Wieder in den Play-off-Rängen - 4:3 gegen Hannover

Trikotversteigerung bei den PinguinenTrikotversteigerung bei den Pinguinen
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Durch einen individuellen Fehler in die Play-off-Ränge wieder

vorgedrungen und erneut Hoffnung auf ein Happy End in dieser Saison

geschöpft, so oder ähnlich muss das Fazit des heutigen Matches der

krisengeschüttelten Pinguine gegen die ebenfalls nicht auf ehernen

Füßen stehenden Niedersachsen lauten.


Was war geschehen in der letzten Minute dieses nicht hochklassigen,

aber durchaus unterhaltsamen Spieles? Hannover, ohnehin technisch

versierter als die Gastgeber, führte die Scheibe im Offensivdrittel und

spähte nach einer Chance zur Vermeidung des Penaltyschießens. Doch

Marty Murray, vor etlichen Jahren in Köln ein Superstar und jetzt mehr

oder weniger nur von seinem großen Namen zehrend, vertändelte die

Scheibe ausgerechnet an Krefelds Topscorer Alexander Seliwanow. Und der

Sascha machte sich ohne Gegenspieler auf den Weg und tat das, was ihm

knapp 60 Minuten lang nicht gelang, nämlich, den guten Trevor Kidd im

Scorpions-Kasten zu verladen und für Riesenjubel unter den allerdings

nicht gerade zahlreichen Fans zu sorgen.



Hannover präsentierte sich ähnlich wie zwei Tage zuvor in Duisburg:

viel Technik, viel Zusammenspiel, aber keine Durchschlagskraft. Ein

bisschen Pech war auch noch im Spiel, als Todd Warriners Treffer in der

52. Minute wegen Torraumabseits nach Videobeschau vom umsichtigen und

souveränen Unparteiischen nicht gegeben wurde. Und dann war da auch

noch Robert Müller im Pinguin-Gehäuse, der die Scheiben zwar ab und an

abprallen ließ, sich aber ansonsten unbeeindruckt vom Geschehen

außerhalb der Eisfläche zeigte und eine fehlerlose Partie bot.



Krefelds Chefcoach Teal Fowler wurde auf einer Fanwelle der Sympathie

getragen, und es hätte wahrlich nicht der Unterstützung des

Stadionssprechers (die dieser allerdings auf Wunsch des Fanprojekts

erfolgen ließ) bedurft, um für entsprechend verbales Mutmachen zu

sorgen. Wieder einmal war Krefeld viel zu ungestüm und eröffnete den

engagiert aufspielenden Gästen viel zu viele Konter- und

Einschussmöglichkeiten. Auch nach dem 2:0 durch den wieder einmal guten

Richard Pavlikovsky kam keineswegs Ruhe in die Mannschaft, die schon

seit Wochen mit fünf Verteidigern operiert. Nur gut aus Krefelder

Sicht, dass nach dem Ausgleich, den die Hannoveraner innerhalb 101

Sekunden zu Stande brachten, Ivo Jan ein erfolgreiches Comeback mit

einem schönen Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2 feierte, der durch

Filigrantechniker Andreas Morczinietz egalisiert wurde. Anschließend

Penaltyschießen? Pustekuchen, siehe oben…


Tore:

1:0 (10;38) Vasiljevs, 2:0 (21;20) Pavlikovsky (Herperger, Hedlund),

2:1 (28;16) Murray (Warriner, Schopper), 2:2 (29;57) Guolla (Lambert),

3:2 (52;00) Jan (Herperger), 3:3 (43;43) Morczinietz (Bombis, Guolla),

4:3 (59;20) Seliwanow


Zuschauer: 3.153

Schiedsrichter: Aumüller (Ottobrunn)

Strafminuten: Krefeld 12, Hannover 14 + 10 Green

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