Was macht eigentlich... Ian Gordon?Spieler, Trainer, Funktionäre von einst

Ian Gordon bei seiner letzten DEL-Station in Ingolstadt (Foto: www.stock4press.de)Ian Gordon bei seiner letzten DEL-Station in Ingolstadt (Foto: www.stock4press.de)
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Hockeyweb: Herr Gordon, Sie waren 14 Saisons Torhüter in Deutschland. Was machen Sie professionell seit Ihrer Zeit nach der aktiven Karriere?

Gordon: Ich habe sofort nach meiner aktiven Karriere junge Torhüter in Edmonton trainiert. Im Gespräch war ich mit dem ERC Ingolstadt als Torwarttrainer, aber wir kamen nicht überein. Danach wurde ich bei den Seattle Thunderbirds in der WHL unter Vertrag genommen und bin seither sieben Saisons Torwart-Trainer.

Hockeyweb: War es das, was Sie immer machen wollten nach Ihrer eigenen Torhüterkarriere?

Gordon: Ich bin sehr zufrieden mit dem Trainerstab in Seattle. Wir sind quasi wie eine Familie und haben in der WHL 2017 auch den Meistertitel gewonnen.

Hockeyweb: Sind Sie also mit Ihrem Job zufrieden? Haben Sie jemals darüber nachgedacht, Trainer eines Teams zu sein?

Gordon: Ich wollte immer Torwarttrainer sein und genau diese Position an der Bande bekleiden. Ich glaube, ich kann dem Torhüter und dem Spiel mehr geben als nur als Trainer, der mal Torhüter war.

Hockeyweb: Welche Zeit hat Sie am meisten beeinflusst?

Gordon: Meine Karriere hat mir so viele verschiedene Situationen geliefert, die mich zu dem gemacht haben, was ich wurde und was ich bin. Jeder Trainer, für den ich gespielt habe, oder Torhüter-Partner hat mir verschiedene Denkweisen und Ansätze für mein Spiel geliefert. Ich habe einige verschiedene Rollen bekleidet, so zum Beispiel am Anfang meiner Karriere als Ersatztorhüter hinter Dwayne Roloson im AHL-Team der Calgary Flames. Ich hatte Saisons in Deutschland, in denen ich fast jedes Spiel gespielt habe und habe mich zum Ende mit Markus Janka abgewechselt. Rich Chernomat hatte definitiv den größten Einfluss als Trainer auf mich und ich werde nie die Gelegenheit haben, ihm mehr für seinen Glauben in mich zu danken.

Hockeyweb: Als Sie 2003 nach Frankfurt kamen, waren die damaligen Frankfurt Lions sportlicher Absteiger, blieben aber trotzdem in der DEL und mussten erstmal beweisen, auch zu den Gewinnern zu gehören. War das erst der Grund, dass Sie und Ihr Team unmittelbar nach dem Abstieg Meister wurden?

Gordon: Wir waren ein Team! Wir hatten mit Chernomaz und Richer gute Trainer, mit Lance Nethery einen guten Manager und mit Paul Stanton und Jason Young tolle Leader. Patrick Lebeau und Jesse Belanger füllten ihre Rolle in der Offensive und Martin Reichel, Markus Jocher, Mikael Magnusson sowie Michael Hackert als Charakterspieler toll aus. Mit Peter Ratchuk, Michael Bresagk und Francois Bouchard hatten wir großen defensiven Rückhalt und Mike Harder und David Gosselin wurden zu Playoff-Monstern! Wir hatten die besten Fans in der DEL und jeder hatte einen Teil daran, wir haben für den Teamkameraden gearbeitet! 

Hockeyweb: Verfolgen Sie deutsches Eishockey noch? Wie sehen Sie die Entwicklung des deutschen Eishockeys?

Gordon: Klar, ich verfolge deutsches Eishockey weiterhin. Ich hatte tolle Erfahrungen in Ingolstadt, die Fans und alle Menschen haben mich toll aufgenommen. Ich verfolge diese genau und hoffe, sie sind weiterhin erfolgreich. Was die Löwen Frankfurt angeht, schaue ich immer, wie Frankfurt steht und wie sie sich entwickeln. Die Fans sind sehr leidenschaftlich und ich hoffe, dass sie bald in die DEL zurückkehren können. Frankfurt war wie mein zu Hause…


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