Wenig motivierte Pinguine unterliegen NürnbergKrefeld – Nürnberg 2:4

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Zwar fehlten Mark Voakes, Francois Methot und Daniel Pietta immer noch bzw. wurden geschont, aber diese Niederlage war so unnötig wie ein Kropf, auch wenn sie den Pinguinen nicht wehtat. Das erste Drittel war noch sehenswert, die Pinguine nutzten die erste Nürnberger Strafzeit für Matt Hussey zum 1:0 durch einen verdeckten Schuss von Oliver Mebus, der in Minute fünf des letzten Hauptrundenspiels seinen ersten DEL-Treffer erzielte. Nur 80 Sekunden später glich die Nürnberger Torfabrik nach einer schönen Kombination aus, an deren Ende Evan Kaufmann den genau zugespielten Puck nur noch durch die Hosenträger von Duba verlängern bzw. abfälschen musste. Krefeld hatte noch diverse Chancen, u.a. für David Fischer und Kevin Clark, dessen Puck von Tyler Weimans Schoner abprallte und die Torlinie entlang trudelte, aber den Schlusspunkt des ersten Drittels setzten die Ice Tigers mit einem Pfostenschuss.

In Minute 23 ging Nürnberg durch Fredrik Eriksson 2:1 in Führung, da Eriksson im Slot nicht angegriffen wurde. Wiederum 80 Sekunden später der zweite Höhepunkt im Spiel der Pinguine: Clark eroberte hinter dem Nürnberger Tor die Scheibe, passte sie auf Joel Perrault, der vors Tor zog und mit einem sehenswerten Pass Adam Courchaine am kurzen Eck bediente: Ausgleich 2:2. Die wenig später ausgesprochene Strafzeit gegen Clark überstand Krefeld mit einem schönen Fanghand-Save von Duba gegen Reimer ohne große Schwierigkeiten. Nach dem Powerbreak konnte Tim Schüle von rechts kommend quer durch das Krefelder Verteidigungsdrittel fahren, ohne richtig angegriffen zu werden, so dass er von halblinks mühelos das 2:3 erzielen konnte. Auch wenn die dritte Strafzeit gegen Clark wie die vorherigen ohne Gegentreffer vorbei ging, ist doch anzumerken, dass die Krefelder Abwehr sich sehr schwer tat, in Unterzahl bei Puckgewinn in der eigenen Zone die Scheibe auch aus dem Drittel zu befördern. Kurz vor Ende des zweiten Drittels hatte Clark die Lacher auf seiner Seite, als er sich „widerstandslos“ mehrfach von hinten von Patrick Reimer checken ließ, bis der Schiedsrichter nach dem vierten Mal endlich ein Einsehen hatte und Reimer auf die Strafbank schickte.

Zu Anfang des letzten Drittels wurden die Krefelder Fans langsam wach, obwohl die Pinguine nur das Nötigste taten, um den Nürnbergern Paroli zu bieten. Es fehlte offensichtlich der Wille, die Partie zu drehen bzw. ein Tor zu erzielen. In der 50. Minute nutzte Marvin Krüger eine Ungenauigkeit im Krefelder Spielaufbau zum 2:4, und damit war die Messe gelesen. Eine häufig recht schwerfällig wirkende Krefelder Abwehr verhinderte weitere Gegentore und Nürnberg war natürlich mit den drei Punkten und dem sicheren dritten Tabellenplatz zufrieden. Die Krefelder Zuschauer nahmen ihren Pinguinen die Spielweise nicht übel: sie feierten ihre Lieblinge, die ihr bestes Hauptrundenergebnis der DEL-Geschichte einfuhren, sowohl was die Punktausbeute/Platzierung als auch was den Zuschauerschnitt betrifft. Im Viertelfinale werden die Pinguine anders auftreten .

Tore:
1:0 (5.) Oliver Mebus (Boris Blank, Nicolas St. Pierre) PP1
1:1 (7.) Evan Kaufmann (Matthew Hussey, Yan Stastny)
1:2 (23.) Fredrik Eriksson (Yan Stastna, Evan Kaufmann)
2:2 (25.) Adam Courchaine (Joel Perrault, Kevin Clark)
2:3 (31.) Tim Schüle (Patrick Reimer, Steven Reinprecht)
2:4 (50.) Marvin Krüger ( Brett Festerling, Patrick Buzas)

Strafen: Krefeld 8, Nürnberg 8
Schiedsrichter: Marcus Brill, Florian Zehetleitner
Zuschauer: 6079


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