, kann ich gar nicht glauben, dass ich schon so lange dabei bin“, wundert sich Patrick Reimer ein wenig über seine 500 Spiele in der Deutschen Eishockey-Liga. Und wie es das Schicksal wollte, feierte der Stürmer sein Jubiläum gegen seinen langjährigen Arbeitgeber aus dem Rheinland. Ganz zufrieden war er mit dem Heimsieg und den beiden Zählern allerdings nicht: „Wir haben einen Punkt verschenkt“, wusste der Ex-Düsseldorfer „umso wichtiger war es, dass wir am Ende doch noch gewonnen haben.“ Es war das sechste Saisonspiel der Nürnberger, das außerhalb der regulären Spielzeit entschieden wurde. Und es war der erste Zusatzpunkt, den das Team von Jeff Tomlinson in einer Verlängerung holte. Die in dieser Woche trainierte 4:4-Situation hat sich damit ausgezahlt.

Am vergangenen Sonntag gewannen sowohl Düsseldorf als auch Nürnberg daheim mit dem höchst ungewöhnlichen Ergebnis von 7:6, doch die Gefühlswelt konnte unterschiedlicher nicht sein. Während die DEG auf ihren Erfolg über Straubing stolz war, ging Ice-Tigers-Trainer Tomlinson mit seinen Spielern hart ins Gericht. „Kein Sieg in dieser Saison hat mich so enttäuscht.“

Das war am Freitag anfangs auch der Fall, denn die Gelb-Roten erwischten einen Traumstart und gingen nach einem Solo von Justin Bostrom schon nach 113 Sekunden in Führung. Das gab Sicherheit. Nur fünf Minuten später schoss Bernhard Ebner in Überzahl den Puck unhaltbar zum 2:0 in den Winkel. „Wir hatten einen Superstart“, freute sich DEG-Coach Christian Brittig zunächst noch über seine Jungs.

Nach dem 0:2-Rückstand erzielt Nürnberg drei Tore in Folge

Nürnberg verfing sich immer wieder in der kompakten Defensive der DEG, und so musste ein Powerplay herhalten, um die Hausherren zurück ins Spiel zu bringen. Einen Pass von Jason Jaspers verwandelte Jubilar Reimer in der 13. Minute direkt. „Patrick spielt seit der Länderspielpause freier und wieder wie Patrick Reimer“, freut sich Tomlinson über dessen zurückgekehrte Spielstärke. Doch wie schon in der ersten Begegnung mit seinem Ex-Team (6:2) hielt sich der Kapitän auch diesmal beim Jubeln merklich zurück. Nürnberg setzte nach und kam vier Minuten später zum Ausgleich, für den erneut zwei frühere Düsseldorfer verantwortlich zeichneten. Connor James verwertete eine Vorarbeit von Marco Nowak.

In der Pause musste der Ice-Tigers-Coach laut geworden sein, denn sein Team kam wie verwandelt aus der Kabine. Das Spiel lief nur noch in eine Richtung.

Ashton Rome trifft zum 3:3 und schießt dabei sein erstes DEL-Tor

Die DEG aber schien dem Druck mit Glück, Geschick und Goepfert stand zu halten, doch fünf Sekunden vor der Pause stolperte Ryan Bayda in Überzahl den Puck noch zum 3:2 über die Linie. Warum die Nürnberger dies danach nur noch verwalten wollten, bleibt ihr Geheimnis. Ashton Rome sicherte der DEG drei Minuten vor Schluss einen Punkt, indem er den einzigen Torschuss der Düsseldorfer im Schlussabschnitt verwandelte. Mehr wurde es leider nicht mehr, weil sich Patrick Reimer sein 500. DEL-Spiel-Jubiläum nicht verderben lassen wollte. Doch trotz des Erfolgs über den ehemaligen Arbeitgeber war es für den Flügelstürmer am Ende „auch nur ein Spiel“.


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