Warum Hockeyweb-Reporter Ronald Toplak Glücksbringer der Eisbären ist Red Bull? Der Zaubertrank wird in Berlin gebraut

In der Mercedes-Benz-Arena gibt es Public Public Viewing.    (picture alliance/Gregor Fischer/dpa)In der Mercedes-Benz-Arena gibt es Public Public Viewing. (picture alliance/Gregor Fischer/dpa)
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Ja, ich weiß, als Journalist sollte man die Ereignisse mit Neutralität verfolgen. Klappt bei mir aber nicht. Ich müsste lügen, würde ich etwas anderes behaupten. Und so oute ich mich an exponierter Stelle als Eisbären-Fan. Mal wieder. So wie vor Beginn der Finalserie gegen den EHC Red Bull München (Hier geht es zum Kommentar). Als Holger Neumann (Hier geht es zum Kommentar), mein Hockeyweb-Kollege aus dem Freistaat, und ich mit einer verbalen Eis-Schlacht begannen. Vor dem finalen Finale, dem ultimativen Showdown am Donnerstag (19.30 Uhr/Olympia-Eishalle) an der Isar, steigen wir nochmal in die Kühlbox. Mit heißkalter Leidenschaft. Und einem Augenzwinkern.  

Ich habe ein blau-weiß-rotes Kleeblatt in meine DNA tätowiert. Mit acht Blättern. Drei Jahre musste ich krankheitsbedingt eine berufliche Auszeit nehmen. Seit ich wieder dabei bin, läuft es bei den Eisbären. Ich bin der Glücksbringer. Holger „Holli“ Wende, Fanbetreuer der Eisbären, hat mich nach meinem ersten Kommentar offiziell dazu ernannt. In einer magischen Serie fühle ich mich als Hexer. Ich hatte auch nach dem 1:3-Rückstand der Bären keine Zweifel an meinen überirdischen Kräften. 2:3. 3:3. Warum auch? Der Ausgleich in der Serie ist Bestätigung genug! Diese Eisbären brauchen keine in Dosen abgefüllten Energy-Drinks. Nennt mich Miraculix. Der personifizierte Zaubertrank bin ich.


Mein Aberglaube treibt inzwischen skurrile Blüten. Nach jedem Spiel schicke ich Holli eine Nachricht an sein Facebook-Profil. „Klappt! + Kleeblatt“. Ein Ritual, ohne das ich nicht mehr zur Ruhe kommen würde. Verrückt sagen Sie? Nein, nur der ganz normale Wahnsinn eines Eisbären-Fans. „Wahnsinn“, für viele wird der Begriff in Bezug auf die Serie zu inflationär benutzt. Aber WIE!, bitte sehr, soll man sie sonst bezeichnen. Kampf. Wille. Leidenschaft. Dramatik. Hochspannung, die nun auf den Gipfel getrieben wird. Es geht Hin und Hair. Im wahrsten Sinne des Wortes. Was der ungebremste Bartwuchs in vielen Gesichtern zeigt. Zum Beispiel bei Bären-Stadionpresenter Desmond Squire. Der Brite sieht inzwischen aus wie ein (wohlgekleideter) kanadischer Holzfäller.

Zum ersten Mal in meiner Karriere werde ich nicht live dabei sein, wenn die Eisbären einen Titel holen. Neuer Job. Neue Regeln. Die Kollegen aus Bayern haben es sich verdient, in der Arena mitzufiebern, die Emotionen vor Ort hautnah aufzusaugen. Das kann ich aber auch. Beim Public Viewing in der Mercedes-Benz-Arena. Mit den Fans in Leidenschaft baden. Und jubeln. Gemeinsam. Hat auch was.

Das Herz pocht. Acht Mal pro Sekunde. Wie bei einem Kolibri. Der Sieg in Spiel 6 verleiht den Eisbären Flügel. Da bin ich mir sicher. Red Bull ist Geschichte. Der Zaubertrank wird in Berlin gebraut. Mit dem Geschmack der Meisterschaft. Versprochen, Holli. Sorry, Holger.

Informationen zum Public Viewing in Berlin: Tickets zum Preis von 5 Euro (anteilig 2 Euro als Verzehrgutschein) gibt es seit Mittwochvormittag (10 Uhr) in der Geschäftsstelle der Eisbären in der Tamara-Danz-Str. 5 oder an den Kassen der Mercedes-Benz Arena. Der Einlass am Donnerstag erfolgt ab 18:30 Uhr über den Premium-Eingang (Eingang 8/Ostbahnhofseite) aber auch über Eingang 9 (für den Public Bereich) der Arena. Im Parkhaus gilt der ermäßigte Event-Tarif von 2 Euro (zwischen 17 und 0:30 Uhr). Bitte beachtet, dass eine telefonische Bestellung der Public-Viewing-Tickets leider nicht möglich ist. Die Tickets gibt es nur direkt in der Geschäftsstelle und an den Kassen der Mercedes-Benz- Arena Berlin.

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