"Wie Pylonen" - Pleite-Tiger unterliegen gekündigten Füchsen

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
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Im Duell der zwei DEL-Krisenteams unterlagen die Sinupret Ice Tigers den Duisburger Füchsen mit 2:3. Während die Ice Tigers unter der Woche den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenz-Verfahrens stellen mussten, rauschte in Duisburg der Blätterwald, nachdem Besitzer Ralf Pape nach zuletzt desaströsen Leistungen ankündigte, nahezu alle Spieler nach der Saison entlassen zu wollen.

Schon vor der Partie war Insolvenz-Verwalter Volker Böhm vor die Fans getreten und hatte über den derzeitigen Stand der Dinge informiert. Freilich gab es dabei in der Kürze der Zeit keine Neuigkeiten zu erwarten. Nach wie vor verschaffen sich Böhm und sein Team einen Überblick über die Finanzen und versuchen in vielen Gesprächen mit Sponsoren und Gläubigern eine mögliche Zukunft zu finden.

Angesichts der schwierigen Situation kamen weit mehr Zuschauer als normalerweise gegen Schlusslicht Duisburg. Über 5000 Zuschauer sahen zwei "normale" Drittel mit einer 2:0-Führung für die Ice Tigers. Was allerdings in den letzten 20 Minuten passierte, war selbst Trainer Andreas Brockmann nicht ganz klar.

"Wir haben von Anfang an nicht gut gespielt, aber im letzten Drittel total aufgehört. Bei den drei Gegentoren sind wir rumgestanden wie Pylonen. Das Feuer hat gefehlt, das war sehr enttäuschend für mich", erklärte Brockmann nach der Partie. "Zum zweiten Mal in dieser Saison bin ich richtig laut geworden in der Kabine. Sicher könnte man die Situation als Entschuldigung anführen, aber das lasse ich nicht gelten. Für die zwei Stunden auf dem Eis, erwarte ich, dass sich jeder den Arsch aufreißt."

Noch schärfer ging Sportdirektor Otto Sykora mit Teilen seiner Mannschaft ins Gericht: "Ich bin total enttäuscht von einigen Spielern. Manche haben sich hängen lassen und wollen damit provozieren, dass wir sie gehen lassen. Vor allen einigen Ausländern scheint es egal zu sein, was hier zur Zeit passiert. Für diese Leistung brauchen wir kein Eintrittsgeld von den Zuschauern verlangen. Das war eine Charakterfrage heute, aber schon nach dem ersten Drittel hätten sechs bis sieben Spieler in der Kabine bleiben sollen."

Duisburgs Didi Hegen war ob des zweiten Auswärtssieges seiner Mannschaft natürlich zufrieden, blickte allerdings auch auf turbulente Tage zurück. "Unser Chef hat diese Woche klare Worte gesprochen und einen Cut gemacht. Unsere Spieler werden pünktlich bezahlt, deswegen erwarten wir auch Leistung und Kampf. Es wäre sehr traurig, wenn es nächste Saison kein DEL-Eishockey in Nürnberg geben würde", ließ der ehemalige Nationalspieler wissen.

Die Zukunft der Ice Tigers liegt nun in den Händen von Volker Böhm, der nach wie vor Optimismus versprüht, was seine Bemühungen den DEL-Standort Nürnberg zu erhalten, betrifft. Für Otto Sykora wird schon der nächste Dienstag sehr entscheidend sein, wenn Böhm in einem Treffen mit der Mannschaft erklären will, wie es für die Spieler weitergeht: "Davon wird alles abhängen. Im Moment weiß keiner wie es weitergeht."

Tore:
1:0 (26.57) Mayr (Cespiva, Swanson)
2:0 (33.00) Leeb (King, Carter)
2:1 (41.28) Palmer (Abstreiter, Kunce)
2:2 (46.57) Grand-Pierre (Palmer, Selivanov)
2:3 (48.57) Ask (Palmer, Selivanov)

Strafen: Nürnberg 6 min. - Dusiburg 10 min.
Schiedsrichter: Dahle
Zuschauer: 5068










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