Wie ich es sehe - Die Hockeyweb Kolumne von Werner Nieleck

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Vorbereitungszeit, Zeit der

Hektik, Zeit des Zusammenraufens, und dies manchmal sogar im wahrsten Sinne des

Wortes, weil´s hinterher, wenn es um Punkte geht, Sperren und Strafen

kostet.

 

Heuer ist es genauso wie in den

Jahren zuvor: Nervosität allenthalben, die sich noch steigert, je näher der Tag

„X“ heranrückt. In den Redaktionen der entsprechenden Fachzeitschriften, die

ihre Vorschauen „in der Mache“ haben, ist es ähnlich, vielleicht sogar noch

hektischer als auf dem Eis.

 

Pannen sind quasi

vorprogrammiert, besonders bei Mannschaftsfotos. Da gibt es Teams, die selten

genug ohne Probleme Vorbedingungen für die Produktion eines Fotos erstellen, was

allen gerecht wird. Da gibt es Vereine, denen es anscheinend gar nicht darum

geht, dass ihre Akteure in Eishockeykluft mit den neuen Trikots rechtzeitig zum

Redaktionsschluss abgelichtet werden können. Wer von den ein bisschen Älteren

erinnert sich nicht an den Beitrag der Frankfurt Lions in einer Fachzeitschrift,

die mangels Teamaufnahme nur die Köpfe der Spieler veröffentlichte.

 

„Wir wollen das Ganze ein wenig

auflockern, weg vom Eis, weil alles sonst so eintönig aussieht“, war und ist

auch vielfach zu hören. So postierten sich einmal die Essener rund um die

Eismaschine, und erneut waren es ein paar Jahre später die Mannen aus der

Ruhrmetropole, die sich, mit Grubenhelmen versehen, in Positur stellten. Die

Iserlohn Roosters versuchten es im Nostalgielook und ließen sich in Schwarz-Weiß

ablichten, während sich die Krefeld Pinguine neben ihren Namensvettern im Zoo,

angetan in Badelatschen, hintereinander statt nebeneinander stellten, sodass es

auch dem besten Fotografen nicht gelang, alle Akteure „scharf“ zu bekommen.

Duisburg präsentierte in diesem Jahr immerhin 15(!) Offizielle auf dem Foto und

vergaß nicht einmal den Busfahrer (zum Vergleich: Fußball-Bundesligist FC

Schalke 04 bringt es auf „nur“ 13). 

 

Viele sind der Meinung, dass sich

die Vereine blamieren und nicht die Zeitungen oder Zeitschriften, die ja

schließlich nur das bringen können, was ihnen vorgesetzt wird. Nein, so ist es

nicht. Ein bestimmtes Layout, was für alle Klubs gleich sein sollte, ist quasi

die Mindestanforderung, und daran sollte sich jeder halten. Doch auch die

Vereine sind mitunter zu verstehen. Da wird das Trikot aus verschiedenen Gründen

nicht rechtzeitig fertig, weil in allerletzter Minute noch ein Sponsor gefunden

wurde oder weil der Hersteller nicht pünktlich liefern kann oder will. Man

sieht, es ist so gut wie nie böse Absicht, wenn die Journalisten in den

Redaktionen regelrecht Kopf stehen, weil es mal wieder nicht klappt.

 

Zum Schluss vielleicht ein

kleiner Tipp an die Redaktionen: Schön, wenn die Kunden relativ früh in der

Saison mit Lesestoff und Fotos versorgt werden, doch je zeitiger das Produkt

herauskommt, desto „ungenauer“ ist es, weil logischerweise der eine oder andere

Zugang nicht mehr erfasst werden kann. Vor Jahren stauchte eine meiner Bekannten

aus Köln ihren Ehemann regelrecht zusammen, als er ihr das frühestmögliche

Magazin in die Hand drückte. Dies war mit einer dermaßen heißen Nadel gestrickt,

die Fehler waren dementsprechend unübersehbar.

 

Vielleicht ist von dieser Warte

so ganz viel Hektik und Schnelligkeit doch nicht immer richtig am Platz. Wer

einen guten Namen im Geschäft besitzt, braucht sowieso keine Einbuße zu

befürchten, auch wenn er ein paar Tage später als die Konkurrenz auf dem Markt

ist und dadurch „up to dater“ ist als die anderen.


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