„Wenn keine Tore fallen, verlierst du die Geduld“

Das Spiel war umkämoft - Foto: www.bayernpress.deDas Spiel war umkämoft - Foto: www.bayernpress.de
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„Wenn keine Tore fallen, verlierst du die Geduld“, erklärt Trainer Andreas Brockmann die aktuelle Situation der Thomas Sabo Ice Tigers, die, wie schon im letzten Heimspiel gegen Wolfsburg, fast verzweifelt versuchten, ihre zahlreichen Chancen zu verwerten. Bereits in der ersten Minute kam Nürnberg mit zwei gefährlichen Torschüssen, weitere sollten folgen. Doch die Gäste parierten gut und waren zwischenzeitlich schneller am Puck, so dass dieser schließlich durch Yannic Seidenberg – auf Vorlage von Manuel Klinge und Francois Methot – ins Tor von Patrick Ehelechner schlitterte. Nach einer Strafe gegen Jame Pollock wegen eines Stockchecks folgte ein starkes Powerplay der Nürnberger, welches jedoch abermals erfolglos blieb.
Auch während der Fünf-Plus-Spieldauerstrafe gegen „Adler“ Craig MacDonald blieben die Ice Tigers zunächst nicht chancen-, aber nach wie vor torlos, bis Eric Chouinard in der 23. Spielminute Fredrick Brathwaite doch noch bezwingen konnte – Assistenten des Ausgleichstreffers waren Fredrik Eriksson und Ryan Bayda.

Mit einem 1:1 gingen beide Teams ins letzte Drittel, das den 4063 Zuschauern endlich das bot, worauf diese bereits über 40 Minuten gewartet hatten. Robert Dietrich triezte „Ice Tiger“ Brad Leeb, bis dieser genug hatte und zurückschlug – genau wie Yasin Ehliz, der seinen Teamkollegen verteidigte: „Als ich gesehen hab, wie Dietrich auf Brad losging, hab ich ihn einfach gepackt“, so der 18-Jährige. Der Mannheimer konnte sich die „Attacke“ jedoch überhaupt nicht erklären: „Ich hab nichts Großartiges gemacht, als mich auf einmal jemand von hinten angegriffen hat“, wundert sich der Abwehrspieler. Neben den drei Streithähnen nahm sich dann auch noch Denis Reul den Nürnberger Jeff Likens vor, Ronny Arendt rangelte kurz mit Greg Leeb, bis schließlich Schiedsrichter Lars Brüggemann die Beteiligten auf die Strafbank verfrachtete.

Nach all den Zwistigkeiten, die vor allem das Publikum erheiterten, fiel dann wenige Minuten später der Siegtreffer für die Gäste – Torschütze: Nationalspieler Frank Mauer, der schon am Wochenende beim Slovakia-Cup und im Länderspiel gegen Weißrussland seine Treffsicherheit bewies.

Ein Sieg für die Adler Mannheim, die fünfte Niederlage in Folge für die Thomas Sabo Ice Tigers – wie geht es nun weiter? „Es ist einfach super eng in der Liga, aber wir dürfen nicht auf die anderen Mannschaften gucken. Die Punkte müssen wir selbst holen“, blickt Robert Dietrich nach vorne in Richtung Playoff-Ränge. Andreas Brockmann hofft ebenfalls wieder auf Punkte in den nächsten Partien: „Mit den Reihen haben wir so ziemlich alles durch. Das Wichtigste ist aber, dass wir überhaupt Chancen haben. Unser Problem ist reine Kopfsache und das lässt sich nur durch positive Ereignisse lösen“ – ein Teufelskreis also, der am kommenden Sonntag zu Hause gegen Berlin ein Ende finden soll. Mannheim empfängt schon morgen im Adlerhorst die Iserlohn Roosters.

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