Wie ein warmes Messer durch ButterSchwache Abwehrleistung der Pinguine gegen die Wild Wings

Will Acton war einer der Schwenninger Torschützen in Krefeld. (Foto: Imago)Will Acton war einer der Schwenninger Torschützen in Krefeld. (Foto: Imago)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Eine 3:5 (0:1, 2:3, 1:1)-Niederlage mussten die Krefeld Pinguine gegen die Schwenninger Wild Wings einstecken.

Begünstigt durch eine Schwenninger Strafzeit nach zwölf Sekunden legten die Pinguine stark los und erarbeiteten sich drei gute Chancen, deren beste ein Lattenkracher von David Fischer war. Der erste Angriff der Schwarzwälder jedoch führte nach fünf Minuten zum 0:1 durch Will Acton, der von Robin Weihager und einem weiteren Pinguin lediglich begleitet und kaum gestört wurde, so dass er Tomás Duba aus kurzer Distanz überwinden konnte. Der mangelnde Körpereinsatz war Merkmal der Krefelder Defensive an diesem Tag und für weitere Tore verantwortlich. Typisch eine Situation in der 38. Minute: bei einem Schwenninger Angriff weichen vier Pinguine vor zwei Schwenningern zurück und lassen einen Schuss auf ihr Tor zu, den Tomás Duba allerdings entschärfen kann. Doch zurück zum ersten Drittel: nach der Schwenninger Führung, die wie aus dem Nichts fiel, sahen die Zuschauer ein verteiltes Spiel mit allerdings nur einer Großchance für die Pinguine durch Martin Schymainski. Die Chancen der Schwarzwälder waren gefährlicher, auch weil deren Stürmer die Krefelder Verteidiger mehrfach „vernaschten“. Die Pinguine-Überzahl war schwach wie gewöhnlich, das Unterzahlspiel mit einem überzeugenden Tomás Duba besser.

Zu Anfang des Mitteldrittels waren die Pinguine wieder in Überzahl, und endlich einmal klappte es: Dimitri Pätzold musste einen Schuss von David Fischer abprallen lassen, und mit Hilfe von Daniel Pietta konnte Martin Schymainski die Scheibe über die Linie drücken. Wieder brauchten die Wild Wings nur einen Angriff vier Minuten später, um erneut in Führung zu gehen, und wieder gab es von aggressivem Abwehrverhalten keine Spur. Nur eine Minute später spielte David Fischer den Puck von der Mittellinie durch die linke Rundung, Pätzold eilte aus dem Tor und verpasste die Scheibe, die von Yared Hagos aufgenommen wurde und im leeren Tor landete. Die Pinguine drücken jetzt, Fischer zieht zweimal mit dem Puck vor das Tor und versucht seinen Stürmerkollegen zu zeigen, wie man Torgefährlichkeit entwickelt. Dabei erhält er allerdings eine Strafe, die Schwenningen zur dritten Führung des Abends nutzt. Bei zwei weiteren Strafen gegen Schwenningen wurde das Überzahlspiel der Pinguine zwar besser, aber nicht erfolgreicher. Ein wesentlicher Schwachpunkt lag darin, dass niemand da ist, der mit einem kraftvollen „Onetimer“ die Defensive mal richtig unter Druck setzt. In Minute 38 erlaubte eine fast körperlos spielende Pinguin-Abwehr, Will Acton um das  Tor herum zu ziehen  und im dritten Versuch Damien Fleury anzuspielen, der völlig frei vor Duba stand und auf 2:4 erhöhte.

Nach schwungvollem Beginn des Schlussdrittels mit einer guten Chance für István Sofron schwächten sich die Pinguine durch drei Strafzeiten, erzielten jedoch in der 50. Minute durch einen herrlichen Unterzahlkonter den Anschlusstreffer zum 3:4. Nun bäumten sich die Pinguine gegen die drohende Niederlage doch noch einmal auf und zeigten zur Freude der Zuschauer, dass sie schon wissen, dass Eishockey eigentlich kein körperloses Spiel ist. Trotz einiger guter Chancen blieben sie aber erfolglos und mussten in Minute 57 nach einem Gewühl vor dem Tor sogar das 3:5  hinnehmen.

Schwenningens Trainer Helmut de Raaf meinte nach dem Spiel: „Krefeld hatte viele Chancen. Wir hatten einen guten Torwart, der uns geholfen hat, und eine gute Chancenverwertung.“ Der Krefelder Trainer Rick Adduono machte die drei verlorenen 1:1-Situationen, die zu Schwenninger Toren führten, für die Niederlage verantwortlich, und zeigte sich niedergeschlagen, frustriert und ziemlich ratlos. Zwar waren die Krefelder wieder vom Verletzungspech verfolgt und konnten nur fünf Verteidiger aufbieten, aber viele der Zuschauer waren nicht der Ansicht, dass alle Spieler ihr Bestes gegeben hatten, um die sechste Krefelder Heimniederlage abzuwenden.

Tore:  0:1 (5.) Acton (Fleury, Goc), 1:1 (21.) Schymainski (Pietta, Vasiljevs) PP1, 1:2 (25.) Stastny (Pohl, Brown), 2:2 (26.) Hagos (Fischer),2:3 (29.) Stastna (Pikkarainen, Acton) PP1, 2:4 (38.) Fleury (Kurth, Acton), 3:4 (50.) Schymainski (Pietta, Supis) SH1, 3:5 (57.) Danner (Schlager, Goc).

Strafen:  Krefeld 18, Schwenningen 14 .
Schiedsrichter:  Aicher / Hascher.
Zuschauer : 3472.

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