Weitere Niederlage der Kölner Haie Panther besiegen den KEC knapp mit 4:3

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Nach der 1:3-Niederlage am Dienstagabend gegen die Eisbären Berlin empfingen die Kölner Haie am 35. Spieltag den ERC Ingolstadt. Die ersten beiden Aufeinandertreffen konnten die Panther für sich entscheiden. Für den KEC gilt es derzeit, Punkte zu sammeln für einen direkten Play-off-Platz. Dies glückte den Jungs aus der Domstadt nicht, mit 3:4 (1:1, 1:2, 1:1) unterlagen sie dem ERC Ingolstadt.

Beide Teams hatten direkt zu Beginn einige Chancen, in der sechsten Minute zuerst Andreas Falk für den KEC, darauf per Konter Tomas Kubalik für den ERC. In der elften Minute kamen erneut die Haie vor Timo Pielmeiers Tor, Johannes Salmonsson legte die Scheibe für Torsten Ankert ab, der jedoch an Pielmeier scheiterte. In der 14. Minute war es soweit, im Powerplay gerade einmal 17 Sekunden gespielt, zog Shwan Lalonde ab, der Puck prallte zu Philip Gogulla, der geschickt zum 1:0 traf.

Fünf Minuten später zeigte sich der Wille der Panther. Zuerst Brian Lebler, der nur knapp am Tor vorbeizieht (19.), in derselben Minute erneut Lebler mit dem Pass Brian Salcido, der Wesslau bezwingen kann und zum 1:1 ausgleicht. Der ERC hört nicht auf, 47 Sekunden vor Drittelende die Chance zur Führung für die Gäste. Björn Barta trifft jedoch nur den Pfosten.

Die Haie begannen den zweiten Spielabschnitt druckvoll, erst Torsten Ankert mit dem Schlagschuss, darauf Salmonsson und Falk mit dem Nachschuss (22.). Trotz Druckphase des KEC fiel der 2:1-Führungstreffer für den ERC. Tomas Kubalik bekam die abgesprungene Scheibe und zog direkt ab und netzte ein (24.). Die Gäste bestimmten daraufhin das Spielgeschehen und kamen immer wieder gefährlich vor das Kölner Tor. In der 34. Minute musste mit Jared Ross zum zweiten Mal an diesem Abend ein Panther auf die Strafbank. Auch diese Überzahlsituation nutzten die Kölner eiskalt. Moritz Müller zog von rechts knallhart ab und versenkte den Puck hinter Pielmeier (35.). Doch wieder hatten die Panther die passende Antwort parat. Alexander Barta schoss direkt durch die Hosenträger Wesslaus und markierte die erneute Führung für die Gäste (35.).

Die Ingolstädter kamen besser ins letzte Drittel, die größte Chance, ihre Führung auszubauen, hatte John Laliberte in der 45. Minute, traf jedoch nur die Latte. Die Haie kamen nochmal ran. Das 3:3 erzielte in der 48. Minute Patrick Hager. Mit einem gezielten Schlagschuss aus dem Slot bezwang der Ex-Ingolstädter Timo Pielmeier. Die Haie warfen nochmal alles nach vorne, jedoch erfolglos und zu ineffektiv. Fünf Minuten vor Spielende erzielte der ERC das 4:3. Thomas Greilinger markierte den Treffer zum knappen Endstand. Zwei Minuten vor Schluss agierten die Haie erneut in Überzahl, doch ein Tor sollte auch bei 6 gegen 4 nicht fallen. Somit lassen die Kölner Haie wichtige drei Punkte liegen.

Die Enttäuschung ist Haie-Kapitän Moritz Müller deutlich anzusehen: „Wir haben heute wieder mögliche Punkte verschwendet. Statt Ingolstadt zu bestrafen und ihre Fehler zu nutzen, haben wir uns immer selber bestraft. Ich kann nicht sagen, woran es liegt. Wir kassieren schnelle Gegentore, nachdem wir in Führung gegangen sind. Eigentlich muss der Wechsel nach einem Tor klappen. Wir haben das erste Drittel in Ordnung gespielt, im zweiten Drittel haben wir das Spiel verloren, da war Ingolstadt um Längen besser. Zudem nutzen wir unsere Chancen nicht effektiv genug. Ich habe das Gefühl, wir sind zu abwartend und langsam und nicht aktiv genug. Heute Abend war Ingolstadt nicht unbedingt besser, sie haben einfach schlauer gespielt. Die Fans sind zu Recht enttäuscht, wir selber sind es auch. Wir können den Frust verstehen. Zu dem Zeitpunkt der Saison haben wir uns definitiv einen anderen Platz vorgestellt. Wir dürfen jetzt nicht theoretisch hoch und runter rechnen, welcher Platz möglich ist, sondern von Spiel zu Spiel schauen.“

Haie-Coach Niklas Sundblad: „Wir müssen mehr Tore machen. Wir kämpfen uns gut auf das 3:3 zurück und stehen am Ende wieder ohne Punkte dar. Wir stehen in der eigenen Zone zu weit weg vom Gegner. Der Knackpunkt ist, dass wir zu wenige Tore machen, zu viele bekommen und zu passiv stehen. Zudem sind wir nicht schnell genug. Der zehnte Platz ist enttäuschend. Dass die Fans enttäuscht sind, ist verständlich. Iserlohn wird schwer, aber wir glauben an uns. Wir müssen Gas geben.“

Tore: 1:0 (13:41) Philip Gogulla (Ryan Jones, Shawn Lalonde/5-4), 1:1 (18:36) Brian Salcido (Brian Lebler, Jared Ross), 1:2 (23:31) Tomas Kubalik (Brian Lebler, Benedikt Kohl), 2:2 (34:14) Moritz Müller (Dragan Umicevic, Alexander Sulzer/5-4), 2:3 (34:56) Alexander Barta (Thomas Greilinger, Petr Taticek), 3:3 (47:14) Patrick Hager (Philip Gogulla, Moritz Müller), 3:4 (54:07) Thomas Greilinger (Petr Taticek, Brandon Buck/5-4). Strafen: Köln 8, Ingolstadt 8. Zuschauer: 9692.


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