Wilfrid Fabel legt Finger in die Wunde!Krisenherd Krefeld?

Steht momentan beim Krefelder Aufsichtsratschef in der Kritik: KEV-Coach Rick Adduono - Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.deSteht momentan beim Krefelder Aufsichtsratschef in der Kritik: KEV-Coach Rick Adduono - Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de
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Wilfrid Fabel tritt noch im Januar als Aufsichtsratsvorsitzender zurück. Bei Sky gab er gestern ein bemerkenswertes Interview, bei dem er sich nicht nur über sein Ausscheiden, sondern auch über die finanzielle und sportliche Lages der Krefeld Pinguine äußerte.

„Ich arbeite jetzt 17 Jahre beim KEV. Als wir vor zwei Jahren Probleme hatten, habe ich gesagt, dass ich den Posten noch einmal für ein Jahr übernehme, daraus sind jetzt zwei geworden. Das reicht. Es ist Zeit, dass es Jüngere machen.“ Einen Nachfolger für den Posten gibt es jedoch noch nicht.

Bereits zu Beginn der Spielzeit äußerte sich Fabel dahingehend, dass eine Play-off-Teilnahme Pflicht sei, da er sonst die Lizenz in Gefahr sieht. Dies bekräftigte er noch einmal: „Pi mal Daumen fehlen ohne Play-offs 200.000 bis 300.000 Euro. Andernfalls brauchen wir neue Sponsoren. Das wird schwer, wenn wir die Play-offs nicht schaffen, Pre-Play-offs würden auch reichen, aber es muss eine Zusatzeinnahme her. Das Ziel kann nicht Düsseldorf gegen Krefeld in der Oberliga West sein.“

Medienberichten war zu entnehmen, dass ein Controller für die Finanzen in die Geschäftsstelle bestellt wurde. „Ich habe mit dem früheren Geschäftsführer schlechte Erfahrungen gemacht, deshalb habe ich meinen Freund Wolfgang Schulz gebeten, jemanden aus seinem Betrieb abzustellen, der sich die Bilanzen anschaut. Das ist kein Misstrauen, sondern Vorsicht. Ich will mir nur nichts vorwerfen lassen. Es kann ja sein, dass Herr Haake etwas übersieht, oder man ihm übel mitspielt. Das dient auch seinem Schutz. Bisher haben wir aber nichts Negatives festgestellt.“

Robert Haake ist seit August 2010 Geschäftsführer der Pinguine „Das Auftreten und das Image hat sich erheblich gesteigert. Zwar fehlt ein Hauptsponsor, aber das Problem hat Düsseldorf ja auch.“

Auf Kriegsfuß mit Rick Adduono?

Über die sportliche Entwicklung ist Wilfrid Fabel jedoch nicht sehr erfreut. Vor allem mit Coach Rick Adduono scheint er im Moment auf Kriegsfuß zu stehen „Ich habe den Eindruck, dass man ihm mal ein bisschen was sagen muss. Wir haben vier Strumreihen verpflichtet und bezahlen die, und er setzt häufig nur drei ein, das akzeptiere ich nicht. Dann hätten wir uns eine Reihe sparen können. Außerdem haben wir eine Menge ältere Spieler, wenn man die nicht durch eine vierte Reihe entlastet, geht denen zum Schluss die Luft aus und sie brechen ein. Wir haben einige Spiele unnötig am Schluss verloren. Das Problem hatten wir letztes Jahr auch. Erst als wir ihm das gesagt hatten, dass er die vierte Reihe einsetzen soll, lief es wieder gut. Er neigt dazu, ältere Spieler zu bevorzugen. Da muss man ihm deutlich sagen: ´Das geht nicht`. Er muss Erfolg haben, daran wird ein Trainer gemessen.“

Dass Argument von Sky-Moderator Marc Hindelang, dass er auch junge Spieler wie Sinan Akdag, Patrick Hager oder Daniel Pietta weiter entwickelt und fördert, lässt Fabel nicht wirklich gelten „Die waren schon vorher bei uns. Die haben zwar auch einen Entwicklungsschritt gemacht, aber da muss er noch mehr machen. Wir haben Michael Endraß und Marvin Tepper, die er zu wenig einsetzt. Pascal Zerressen spielt nur, weil ihm die Verteidiger ausgehen. Wir müssen auf junge Leute setzten, weil, wenn sie dann gut sind, werden sie uns weggekauft. Das spricht zwar für uns und eine gute Ausbildung, aber wir können sie finanziell nicht halten.“

Wie sehr der Stuhl von Rick Addouno wackelt, kommentiert Fabel so: „Er ist heute nicht gefährdet und er ist morgen nicht gefährdet, aber wenn ich erkenne das die Pre-Play-offs in weite Ferne rücken, dann werde ich mit den Gesellschaftern über Konsequenzen reden. Das entscheiden wir gemeinsam. Dass dann ein neuer Trainer kommt, ist nicht sicher, wir haben einen Co-Trainer. Wenn ein Trainer sagt: `Die Mannschaft muss Charakter zeigen´, dann spricht das nicht für den Trainer. Er muss erreichen, dass die Mannschaft gut spielt, das Potenzial ist da.“


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