Was macht eigentlich... Steven Pinizzotto?Spieler, Trainer, Funktionäre von einst

Steven Pinizzotto in Diensten des EHC Red Bull München (Foto: dpa/picture alliance/NurPhoto)Steven Pinizzotto in Diensten des EHC Red Bull München (Foto: dpa/picture alliance/NurPhoto)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Hockeyweb: Steve Pinizzotto, wie geht es Ihnen und was machen Sie gerade?

Pinizzotto: Es geht mir sehr gut gerade, ich bin zurück zu Hause und wir bekommen gutes Wetter, wir versuchen durch diese Zeit durchzukommen und das Beste aus der Situation zu machen!

Hockeyweb: Sie nennen sich selbst einen „Erfinder“ und einen „Investor“, wie läuft für Sie das Leben nach dem Hockey und woran arbeiten Sie?

Pinizzotto: Oh, das ist eine spannende Geschichte und lange Geschichte, soweit ich investieren kann und das begann in meiner Zeit in Deutschland. Wir haben z.B. an einem Hockey-Stuhl gearbeitet; ich bin nicht mehr Partner der Firma, aber wir haben mit Freunden aus der College-Zeit gemeinsam an dem Projekt gearbeitet und es ist ein tolles Geschäft! Es ist schwer, das Produkt nach Deutschland zu bringen, wegen dem Transport und den Steuern. Aktuell entscheide ich mit meiner Frau, was als nächstes kommt, und genieße das Leben.

Hockeyweb: Die dritte Reihe ist die Wichtigste, um Meisterschaften zu gewinnen – und Sie hatten dort die Rolle des „Bad Boys“ inne – wie würden Sie Ihre Rolle im Spiel beschreiben?

Pinizzotto: Es war eine neue Art zu spielen, als ich in Deutschland war, und die Fans liebten die Art, wie ich spielte. So konnte ich viele neue Aspekte ins Spiel einbringen: Ich hatte eine „toughe“ Art zu spielen, ich bin groß und kann gut skaten und du brauchst auch eine aggressive Art zu spielen, besonders im Eishockey. Ich denke, das ist meine Rolle gewesen in Deutschland zu spielen! Und damit waren wir auch sehr erfolgreich. Auch zu meiner College Zeit war ich ein aggressiver Spieler, aber in der NHL musst du deinen Weg finden und die Trainer versuchen auch, dich besser zu machen. Du musst den Leuten einfach zeigen, was du spielen kannst. Ich hatte auch eine tolle Zeit in Nordamerika, aber die Zeit in Deutschland war besonders, mit dem Publikum und dem Ganzen drumherum, die Fans sind einfach toll, das gibt es so in Nordamerika nicht.

Hockeyweb: Würden Sie das als den großen Unterschied beschreiben? Wir brauchen sicher nicht über die spielerischen Qualitäten zu sprechen, aber die Unterstützung der Fans ist doch sicher etwas ganz Besonderes, oder?

Pinizzotto: Ich kann sagen, es ist großartig, auch für die älteren Spieler aus Nordamerika. Das Niveau ist wirklich gut und es sicher nicht so weit weg wie viele denken. Das Hockey hier wird wirklich besser, auch wenn das technische Niveau natürlich nicht vergleichbar ist.

Hockeyweb: Sie spielten für Red Bull München und für die Kölner Haie, wenn auch dort nur kurz. Was waren Ihre besten Erinnerungen an die Zeit in Deutschland?

Pinizzotto: Die Meisterschaften waren unglaublich – wir hatten so viel Spaß! Ich war nicht lange in Köln und konnte nicht viel spielen, denn ich hatte mich verletzt, aber es sind tolle Erinnerungen an die Spiele und die Zeit dort. Und: Gewinnen ist einfach fantastisch!

Hockeyweb: In Ihrer Zeit in Nordamerika spielten Sie für die Hershey Bears, mit denen Sie auch den Calder Cup gewinnen konnten, und später in der NHL für Edmonton und Vancouver. Was würden Sie als Ihren persönlich größten Erfolg bezeichnen?

Pinizzotto: Ich wollte einfach immer nur Hockey spielen und es ist dein Traum, wenn du aufwächst, auch in der NHL zu spielen. Wenn du als kleiner Junge davon träumst, zu spielen, dann erwartest du nicht so erfolgreich zu spielen, aber ich hatte das Glück mit den Hershey Bears etwas zu gewinnen. Ich war jung damals und gewinnen ist immer schwer und harte Arbeit. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich erreicht habe!

Hockeyweb: Hockey ist in Kanada bekanntermaßen eine Art Religion und etwas ganz Besonderes. Das Leben in Edmonton und Vancouver muss als Profi doch sehr aufregend sein. Haben Sie eine Lieblingsstation oder einen favorisierten Ort zu spielen?

Pinizzotto: Ja, die NHL hat ihre Superstars und die will natürlich jeder sehen. Und dann spielst du dort in den Arenen und du genießt es. Ich kann nicht wirklich sagen, wo es am Besten ist, denn du bist einfach sehr aufgeregt dort zu sein, aber: die Fanbasis in Toronto ist natürlich etwas ganz Besonderes!

Hockeyweb: Gibt es eine Chance, Sie an der Bande wiederzusehen, vielleicht als Trainer?

Pinizzotto: Ich bin mit dem Hockey und meinen Brüdern zusammen in diesem Sport aufgewachsen und ich kann von meinen Erfahrungen viel berichten, ich kann derzeit die Kinder Hockeyspielen sehen und sehen, was passiert. Ich könnte mir vorstellen zu Red Bull zurückzukehren; es ist eine Option, mal sehen!

Vielen Dank für das Interview und die Zeit, die Sie sich genommen haben! Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute und sagen: bis bald!


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