Wichtiger Sieg für Straubing

Wichtiger Sieg für StraubingWichtiger Sieg für Straubing
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit einem 5:4 (1:1,

2:1, 1:2, 1:0) nach Verlängerung gegen Schlusslicht Duisburg haben die

Straubing Tigers am Freitag einen weiteren Schritt in Richtung

Saisonziel gemacht.

 

Auch nach der Partie

hielt Trainer Erich Kühnhackl nämlich an der Vorgabe, in der DEL nicht

Letzter werden zu wollen, fest. Er ergänzte dazu: „Unser Fokus liegt

aber auf uns selbst und nicht auf Augsburg oder Duisburg.“

 

Der DEL-Neuling hat

mit nun 40 Punkten auf Tabellenplatz zwölf liegend aber dennoch auf

diese beiden Teams einen klaren Vorsprung, der Anlass zur Hoffnung

gibt, diesen Rang verteidigen zu können. Augsburg liegt sieben Zähler

zurück, Duisburg zehn.

 

Dass der Rückstand in

Straubing nicht mehr angewachsen ist, hatten die Füchse ihrer durchaus

engagierten und hartnäckigen Spielweise zu verdanken. Viermal wurde

eine Straubinger Führung ausgeglichen, erst in der Verlängerung

verloren sie in Unterzahl das Spiel.

 

Duisburgs Trainer

Dieter Hegen meinte: „Beide Mannschaften waren gleich gut. Der Punkt

nach sechzig Minuten ging für beide Teams in Ordnung. Unser Pech war es

dann, dass Straubing durch eine Strafzeit gegen uns das Spiel gewonnen

hat.“ Das entscheidende Tor hatte wie schon am vergangenen Sonntag

gegen Köln Straubings erfolgreichster Torjäger Bill Trew markiert.

 

Die Hausherren waren

vor 4.218 Zuschauern engagiert in die Begegnung gestartet. Der von

einer Leistenverletzung wiedergenesene Trevor Gallant brachte sein Team

mit einem satten Schlagschuss auch bereits in der der 3. Minute in

Überzahl in Führung. Bill Trew hatte wenig später (6.) nach einem

Fehler von Chris Hajt das 2:0 auf dem Schläger, konnte die Gelegenheit

aber nicht nutzen.

 

Als die

Anfangsoffensive verpufft war, deutete Duisburg immer mehr

Gefährlichkeit an und ein Powerplaytor durch Goalgetter Matt

Dzieduszycki brachte den Ausgleich (11.). Dass es bis zur ersten Pause

bei diesem 1:1 blieb, lag letztlich auch daran, dass Duisburg zwei

weitere Großchancen durch Christian Hommel (14.) und erneut Matt

Dzieduszycki (19.), der mit der Rückhand die Latte traf, nicht nutzen

konnte.

 

Der Mittelabschnitt,

der von den Tigern kontrolliert wurde, entwickelte sich dann zur

Sternstunde von Straubings David Lundbohm. In seinen vorausgegangenen

39 DEL-Spielen war der US-Amerikaner gerade mal auf drei Tore gekommen,

gegen Duisburg traf er binnen 14 Minuten gleich zweimal (21./35.).

Einmal stand er bei einem Schlagschuss von Sepp Lehner vor dem Tor

goldrichtig, beim anderen Mal hielt er selbst drauf. Einziger

Schönheitsfehler aus Straubinger Sicht war, dass Egor Bashkatov

zwischenzeitlich auf 2:2 gestellt hatte, als ihm die

Tiger-Hintermannschaft genug Zeit ließ, um aus der Halbdistanz genau

Maß zu nehmen (35.).

 

In den letzten

zwanzig Minuten ging es dann nicht nur auf dem Eis, sondern auch auf

der Ergebnistafel hin und her. Die Füchse schlossen ein schnelles Break

über Johan Forsander durch Rudolf Huna mustergültig zum 3:3 ab (47.).

Straubing antwortete gut zwei Minuten später mit der erneuten Führung

durch einen Flachschuss von Jason Dunham, der seinen Weg am

geschlagenen Christian Rohde vorbei fand. Die Straubinger hatten die

Rechnung aber ohne Matt Dzieduszycki gemacht, der in der 53. Minute den Puck zu

seinem bereits 18. Saisontreffer ins Netz zirkelte und mit seinen

Abschlussqualitäten den Punkt für die Füchse, die in den letzten zwei

Minuten weiter druckvoll spielten und mit etwas Glück sogar gewinnen

hätten können, sicherte.

 

In der Overtime

schenkten sich beide Teams in dem spannenden und interessanten Spiel

weiter nichts. Das Zünglein an der Waage war dann aber eine Strafzeit

gegen die Gäste, die Straubing durch Bill Trew zum 5:4-Siegtreffer

nutzte.

 

Es war der dritte

Heimerfolg des DEL-Aufsteigers in Folge. Entsprechend „sehr zufrieden“

war Erich Kühnhackl, der den mit drei Blöcken erneut recht kleinen

Kader als „widrigen Umstand“ wertete, mit dem Ergebnis und der Leistung

seiner Mannschaft: „Sie hat taktisch gut gespielt und gekämpft,

irgendwann ist der Akku aber nicht mehr voll. Der Kräfteverschleiß ist

enorm. Ich hoffe, dass wir am Sonntag in Düsseldorf aber an die zuletzt

guten Leistungen anschließen können.“

 

Dort ist zumindest

der am Freitag gesperrte Tobias Abstreiter wieder mit dabei. Fehlen

wird allerdings voraussichtlich weiterhin der Kanadier Cam Severson

nach seiner im Köln-Spiel erlittenen Gehirnerschütterung. Mit ihm

rechnet Erich Kühnhackl erst am nächsten Donnerstag gegen die Eisbären

Berlin wieder. Nach wie vor bemüht man sich in Straubing um nominelle

Verstärkung in Form des „ein oder anderen jungen Spielers“, der

möglicherweise per Förderlizenz aus einer unterklassigen Liga zu den

Tigers stoßen könnte.

 

TORE:

1:0 (2:28) Gallant (Dunham, Elfring) 5:4

1:1 (10:06) Dzieduszycki (Bashkatov, Del Monte) 5:4

2:1 (20:42) Lundbohm (Wilhelm, Lehner)

2:2 (34:13) Bashkatov (Teljukin, Del Monte)

3:2 (34:50) Lundbohm (Kinch, Oswald)

3:3 (46:44) Huna (Forsander, Bergström)

4:3 (48:58) Dunham (Trew, Gallant)

4:4 (52:57) Dzieduszycki (Bashkatov, Del Monte)

5:4 (63:35) Trew (Chouinard, Gallant) 4:3

 

Strafminuten: Straubing: 10 – Duisburg 14

Schiedsrichter: Klau (Sümmern)

Zuschauer: 4.218


(Foto: Winterl - www.hockeymedia.de)