„Wenn es sein muss, kann ich auch mit dem Hammer dazwischen hauen!"

Roosters trennen sich von Trainer AdduonoRoosters trennen sich von Trainer Adduono
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Am Montag wurde Rick Adduono, seines Zeichens neuer Headcoach von DEL Klub Iserlohn Roosters, den Medienvertretern vorgestellt. Der 52 –jährige Kanadier stellte sich nach dem ersten Fotoshooting beim Pressegespräch den interessierten Medienvertretern. Adduono erklärte, dass er als Trainer bereits in mehreren Ligen Nordamerikas gecoacht habe und die DEL nun eine neue Herausforderung für ihn sei. In den letzten Jahren hatte Adduono, wie er selbst zugab, nicht die besten Teams in der ECHL, aber dennoch hätten seine Mannschaften stets hart gearbeitet und alles gegeben. Genau das, nämlich den vollen Einsatz, fordere er auch bei den Roosters von seinen Spielern. Er selbst glaubt, dass er nun in der DEL auf einem höheren Level arbeiten kann und sich selbst als Coach ebenfalls weiter verbessern wird. Dem Saisonstart fiebere er bereits jetzt entgegen und hoffe, dass dieser den Roosters mit ihm gelingt.
In Iserlohn ist Adduono erst vor vier Tagen angekommen. Dennoch fühle er sich schon sehr wohl und fiebere dem ersten Eistraining entgegen, so der Kanadier.


Die Roostersspieler Jimmy Roy (93/94 Thunder Bay Flyers) und Paul Traynor (98/99 bei den South Carolina Stingrays) sind ihm bereits vor seinem Amtsantritt bekannt gewesen. Beide hatte er schon in Nordamerika gecoacht und natürlich, so Adduono, hat er mit ihnen schon über die bevorstehende Saison gesprochen.
Klare Ideen und Anforderungen hat er auch schon nach nur wenigen Tagen der Akklimatisierung im verregneten Sauerland für seine anderen vermeintlichen Leistungsträger im Team. Insbesondere Torhüter Norm Maracle komme dabei eine wichtige Rolle zu. Er soll Führungsspieler und zugleich auch Vorbild für den jungen aus Berlin verpflichteten Torhüter Sebastian Stefaniszin sein. Für Stefaniszin hatte Adduono viele lobende Worte übrig. Der von Anaheim gedraftete Stefaniszin wird übrigens von einem Scout der Ducks im Prager Trainingslager Besuch bekommen. Ein Wechsel Stefaniszins nach Nordamerika kommt laut Adduono aber wohl nicht in Betracht.


In der Abwehr erhofft er sich spielerische Impulse von Paul Traynor und dem gerade erst verpflichteten Try-out Spieler Kevin Truelson.


Bobby Wren, Michael Wolf und Robert Hock sollen das Offensivspiel gestalten und Pat Kavanagh soll zusammen mit Jimmy Roy und Ryan Ready die Rebounds vor dem Tor einnetzen.
Überzeugt ist er aber auch von den deutschen Spielern im Team. Sein Neffe Jeremy Adduono, der noch im letzten Jahr im Roostersteam stand, habe ihm viel berichten können. Er wisse, dass die deutschen Spieler im Team sehr schnell seien. Ziel sei es sie weiter zu verbessern und auch junge Spieler weiter zu fördern.


Adduono selbst umschreibt sich als guten Motivator und Taktiker mit Faible für Powerplay und Penalty-killing, der aber auch immer ein offenes Ohr für die Probleme der Spieler und ihrer Familien habe. Auch das sei für ihn sehr wichtig, um Erfolg zu haben, so der Kanadier. Allerdings räumte er auch ein: „Wenn es sein muss, dann kann ich auch den Hammer auspacken und dazwischen hauen“.
Und natürlich hat er auch Lob für die Fans übrig. „Sie können das Spiel lesen und uns nach vorne antreiben“, weiß er genau, wie wichtig es gerade in Iserlohn ist die Fans hinter sich zu haben.
Völlig unbekannt ist ihm Europa nicht. In der Saison 1980/81 spielte er für vier Monate im österreichischen Klagenfurt. „Es war dort eine wunderschöne Landschaft, aber ich habe dort nicht gut gespielt“, gibt Adduono unumwunden zu.


Da kann man ihm und vor allem den Roosters nur wünschen, dass sein zweites Europaabenteuer länger andauert und erfolgreicher ist. (Michael Krähling)


Foto: Manager Karsten Mende und Head-Coach Rick Adduono - © by Claudia Blöcher, Eishockey-Magazin.de