Was soll man tun, wenn kranke Mitarbeiter während der Krankheit sportlich aktiv sind?

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Das Arbeitsklima 

Wenn man als Chef ein Unternehmen leitet, ist es sehr wichtig, für ein Arbeitsklima zu sorgen, bei dem sich alle Mitarbeiter wohlfühlen. Dadurch kommt ein Team zustande, das zusammenhält und so in kurzer Zeit beste Arbeit leistet. In diesem Team ist es bedeutend, dass alle an einem Strang ziehen. Besonders in kleinen Unternehmen kann es durch einen Krankheitsfall bereits zu erheblichen Schwierigkeiten beim Abdecken der Arbeit kommen. Wenn ein Mitarbeiter krank ist, trägt er keine Schuld daran und man sollte ihm die nötige Zeit geben, die er zum Erholen braucht. Doch was ist, wenn der Mitarbeiter diese Freiheit ausnutzt? Nicht selten kommt es leider vor, dass sich Angestellte krankmelden und die gewonnene Zeit für Freizeitaktivitäten nutzen . Was also sollte man tun, wenn man als Chef einen seiner Angestellten sieht, wie er Sport macht, obwohl er eigentlich krank ist? Auch einem Angestellten kann dies passieren, wenn er einen seiner Kollegen trifft. 

Nicht immer sofort ein Betrug

Kommt man in die beschriebene unangenehme Situation, sollte man Ruhe bewahren und freundlich auf den Kollegen zugehen. Nicht immer liegt ein gezielter Betrugsversuch vor. Hat man beispielsweise eine Erkältung oder ist bereits auf dem Weg der Besserung, kann langsames Joggen oder Fahrradfahren an der frischen Luft helfen, die Krankheit zu besiegen . Etwas Anderes ist es jedoch, wenn beispielsweise angegeben wird, man hätte sich ein Bein gebrochen und müsse sich zu Hause schonen. Wenn dieser Angestellte in diesem Fall während des Sporttreibens gesehen wird, liegt eindeutig ein Betrugsversuch vor. 

Ein Verdacht

Wenn man als Chef von einem Mitarbeiter auf die Beobachtung angesprochen wird, sollte man sich vergewissern, dass wirklich die Wahrheit vorliegt. Jemanden mit einem falschen Verdacht zu verurteilen oder zu beschuldigen kann das Vertrauen negativ beeinflussen. Zudem kann das Arbeitsklima von einem solchen Vorfall stark belastet werden. Bevor man seinen Angestellten als Chef auf die Anschuldigung anspricht, gibt es eine gute Möglichkeit, den Verdacht zu prüfen. An diesem Punkt können Privatdetektive hinzugezogen werden. Diese bieten verschiedene Dienste an. Zu ihnen gehört das Beschatten einer bestimmten Person. So kann man sichergehen, dass man seinen Angestellten nicht grundlos beschuldigt. 

Eine Lösung finden

Haben die Detektive ihre Arbeit erledigt und ein Ergebnis liegt vor, muss gehandelt werden. Wenn der eigene Angestellte trotz Krankheit, die dies normalerweise verhindert, Sport treibt, kann der Sachverhalt nicht kommentarlos im Raum stehen bleiben. Ist das Anliegen sehr dringend, kann man sofort den Kontakt zur Person suchen und sie auf die Tatsachen ansprechen. Dabei sollte man zu Beginn nicht zu vorwurfsvoll klingen, sondern sachlich bleiben und sich die Seite des Gegenübers anhören. Denn nicht immer steckt hinter dem Betrug ein böser Gedanke oder das einfache Ausnutzen einer Freiheit. Manchmal stecken ernsthafte Probleme hinter dem Ganzen. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine pflegebedürftige Person im Familienkreis des Angestellten handeln, um die er sich kümmern muss. Manchmal steckt auch Unzufriedenheit über die Arbeitsverhältnisse hinter dem Ausnutzen der Krankschreibung. Über Themen wie das Gehalt oder mehr Urlaubstage kann verhandelt und eine zufriedenstellende Lösung gefunden werden. 

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