Was für eine BescherungAugsburg - Ingolstadt 4:3

Traf für Augsburg gegen Ingolstadt: Brian Roloff. (Foto: Armin Rohnen - www.stock4press.de)Traf für Augsburg gegen Ingolstadt: Brian Roloff. (Foto: Armin Rohnen - www.stock4press.de)
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Nach drei anstrengenden und auch ertragslosen Auswärtsspielen durften die Panther vom Lech gegen ihre Namensvetter von der Donau antreten. Vor eigenem Publikum sollte, ja musste wieder ein Erfolg her, dieser wurde allerdings erst in spannenden Schlussminuten errungen.

Dieses Derby war geprägt vom Kampf um jeden Zentimeter, aber auch von vielen leichten Fehlern und Fehlpässen der Gastgeber. Vor allem im Mitteldrittel vermasselten sich die Augsburger ein ums andere Mal gute Ausgangspositionen und brachten sich selber in missliche Situationen. Dabei begann  die Partie ausgeglichen. Zwei Unterzahlbreaks sorgten früh für Aufregung, Christoph Gawlik hätte nach 90 Sekunden den ERC in Führung schießen müssen. Für Augsburg stürmte Kyle Helms auf Markus Janka zu (5.), der aber Sieger in diesem Duell. Nach Toren durch Brian Roloff (8.) und Jakub Ficenec (10./PP1) ging es leistungsgerecht unentschieden in die erste Pause.

Es folgte das aus Augsburger Sicht desolate zweite Drittel, Larry Mitchell wollte nicht ausschließen, dass  die Kräfte nach den vergangenen Tagen etwas nachließen. Etwas Glück im Unglück, das die Gäste zunächst kein Kapital daraus schlagen konnten und lediglich ein glückliches Tor in Überzahl gegen den AEV zu Buche stand. Derek Hahn der Nutznießer nach 39 Minuten, Leo Conti der Unglücksrabe. Die Augsburger Vertretung für den verletzten Patrick Ehelechner agierte bei diesem Gegentreffer so unglücklich, das Hahn der Abstauber fast peinlich sein müsste. Einen höheren Rückstand verhinderte Conti sonst souverän. „Ich war sehr angespannt vor dem Spiel, gegen Ingolstadt wollte ich nicht verlieren“. In der Saison 2003/04 trug der gebürtige Augsburger das Trikot der Ingolstädter. Noch dazu war das Eis teilweise ungenügend aufbereitet und an den Kanten zur Bande nicht geschliffen, die Eismeister bekamen direkt nach Spielende die Meinung des Augsburger Coaches dazu zu hören.

In den letzten zwanzig Minuten mobilisierten die Augsburger all ihre Kräfte. Gerade 18 Sekunden waren gespielt, da schlug T.J. Trevelyan zu. Schläger in den Pass von Stephen Werner und es stand 2:2. Knapp eine Minute später wurde Tobias Draxinger nach einem übermotivierten Check gegen Michel Periard zum duschen geschickt. Ingolstadt mit der Möglichkeit, den Sack zu zumachen, doch ein schlecht aufgezogenes Powerplay brachte nicht den gewünschten Erfolg. Stattdessen konterten die Augsburger, John Zeiler wurde regelwidrig gestoppt und hätte per Penalty seine Farben in Führung bringen können. Anschließend kassierte Christoph Gawlik eine unnötige Strafe und es ging mit vier gegen vier weiter. Augsburg ackerte und zeigte sich deutlich verbessert, wie eine gefühlte Ohrfeige da die erneute Führung für die Gäste durch Derek Hahn (52.). Mit den eigenen Fans im Rücken, die Baustelle Curt Frentzel Stadion nach Freigabe des neuen Gästefanblockes mit 5233 Besuchern ausverkauft, zündeten die Gastgeber den grün-weiß-roten Turbo. Innerhalb von 37 Sekunden drehten sie dieses Spiel, Kyle Helms und Derek Withmore die Vollstrecker. 

Enttäuschte verließen die Gäste das Eis, einmal mehr fehlte der letzte Einsatz und Wille, das Ding über die Zeit zu bringen. Augsburg hingegen feierte Leo, Leonardo Conti. Einen der vielen Sieger an diesem Abend, die kurz vor Weihnachten mit einer verfrühten Bescherung für glückliche und zufriedene Gesichter sorgten.

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