Wie ich es sehe - Die Hockeyweb Kolumne von Werner Nieleck

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Der Spielplan ist heute

veröffentlicht worden; manche Fans üben sich sicherlich schon in Planungen,

Abstimmungen mit dem Chef, bestimmt sogar auch in Auswendiglernen. Und

argwöhnisch wird der eine oder andere auch einen Blick auf die einzelnen Gegner

werfen, ob es wieder wie im Vorjahr so kunterbunt und dilettantisch hergeht.

 

Eines ist jetzt schon klar: Die

Manager werden sich den Spielplan genauer zur Brust nehmen als in der Saison

zuvor. Damals mussten sich die meisten Sportleiter den Vorwurf gefallen lassen,

lediglich auf die ersten vier, fünf Partien geschaut zu haben und nicht auf die

unendliche Strecke der gesamten 52 Punktspiele. Da wäre ihnen ohne Zweifel

aufgefallen, dass gegen einen Gegner bereits im alten Jahr alle vier Partien

absolviert werden sollen, während ein anderer monatelang nicht zu sehen war.

 

Nun, heuer ist dies auf dem

ersten Blick nicht der Fall, obgleich Kölns Geschäftsführer Thomas Eichin längst

nicht rundherum zufrieden ist. Der Ex-Fußballspieler schränkt allerdings ein:

„Das ist bestimmt nicht leicht bei 56 Punktspielen in wenigen Monaten. Optimal

ist der Plan nicht, besser als im Vorjahr wohl, aber nicht  v i e l  besser. Immerhin spielen wir im Februar

fünfmal hintereinander zu Hause.“ Weiter fällt auf, dass es die Macher offenbar

diesmal gut mit den Krefeldern meinen. Über die Weihnachtsfeiertage/Neujahr

treten die Schwarz-Gelben innerhalb acht Tagen dreimal zu Hause und einmal auf

fremdem Eis an, wobei der Gegner Duisburg heißt, der ja bekanntlich fast zu Fuß

erreicht werden kann. Nur seltsam, dass am letzten Wochenende Ehrenberger &

Co. zwei Auswärtspartien absolvieren müssen. Iserlohn dagegen darf die Spiele 55

und 56 in heimischer Halle austragen, während für Hannover schon am vorletzten

Wochenende das letzte Heimmatch ansteht. Der Freitag darauf sieht eine

Auwärtspartie für Zach & Co. vor, am allerletzten Tag sind die Niedersachsen

spielfrei.

 

Zyniker sind in diesem

Zusammenhang schon aus einem Grund versucht zu sagen, dass sich bis zum

vorletzten Wochenende hoffentlich schon alles entschieden hat, damit kein

Geschrei wegen Wettbewerbsverzerrung usw. aufkommt.

 

Was ich hoffe ist, dass der

Spielplan, besonders im Hinblick auf die ungerade Zahl von 15 Teams, ein Plan

des Übergangs ist. Es geht einfach nicht an, dass die letzten zwei Partien, wie

schon in der vorigen Spielzeit, nicht zu einheitlichen Anfangszeiten

stattfinden. Dazu kommt noch, dass 56 Punktspiele ohnehin unzumutbar sind, und

zwar nicht nur für Spieler und Fans, sondern auch für das gesamte Umfeld,

besonders und gerade im Hinblick auf den im Vorjahr beschlossenen unsinnigen

Nichtabstieg. Sollten wir im nächsten Jahr tatsächlich in unserer höchsten Liga

über 16 Vereine verfügen, wäre dies eine feine Sache. Aber bitte dann eine

Teilung der Spielklasse nach geografischen Gesichtspunkten wie in der NHL (der

wird ja ohnehin in einigen Belangen nachgeäfft, obgleich die Spielstärke bei uns

nach wie vor zu wünschen übrig lässt), auch wenn Härtefälle (die wird es immer

geben) nicht zu vermeiden sind.  

 

Bei all diesen Überlegungen und

Begleiterscheinungen zu diversen Spielplänen fällt mir immer wieder ein Zitat

des damals allmächtigen Iserlohner (besser Deilinghofener) Multifunktionärs

Heinz Weifenbach ein. Als sich Trainer Joschi Golonka in seiner bekannten

weinerlichen Art einmal über den seiner Meinung nach brutalen Spielplan in

epischer Breite ausließ, fragte ich danach Weifenbach, was er von ihm (dem

Spielplan, nicht dem Trainer) halte. „Waaiße, Wärnär“, sagte er in seinem

unverfälschten Dialekt, „das glaaicht sich unter dem Strich immer aus. Wir

müssen fraaitags irgendwohin, und sonntags wird irgendjemand schon kommen. Da

kannze sichär saain, woll?“ Das waren noch Zeiten…

Euer Werner Nieleck 


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