Wieder ein gutes Match

Trikotversteigerung bei den PinguinenTrikotversteigerung bei den Pinguinen
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Nach ihrem durchaus ansprechenden Heimdebüt gegen Mannheim lieferten die Krefeld Pinguine erneut ein gutes Match ab. Dass es beim 2:3 (1:1, 1:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen gegen die Kölner Haie nicht zu einem „Dreier“ langte, lag mehr an den über weite Strecken tonangebenden Gästen als an den Hausherren selbst. Denn Köln hatte es besonders im ersten Drittel in der Hand, für den nötigen Vorsprung zu sorgen. Doch erst im Penaltyschießen entschieden die rheinischen Rivalen das temporeiche Match. Während Ivan Ciernik und Christoph Ullmann trafen, scheiterten für die Hausherren Kapitän Herberts Vasiljevs und Charlie Stephens.

Das Spiel begann mit Kölner Überzahl. Denn Stéphane Julien hatte wohl nicht ganz mitbekommen, dass er nicht zur Startformation gehörte. Doch beim ersten Wechsel war der Franko-Kanadier da. Ein Pass zu Rückkehrer Ciernik, und während die Krefelder noch mit ihrem ersten Wechsel beschäftigt waren, schlug „Ivan, der Schreckliche“ zu. Scott Langkow im Tor der Gastgeber hatte kaum eine Abwehrchance. Auch danach gaben die selbstbewussten Gäste den Ton an. Sogar in Unterzahl hatten sie bessere Möglichkeiten als die sichtlich geschocken Pinguine. Bei Martin Barteks Konter musste Langkow Kopf und Kragen riskieren, um ein mögliches 0:2 zu vermeiden. Auch Daniel Rudslätts Chance machte der kanadische Keeper im Pinguin-Kasten zunichte. Ein entschlossener Roland Verwey weckte die Pinguine aus ihrer Lethargie. Schon vorher hatte sich der selbstkritische Stürmer durchgesetzt, jedoch ohne Erfolg. Beim zweiten Versuch sah es besser aus. Die Scheibe kam zu Sinan Akdag. Von dort wanderte sie zu Schlitzohr Patrick Hager. Und wie es schon fast Tradition bei Hager ist, musste der Unparteiische den Fernseher bemühen, um den Treffer anzuerkennen. Glück für Krefeld kurz vor Schluss des ersten Abschnitts, dass sich der völlig freistehende Ciernik im Torraum befand.

Während die Gastgeber in ihrem dritten Match zum ersten Mal vollzählig aufliefen, mussten die Kölner nach wie vor auf Verteidiger Mats Trygg (Handbruch) sowie auf die Stürmer Gerrit Fauser (Innenbanddehnung) und Norman Hauner (Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung) verzichten. Youngster Jerome Flaake wurde dafür vom Zweitligisten Bremerhaven zurückbeordert.

Das Mitteldrittel war genauso temporeich wie die ersten 20 Minuten. Köln blieb überlegen, hatte in Minute 28 durch Marcel Müller, Christoph Ullmann und Jerome Flaake dicke Möglichkeiten, die Gäste erneut in Führung zu bringen. Eine Zeigerumdrehung später war es Kevin Hecquefeuille, der am guten Langkow scheiterte. Doch wie es so oft kommt, der eine drückt, der andere macht das Tor. Ein Konter über Vasiljevs brachte den Hausherren vor einer mageren Kulisse das 2:1. Was für ein Treffer! Charlie Stephens nahm den Pass seines Kapitäns aus der Luft und lenkte ihn am verduzten Eidgenossen Lars Weibel vorbei zur Führung. Krefeld hatte anschließend mehr vom Spiel. Eine wunderschöne Kombination des gesamten zweiten Krefelder Sturms in der 31. Minute ließ jedoch den zwingenden Abschluss vermissen. Als der junge André Huebscher Michael Endraß in Szene setzen wollte, landete dieser zwar im Tor, der Puck jedoch nicht. Machtlos war Langkow beim 2:2. Den Versuch von Dusan Frosch konnte er zwar noch parieren, beim Nachschuss hatte er das Nachsehen. Schade nur aus Krefelder Sicht, dass Roland Verwey trotz seiner Zweikampfstärke und seines entschlossenen Einsatzes gegen Ende des Mitteldrittels nicht zum Torerfolg kam.

In den letzten 20 Minuten gab es Torchancen hüben wie drüben. Wie gegen Mannheim, war es erneut Roland Verwey, der sich zwar Chancen mit ungeheuerem Fleiß erarbeitete, diese aber nicht zu nutzen wusste. So scheiterte der gebürtige Duisburger in der 45. Minute an Weibel in aussichtsreicher Position. Glück für Krefeld, dass nach einem Riesenfehler von Dusan Milo sein slowakischer Landsmann Ciernik die Scheibe nicht kurz vor Schluss der regulären Spielzeit unterbrachte. Auch in der anschließenden Verlängerung hatten beide Teams den Zusatzpunkt auf dem Schläger. Rob Globke (zweimal) sowie Stephens auf Krefelder Seite, Bartek und Rudslätt auf Seiten der Kölner hatten die dicksten Möglichkeiten, das Spiel zu beenden. Doch dann: siehe oben…

Tore: 0:1 (0;47) Ciernik (Julien), 1:1 (15;31) Hager (Akdag), 2:1 (28;49) Stephens (Vasiljevs), 2:2 (33;07) Bartek (Frosch). - Zuschauer: 3.957. - Schiedsrichter: Jablukow (FASS Berlin). - Strafminuten: Krefeld 6, Köln 6.