Wer eins null führt, der stets verliert...

Klare Worte bei den AdlernKlare Worte bei den Adlern
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Dies

scheint das Motto der Adler für ihre bisherigen Spiele zu sein. Heute

mussten sie aber erkennen, dass das nicht immer so ist. Sicherlich war

es das beste der schlechteren Spiele der Adler, aber die Panther aus

Augsburg haben heute gezeigt, dass eine mittelmäßige Leistung nicht

ausreicht, um sie zu bezwingen.

Im Einzelnen:

Die

Adler fingen gewohnt unkonzentriert an, was die Defensive anbelangt.

Die Angriffsbemühungen liefen flüssiger als sonst, allerdings sehr

gebremst, was den Zug zum Tor betraf bzw. die Bereitschaft, ohne große

Schnörkel auf das gegnerische Tor zu schießen. Vielleicht hatten sie

auch mit der Taktik der Panther ihre Probleme, die nicht wie gewohnt im

Hurra-Stil geradlinig und schnell nach vorne spielten, sondern für ihre

Verhältnisse sehr defensiv agierten und die Adler somit zwangen, das

Spiel zu gestalten. Die Panther machten geschickt die Räume eng und -

wenn sich die Gelegenheit bot – schalteten sie blitzschnell um und

trugen ihre überfallartigen Angriffe vor.

Einer

dieser Angriffe brachte in der vierten Minute die Panther in Führung.

Freddy Brathwaite wehrte einmal ab, und Brett Engelhardt konnte völlig

unbelästigt von der Adlerabwehr den Abpraller verwerten. Die Adler

verstärkten jetzt ihre Bemühungen, ohne dass dabei etwas Zählbares im

ersten Drittel herauskam.

Das

zweite Drittel machte nun klar, woran es bei den Adlern in diesem Spiel

haperte: Die Adler schnürten die Panther ein, spielten minutenlang

Powerplay bei fünf gegen fünf, zeigten sehenswerte Kombinationen, auch

die Abwehr spielte konzentrierter, sie bewegten sich mehr. Trotz dieser

Überlegenheit schossen die Adler im zweiten Drittel nur ganze neunmal

auf das gegnerische Tor, passten während eines Angriffs mitunter bis zu

15 Mal im gegnerischen Drittel hin und her, ohne dass man den Eindruck

hatte, jemand suche den Abschluss oder entwickle den nötigen Zug zum

Tor. Was die Defensive der Panther nicht klärte, machten die Adler

selbst zunichte durch haarsträubende Fehlpässe. Es schien, dass auch

die Laufwege nicht aufeinander abgestimmt waren, so dass mancher Puck

ins Leere trudelte.

So

war es dann auch kein herausgespieltes Tor, das den Ausgleich brachte,

sondern ein Schlenzer von Methot von der blauen Linie in der 36.

Minute. Die Antwort der Panther ließ nicht lange auf sich warten. Fast

im Gegenzug - in der 37. Minute - nutzten sie einen ihrer vier Schüsse

im zweiten Drittel zur erneuten Führung durch Connor James.

Bemerkenswert dabei war, dass bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis

zwei Gegner frei vor Brathwaite an den Pfosten standen, und Benedikt

Kohl sich unbedrängt aussuchen konnte, wen er bedient.

Im

dritten Drittel war ein Aufbäumen der Adler zu spüren. Das aufwendige

und komplizierte Spiel der Adler wich nun immer mehr dem Kampf. Sie

versuchten, einfaches Eishockey zu spielen, die Position vor dem

gegnerischen Torwart wurde besetzt, die Panther waren immer öfter

gezwungen, die Situation durch Icing zu retten. Larry Mitchell griff

hier zu einer Auszeit, um seinen Spielern Luft zu verschaffen. Und der

Kampf der Adler wurde belohnt durch ein klassisches Garbage Goal.

Robinson staubte im Getümmel vor Endras in der 53. Minute zum Ausgleich

ab. Zu mehr reichte es aber nicht mehr.

Die

Verlängerung verlief torlos, so dass das Spiel durch Penalty

entschieden werden musste. Chris Collins verhalf den Panthern zum Sieg.

Zum Abschluss ein Ausspruch eines Fans: „Ich mag ja spannendes

Eishockey, aber bitte anders spannend.“

Gerd Kositzki


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