Wichtige Punkte für die Haie gegen BerlinClouston: „Wir wissen um unsere Situation und wollten die Punkte halten“

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Für die Haie hätte die Partie nicht besser starten können. Keine Minute war gespielt und gleich der erste Angriff saß. Alexander Sulzer zog ab und Patrick Hager fälschte die Scheibe ins Tor ab. Hager hat mit nun 40 Scorerpunkten seine Saisonbestleistung geknackt.

Doch auch die Gäste zeigten ihr Können. Jens Baxmann zog von der blauen Linie ab, ließ Gustaf Wesslau keine Chance und glich zum 1:1 aus (8.). Die Hausherren hatten die passende Antwort parat. In der elften Spielminute schickte Shawn Lalonde Dragan Umicevic auf die Reise. Der Rechtsaußen ließ Petri Vehanen keine Chance und netzte im Alleingang zur 2:1-Führung ein. Und der Schwede setzte noch einen drauf: Bei angezeigter Strafe gegen Berlin zog Umicevic ab. Pascal Zerressen stand genau richtig und fälschte den Puck zum 3:1 ab (13.). Kurz vor Drittelende kam noch einmal Schwung in die Partie. In Überzahl machten die Gäste mächtig Druck, zuerst Frank Hördler mit dem Schuss gegen Wesslaus Schoner, im Nachgang schob dann Barry Tallackson den Puck am Kölner Schlussmann vorbei (20.).

Mit viel Druck starteten die Haie in den Mittelabschnitt. Das machte sich auch gleich bezahlt, zwei Minuten und fünf Sekunden waren gespielt, da erhöhten die Domstädter auf 4:2 (23.). Fredrik Eriksson platzierte die Scheibe im Tor. Die Berliner versuchten es weiter, doch die Defensive der Haie ließ kaum einen Schuss zu. Auch bei 3:5-Unterzahl blockten die Kölner gut und unterbanden die Möglichkeiten der Eisbären, den Anschlusstreffer zu erzielen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und spielten schnelles und hartes Eishockey. Die 13.922 Zuschauer sahen ein torintensives und zudem schönes Spiel des KEC.

Im letzten Drittel kamen die Gäste besser ins Spiel und schnürten die Haie zunehmend im eigenen Drittel ein. Doch die Hausherren standen kompakt und hielten die Führung. Knapp drei Minuten vor Ende nahm Krupp den Torhüter vom Eis. Erst hatte Sulzer die Chance zum Empty-Net-Goal, traf aber nur den Pfosten. Dann machte sich die Bemühung der Eisbären schließlich bezahlt. Eine Minute zweiundvierzig vor Schluss markierte Marcel Noebels den Anschlusstreffer. Berlin warf nochmals alles nach vorne, doch die Haie ließen kein Tor mehr zu und sicherten sich den wichtigen Sieg.

Nach drei Spielen, in denen es Haie-Stürmer Dragan Umicevic nicht gelungen war seine Chancen und Alleingänge zu verwerten, zeigte sich der Schwede sichtlich erleichtert: „Das ganze Team hat heute viel Einsatz gezeigt und hart gearbeitet. Wir haben einen guten Job gemacht und uns drei wichtige Punkte gesichert. Wenn wir die nächsten Spiele so spielen wie heute, haben wir gute Chancen zu gewinnen. Es ist egal, wer die Tore im Endeffekt schießt, natürlich bin ich froh zu punkten und damit der Mannschaft zu helfen. Ich bin sehr froh, dass ich heute meine Chancen nutzen konnte.“ Auf die Frage was er im Gegensatz zu Freitag anders gemacht hätte, sagte Umicevic mit einem Lächeln: „Diesmal habe ich genau Maß genommen und den Puck dann platziert.“

Berlins Trainer Uwe Krupp: „Es fühlte sich so an, als wären wir die ganze Zeit dem Ergebnis hinterher gelaufen. Bei dem Alleingang von Umicevic waren wir hinten nicht achtsam genug. Im letzten Drittel haben wir besser gespielt, aber das reicht nicht. Um zu gewinnen, muss man 60 Minuten gutes Eishockey spielen.“

„Wir sind sehr gut und offensiv in die Partie gestartet“, sagte Haie-Chefcoach Cory Clouston. „Wir haben eine solide Leistung gegen einen starken und guten Gegner gezeigt. Daran müssen wir anknüpfen. Im letzten Drittel waren wir nervöser und haben uns einengen lassen. Wir wissen um unsere Situation und wollten die Punkte halten. Ich denke, es ist menschlich, dass die Jungs dann etwas ängstlicher und defensiver gespielt haben. Wir haben ein paar sehr starke Safes gezeigt und alles draußen behalten können. Gerade unser Penaltykilling war heute sehr gut.“

Tore: 1:0 (0:58) Patrick Hager (Alexander Sulzer, Philip Gogulla), 1:1 (7:29) Jens Baxmann (Florian Busch), 2:1 (10:12) Dragan Umicevic (Shawn Lalonde, Nickolas Latta), 3:1 (12:24) Pascal Zerressen (Dragan Umicevic, Torsten Ankert), 3:2 (19:23) Barry Tallackson (Frank Hördler, Michael DuPont) PP1, 4:2 (22:05) Fredrik Eriksson (Patrick Hager, Philip Gogulla), 4:3 (58:16) Marcel Noebels (Constantin Braun, Milan Jurcina). Strafen: Köln 14 + 10 (Nickolas Latta) + 10 (Shawn Lalonde), Berlin 12. Zuschauer: 13.922.